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Kategorie · Recht & KanzleiZuletzt aktualisiert 18.7.2026

Abrechnungssoftware für Kanzleien und Rechtsanwälte

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Was wir wissen
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Finde in 5 Fragen die passende Abrechnungssoftware für Kanzleien und Rechtsanwälte

Kostenlos, unverbindlich und in unter zwei Minuten. Wir stellen dir echte Fragen zur Software, filtern aus 13 Tools die passenden heraus und begründen jede Empfehlung. Für diese Kategorie haben wir die Fachfragen noch nicht geschrieben, deshalb fragen wir vorerst nur das Grundsätzliche.

Zone · Organisch

13 Tools im Vergleich

Serverseitig sortiert nach Vollständigkeit und verifizierten Bewertungen. Nicht käuflich.

#01
LawFirm
kanzleirechner.de GmbH
Rechtsanwälte, Kanzleien und deren Sekretariate

LawFirm ist eine Anwaltssoftware für Kanzleien, die Abrechnung, Zeiterfassung, Dokumentenverwaltung und Finanz-Controlling vereint. Die Software läuft in der Cloud und unterstützt mobile Arbeit sowie KI-Funktionen.

Kernfunktionen
  • Abrechnung und Verwaltung offener Posten
  • Zeiterfassung mit Auswertungen und Stundensatzkalkulation
  • Finanz-Controlling und Kostenübersicht
  • Dokumenten-Workflows und Teamarbeit
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Preis
All-in-System ohne Modulkosten, Cloud-Lösung verfügbar, kostenloses Testsystem angeboten
Listenpreis, unverifiziert
#02
Exxas
Exxas
Anwaltskanzleien und Notariate

Cloud-Plattform für ERP und CRM mit spezieller Ausrichtung auf Anwaltskanzleien. Die Software unterstützt Verwaltung von Aufgaben, Kunden, Projekten, Finanzen und Abrechnung.

Kernfunktionen
  • Aufgaben- und Dokumentenverwaltung im Team
  • Kundenverwaltung und Vertriebsfunktionen
  • Projektplanung und Ressourcenverwaltung
  • Finanz- und Buchhaltungsautomation
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Preis
Auf Anfrage
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#03
ADVOKAT
Rechtsanwaltskanzleien und Rechtsabteilungen in Unternehmen

ADVOKAT ist eine Softwarelösung für Rechtsanwaltskanzleien und Rechtsabteilungen zur digitalen Verwaltung von Fällen und Kanzleiprozessen. Die Software bietet verschiedene Module für unterschiedliche Aufgabenbereiche wie Aktenführung, Buchhaltung, Insolvenz und Mandantenkommunikation.

Kernfunktionen
  • Elektronische Aktenverwaltung (Basis|Paket)
  • Fremdgeldverwaltung und Insolvenzcheck (Inkasso|Paket)
  • Workflow-Automatisierung und Digitalisierung
  • Finanz- und Buchhaltungsverwaltung
Bewertung
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Preis
Auf Anfrage
Anbieter nennt keinen Preis
#04
a-Jur
Rechtsanwaltskanzleien in Deutschland und darüber hinaus

Umfassendes Anwaltsprogramm für Rechtsanwaltskanzleien mit SQL-Server-Leistung. Die Software wurde von Anwälten entwickelt und wird kontinuierlich von aktiven Rechtsanwälten weiterentwickelt.

Kernfunktionen
  • Verwaltung von Kanzleibetrieb
  • benutzerfreundliche Bedienung
  • praxisorientierte Funktionen
  • flexible Anpassung an Kanzleiabläufe
Bewertung
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Preis
195 Euro pro Arbeitsplatz und Jahr (zzgl. MwSt.). Kostenlose sechsmonatige Testversion verfügbar.
Listenpreis, unverifiziert
#05
BuchhaltungsButler
BuchhaltungsButler
Anwaltskanzleien, E-Commerce, Vereine, IT-Services, Arztpraxen und weitere Branchen

Online-Buchhaltungssoftware mit KI-gestützter Automatisierung für Anwaltskanzleien und andere Unternehmen. Die cloudbasierte Lösung automatisiert Belegerfassung, Zahlungsmanagement und Buchhaltungsprozesse mit hohem Automatisierungsgrad.

Kernfunktionen
  • KI-gestützte Belegerkennung und automatisches Zuordnen von Belegen und Zahlungen
  • Echtzeit-Reports und Dashboard
  • Bankkontenanbindung und Zahlungsstromverwaltung
  • Export zu DATEV und Finanzbehörden
Bewertung
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Preis
50 Prozent Rabatt auf den ersten Monat wird erwähnt, kostenlose Testversion verfügbar
Listenpreis, unverifiziert
#06
Payt
Payt
Unternehmen verschiedenster Branchen wie Großhandel, Konzerne, Mobilität, Personalvermittlung, Rechtswesen und Wirtschaftsprüfung

Cloud-basierte Plattform für automatisiertes Forderungsmanagement und Rechnungsabwicklung mit KI-Unterstützung. Bietet Funktionen wie intelligente Zahlungsvereinbarungen, Bonitätsprüfung, elektronische Rechnungen und ein Rechnungsportal mit Dialogfunktion.

Kernfunktionen
  • Automatisches Forderungsmanagement
  • Intelligente Zahlungsvereinbarungen
  • Bonitätsprüfung
  • Verschiedene Zahlungsoptionen
Bewertung
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Preis
Gestaffelte Preismodelle basierend auf Rechnungsvolumen: bis 30, 30-75, 75-250 und 250+ bis 1 Million Rechnungen pro Monat
Listenpreis, unverifiziert
#07
LegalProd
LegalProd
Anwaltskanzleien und Rechtsbüros

All-in-One-Softwarelösung für Anwaltskanzleien mit automatisierten Prozessen für Mandantenverwaltung und Abrechnung. Die Plattform integriert künstliche Intelligenz zur Unterstützung bei juristischen Aufgaben wie Dokumentenerstellung und Mailbearbeitung.

Kernfunktionen
  • Mandantenverwaltung und Dossierbearbeitung
  • Automatische Abrechnung und Zahlungsverarbeitung
  • Dokumentenverwaltung und digitale Geschäftsstelle
  • KI-gestützte Dokumentenerstellung und Textverarbeitung
Bewertung
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Preis
Auf Anfrage
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#08
sevdesk
sevdesk
Buchhaltung und E-Rechnung für Gründer, Selbstständige, Freiberufler, Kleinunternehmer und kleine Unternehmen

sevdesk ist eine Buchhaltungssoftware für Gründer und Selbstständige, mit der du unter anderem rechtskonforme E-Rechnungen erstellen und die E-Rechnungspflicht erfüllen kannst.

Kernfunktionen
  • E-Rechnungen erstellen und E-Rechnungspflicht erfüllen
  • Rechnungen und Angebote schreiben
  • Belegerfassung an einem Ort
  • Banking mit automatischer Verbuchung von Zahlungseingängen
Bewertung
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Preis
0,00 EUR dauerhaft kostenlos
Listenpreis, unverifiziert · Stand 18.07.2026
#09
timeSensor LEGAL 365
timeSensor
Anwaltskanzleien und Rechtsanwälte

Cloudbasierte Kanzleisoftware mit integrierten Modulen für Kontaktmanagement, Kanzleimanagement, Dokumentenverwaltung, Business Intelligence und Kommunikation. Die Lösung unterstützt Anwaltskanzleien bei Zeiterfassung, Abrechnung und automatisierten Workflows.

Kernfunktionen
  • Zeiterfassung und Timesheet
  • Kanzlei-Management-System mit Honorarverteilung
  • Automatisierte Abrechnungsprozesse
  • Dokumentenmanagement mit rechtssicherer Archivierung
Bewertung
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Preis
Auf Anfrage
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#10
NoRA Advanced
NoRA-Software
Kanzleien mit Anwälten und Notaren, Rechtsabteilungen von Unternehmen und Verbänden

Kanzleimanagementsoftware für Anwälte und Notare, die den gesamten Kanzleiablauf von der elektronischen Akte über Finanzbuchhaltung bis zur automatischen Dokumentenerzeugung unterstützt. Die Software kann gekauft oder gemietet werden.

Kernfunktionen
  • Elektronische Aktenverwaltung
  • Finanzbuchhaltung und betriebswirtschaftliche Auswertungen
  • Integration des beA-Postfachs
  • PDF/A-1b-Konverter und OCR-Texterkennung
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Preis
31 EUR pro Monat/Nutzer, zzgl. USt.
Listenpreis, unverifiziert · Stand 18.07.2026
#11
Actaport
dokSAFE GmbH
Anwaltskanzleien verschiedener Rechtsgebiete (z.B. Arbeitsrecht, Wirtschaftsrecht)

Cloudbasierte Kanzleisoftware, die Fallbearbeitung, Kommunikation, Finanzmanagement und Automatisierung in einer integrierten Plattform vereint. Die Software ermöglicht zentrale Verwaltung von Akten, Fristen, Dokumenten, E-Mails und Rechnungen mit KI-gestützten Automatisierungsfunktionen.

Kernfunktionen
  • Kollaborative Fallbearbeitung mit Fristen- und Dokumentenverwaltung
  • Zentrales Postfach für E-Mails, beA und Mandantenportal
  • Finanzmanagement von Rechnungen bis Buchhaltung
  • Automatisierung repetitiver Aufgaben per Drag & Drop oder API
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Preis
ab 79€ pro Nutzer/Monat
Listenpreis, unverifiziert · Stand 18.07.2026
#12
meetergo
meetergo
Anwaltskanzleien für Mandantenakquise, Terminplanung und digitale Beratungsgespräche

Online-Terminplanungssoftware mit integrierten Tools für Videokonferenzen, Formulare, eSignatur und CRM-Funktionen. Speziell für Anwaltskanzleien konzipiert, um Mandanten eine selbstständige Terminbuchung zu ermöglichen und die Kommunikation zu vereinfachen.

Kernfunktionen
  • Automatische Terminbuchung für Mandanten
  • Videokonferenzen integriert
  • eSignatur-Funktionalität
  • CRM-Synchronisation
Bewertung
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ab 0 € kostenlos (Free-Tarif), oder ab 9,90 € pro Nutzer pro Monat (Light-Tarif, jährlich abgerechnet)
Listenpreis, unverifiziert · Stand 20.08.2026
#13
Anwalt classic
DATEV
Rechtsanwälte und Kanzleien

Software zur Kanzleiorganisation für Rechtsanwälte und Kanzleien. Die Lösung unterstützt die digitale Zusammenarbeit und vereinfacht Kanzleiprozesse.

Kernfunktionen
  • Cloudbasierte Lösung
  • Digitale Zusammenarbeit
  • Prozessvereinfachung
  • Integriert mit DATEV-Ökosystem
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Grundverständnis

Was eine Abrechnungssoftware für Kanzleien und Rechtsanwälte wirklich leistet

Eine Abrechnungssoftware für Kanzleien ist der Punkt, an dem die geleistete Arbeit in Geld übersetzt wird. Klingt banal, ist es aber nicht. In einer Kanzlei entstehen Kosten und Vergütungen auf sehr unterschiedlichen Wegen: nach dem gesetzlichen Gebührenrecht, nach Stundenhonorar, nach Pauschale oder als Mischung aus allem. Eine gute Software bildet diese Wege ab, ohne dass du für jeden Fall in eine Tabelle ausweichen musst.

Der Kern besteht aus drei Dingen. Erstens: die Erfassung von Leistungen, also Zeiten, Auslagen und gesetzliche Gebühren. Zweitens: die Berechnung, die aus diesen Leistungen einen korrekten Betrag macht, inklusive Umsatzsteuer und Auslagenpauschalen. Drittens: die Rechnungsstellung und der Weg danach, also Zahlungseingang, offene Posten und Mahnwesen.

Wichtig ist der Unterschied zwischen einer reinen Abrechnungslösung und einer vollständigen Kanzleisoftware. Manche Programme decken nur den Abrechnungsteil ab und setzen voraus, dass du Akten und Kontakte woanders pflegst. Andere sind Gesamtsysteme, in denen Aktenführung, Fristen, Dokumente und Abrechnung zusammenhängen. Beides kann sinnvoll sein. Für eine kleine Kanzlei mit klarem Fokus reicht oft der schlanke Weg, eine größere Einheit will die Daten meist nicht doppelt pflegen.

Was viele unterschätzen: Die Abrechnung ist selten das eigentliche Problem. Das Problem ist die Erfassung davor. Wenn niemand die Zeiten sauber festhält oder Auslagen erst am Monatsende zusammengekratzt werden, hilft dir die beste Berechnungslogik nichts. Eine Software leistet hier nur so viel, wie ihr sie täglich füttert.

Feature-Deep-Dive

Diese Funktionen zählen im Alltag

Gebührenberechnung nach gesetzlichem Recht

Das ist das Herzstück für jede anwaltliche Tätigkeit. Die Software sollte die gesetzlichen Vergütungstabellen hinterlegt haben und automatisch die passenden Gebühren nach Gegenstandswert vorschlagen. Achte darauf, dass Tabellen bei Gesetzesänderungen aktualisiert werden und du nicht selbst nachpflegen musst. Prüfe in der Demo einen echten Fall aus deiner Kanzlei, nicht das Musterbeispiel des Anbieters.

Zeiterfassung und Stundenhonorar

Wer nach Stunden abrechnet, braucht eine Erfassung, die im Arbeitsfluss funktioniert. Das heißt: schnell erreichbar, mit Timer oder Nacherfassung, zuordenbar zur Akte. Frag konkret, wie eine Zeitbuchung nachträglich korrigiert wird und ob mehrere Zeiten gesammelt auf eine Rechnung wandern. Eine Erfassung, die drei Klicks pro Buchung kostet, wird im Alltag nicht genutzt.

Auslagen und Fremdgeld

Gerichtskosten, Kopien, Fahrtkosten, Sachverständige: All das muss sich sauber auf den Fall buchen lassen. Besonders heikel ist Fremdgeld, das der Kanzlei nicht gehört. Die Software sollte es getrennt führen und nicht mit dem Kanzleivermögen vermischen. Frag, wie das System zwischen eigenem Geld und durchlaufendem Geld unterscheidet.

Offene Posten und Mahnwesen

Eine Rechnung zu schreiben ist die halbe Miete. Die andere Hälfte ist zu sehen, wer nicht zahlt. Eine brauchbare Software zeigt dir offene Posten auf einen Blick und unterstützt gestufte Mahnungen. Prüfe, ob Zahlungseingänge automatisch zugeordnet werden können, etwa über einen Bankabgleich, oder ob du jeden Eingang von Hand abhaken musst.

Schnittstellen zur Buchhaltung

Am Ende landen die Zahlen beim Steuerberater. Eine Exportfunktion nach dem gängigen Buchhaltungsstandard spart dir viel Handarbeit und Fehler. Frag, in welchem Format exportiert wird und ob dein Steuerberater dieses Format ohne Nacharbeit einlesen kann. Das klärst du am besten vor dem Kauf mit ihm gemeinsam.

Dokumentenerzeugung und Vorlagen

Rechnungen, Kostennoten und Anschreiben sollten aus Vorlagen entstehen, die dein Briefkopf und deine Formulierungen tragen. Prüfe, wie leicht du eine Vorlage selbst anpasst, ohne den Support anzurufen. Kleine Änderungen am Layout solltest du selbst hinbekommen.

Entscheidungshilfe

Worauf du bei der Auswahl achten solltest

Der erste Schritt ist ehrlich: Wie rechnest du eigentlich ab? Wenn du fast ausschließlich nach gesetzlichem Gebührenrecht arbeitest, brauchst du eine andere Stärke als eine Kanzlei, die zu 80 Prozent Stundenhonorare stellt. Schreib dir vor der Suche auf, welche Abrechnungsarten bei dir welchen Anteil ausmachen.

Der zweite Punkt ist die Größe und das Wachstum. Eine Einzelkanzlei kann mit einer schlanken Lösung glücklich werden. Sobald mehrere Anwälte und Angestellte gleichzeitig auf Akten und Zeiten zugreifen, brauchst du Rechteverwaltung und ein System, das mehrere Nutzer verkraftet. Kauf nicht für den Zustand von heute, wenn du in zwei Jahren doppelt so groß sein willst, aber überkauf dich auch nicht auf Verdacht.

Lass die richtige Person testen

Lass die Software in der Demo von der Person bedienen, die später täglich damit arbeitet, nicht vom Chef und nicht vom Anbieter. Die Sekretariatskraft, die 30 Rechnungen pro Woche schreibt, merkt in fünf Minuten, ob der Weg zur fertigen Kostennote flüssig ist oder hakt. Ihr Urteil zählt mehr als jede Funktionsliste.

Migration der Bestandsdaten

Wenn du von einem alten System wechselst, frag früh, wie die vorhandenen Akten, Kontakte und offenen Posten übernommen werden. Manche Anbieter bieten eine geführte Migration, bei anderen fängst du bei null an. Das ist ein realer Kostenpunkt und ein realer Zeitfresser. Kläre auch, in welchem Format du deine Daten wieder herausbekommst, falls du später erneut wechseln willst.

Cloud oder lokal

Eine Cloudlösung erspart dir Serverpflege und macht ortsunabhängiges Arbeiten leicht. Eine lokale Installation gibt dir mehr Kontrolle über den Datenstandort. Bei anwaltlichen Daten ist der Speicherort keine Nebensache, dazu gleich mehr im Compliance-Teil. Entscheide bewusst und nicht nur nach dem bequemeren Preis.

Markus Laue
Das sagt unser Experte zu Abrechnungssoftware für Kanzleien und Rechtsanwälte
Markus Laue, Gründer von Toolfolio

Der Fehler, den ich am häufigsten sehe, hat nichts mit der Software zu tun. Kanzleien wählen ein Tool nach der Funktionsliste des Anbieters aus, statt die Person testen zu lassen, die später täglich damit abrechnet. Dann steht ein teures System da, das im Sekretariat als umständlich gilt und deshalb umgangen wird. Ich rate immer, drei echte Fälle in der Demo durchzurechnen und dabei zu beobachten, wo die Leute zögern. Das sagt mehr aus als jedes Datenblatt.

Total Cost of Ownership

Übliche Preismodelle bei Abrechnungssoftware für Kanzleien und Rechtsanwälte

Der angezeigte Preis ist selten der Preis, den du am Ende zahlst. Das gilt für Software allgemein und für Kanzleisoftware besonders, weil hier viele Bausteine einzeln berechnet werden.

Die gängigen Modelle

Du triffst im Wesentlichen auf drei Modelle. Erstens die Lizenz zum einmaligen Kauf, oft ergänzt um jährliche Update- und Wartungskosten. Zweitens das Abo, das monatlich oder jährlich pro Arbeitsplatz oder Nutzer abgerechnet wird. Drittens Mischformen, bei denen ein Grundpaket steht und Zusatzmodule dazukommen.

Achte beim Abo darauf, wie gezählt wird. Pro Nutzer, pro benanntem Anwalt oder pro gleichzeitigem Zugriff macht einen Unterschied, sobald mehrere Leute im Sekretariat arbeiten.

Die versteckten Posten

Rechne diese Positionen mit ein, bevor du vergleichst:

  • Einrichtung und Migration der Altdaten, oft einmalig und nicht klein.
  • Schulung der Mitarbeiter, entweder als Tagessatz oder im Paket.
  • Zusatzmodule, etwa für Mahnwesen, Buchhaltungsexport oder besondere Rechtsgebiete.
  • Support, der bei manchen Anbietern im Preis liegt und bei anderen extra kostet.
  • Aktualisierung der Gebührentabellen, die im Wartungsvertrag enthalten sein sollte.

Rechne die Kosten immer über drei Jahre, nicht über einen Monat. Ein günstiges Abo kann über die Laufzeit teurer sein als ein Kauf, und umgekehrt. Und plane die Arbeitszeit für die Umstellung ein: Die Wochen, in denen zwei Systeme parallel laufen, kosten dich Konzentration, auch wenn sie auf keiner Rechnung stehen.

Aus der Praxis

Fehler, die in der Praxis wirklich passieren

Die Zeiten werden nicht erfasst

Der häufigste Fehler hat nichts mit der Software zu tun, sondern mit der Disziplin dahinter. Zeiten werden am Ende der Woche aus dem Gedächtnis rekonstruiert und sind dann zu niedrig. Egal wie gut das Programm ist, es kann nur abrechnen, was drinsteht. Wer die Erfassung nicht zur täglichen Gewohnheit macht, verschenkt Umsatz.

Fremdgeld landet im falschen Topf

Ich habe erlebt, dass durchlaufende Gelder mit dem eigenen Vermögen vermischt wurden, weil die Software das nicht sauber trennte oder niemand das Feature nutzte. Das ist nicht nur unordentlich, das ist berufsrechtlich heikel. Kläre die getrennte Führung von Fremdgeld, bevor der erste Fall reinkommt.

Zu viele Module gekauft, zu wenig genutzt

Ein klassischer Fehler ist, im Kaufrausch das große Paket zu nehmen, weil es nur wenig mehr kostet. Danach nutzt die Kanzlei ein Drittel der Funktionen und zahlt für den Rest jedes Jahr mit. Kauf, was du in den ersten sechs Monaten wirklich brauchst, und rüste nach, wenn ein Bedarf real wird.

Der Steuerberater wurde nicht gefragt

Eine Kanzlei stellte fest, dass der Buchhaltungsexport in einem Format kam, das der Steuerberater nur mit Nacharbeit einlesen konnte. Jeden Monat entstand Handarbeit, die vermeidbar gewesen wäre. Ein Anruf vor dem Kauf hätte das geklärt.

Niemand fühlt sich zuständig

Wenn nach der Einführung keine Person benannt ist, die Vorlagen pflegt, Fragen sammelt und den Kontakt zum Support hält, versandet das Projekt. Die Software wird dann nur halb genutzt und alte Gewohnheiten kehren zurück.

Compliance

Rechtliche Anforderungen in DACH

Bei Kanzleisoftware treffen zwei Regelbereiche aufeinander: das allgemeine Datenschutzrecht und das anwaltliche Berufsrecht. Beides musst du im Blick haben.

Datenschutz und Verschwiegenheit

Mandantendaten sind besonders sensibel. Für den Einsatz einer Cloudlösung brauchst du in aller Regel einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit dem Anbieter. Kläre, wo die Daten gespeichert werden. Ein Serverstandort innerhalb der EU ist meist einfacher zu rechtfertigen als einer außerhalb. Achte darauf, dass der Anbieter die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht kennt und technische wie organisatorische Maßnahmen belegen kann.

Ordnungsgemäße Buchführung und Aufbewahrung

Rechnungen und die zugrunde liegenden Aufzeichnungen unterliegen Aufbewahrungspflichten. Die Software sollte Belege revisionssicher speichern, also so, dass sie nachträglich nicht unbemerkt verändert werden können. In Deutschland gelten dafür die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Buchführung, in Österreich und der Schweiz gibt es vergleichbare Vorgaben. Frag den Anbieter konkret, wie er diese Anforderung technisch umsetzt.

Umsatzsteuer korrekt ausweisen

Rechnungen müssen die gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtangaben enthalten und die Umsatzsteuer korrekt ausweisen. Bei grenzüberschreitenden Mandaten oder unterschiedlichen Steuersätzen wird das schnell komplex. Prüfe, ob die Software Sonderfälle wie steuerfreie Leistungen oder das Reverse-Charge-Verfahren abbilden kann, falls das für dich relevant ist.

Länderunterschiede

Das anwaltliche Vergütungsrecht ist national geregelt und unterscheidet sich zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz deutlich. Eine Software, die für einen Markt gebaut wurde, passt nicht automatisch auf einen anderen. Wenn du in mehreren Ländern tätig bist, kläre ausdrücklich, welche Vergütungsordnungen hinterlegt sind. Verlass dich nicht darauf, dass ein Programm alles kann.

Playbook

So gehst du die Auswahl konkret an

Schritt 1: Bestandsaufnahme

Schreib auf, wie du heute abrechnest, mit welchen Anteilen und wo es aktuell hakt. Sammle die Wünsche der Leute, die täglich abrechnen, nicht nur die des Chefs. Dieses Dokument ist deine Messlatte für alle Anbieter.

Schritt 2: Muss und Kann trennen

Mach zwei Listen. In die eine kommen die Funktionen, ohne die es nicht geht, etwa die für dich passende Vergütungsordnung und der Buchhaltungsexport. In die andere kommt, was schön wäre. Anbieter, die ein Muss nicht erfüllen, fallen sofort raus, egal wie gut der Rest aussieht.

Schritt 3: Echte Testfälle vorbereiten

Nimm drei bis fünf reale Fälle aus deiner Kanzlei, die typisch und einen kniffligen. Diese Fälle rechnest du in jeder Demo durch. So vergleichst du Äpfel mit Äpfeln und siehst, wo ein System an deiner Realität scheitert.

Schritt 4: Die richtigen Leute testen lassen

Gib die Demo denen in die Hand, die später damit arbeiten. Beobachte, wo sie zögern und nachfragen müssen. Frag den Steuerberater, ob er den Export ohne Nacharbeit einlesen kann.

Schritt 5: Gesamtkosten über drei Jahre rechnen

Hol dir für die zwei bis drei besten Anbieter ein Angebot, das Einrichtung, Migration, Schulung, Support und laufende Kosten enthält. Rechne alles über drei Jahre zusammen. Erst dann sind die Preise vergleichbar.

Schritt 6: Ausstieg mitdenken

Bevor du unterschreibst, kläre, wie du deine Daten wieder herausbekommst und in welchem Format. Ein Anbieter, der dazu keine klare Antwort gibt, ist ein Warnsignal. Du willst nicht in einem System gefangen sein, aus dem du nur mit Verlusten wieder herauskommst.

Schritt 7: Verantwortung benennen

Bestimm eine Person, die die Einführung begleitet, Vorlagen pflegt und Ansprechpartner bleibt. Ohne diese Rolle bleibt jedes gute Werkzeug ungenutzt.

Wenn du diese sieben Schritte gehst, triffst du keine perfekte Entscheidung, aber eine begründete. Und begründete Entscheidungen kannst du in zwei Jahren noch verteidigen, auch wenn sich Anforderungen ändern.

Häufige Fragen

Was Betriebe uns zu Abrechnungssoftware für Kanzleien und Rechtsanwälte am häufigsten fragen

Was kostet eine Abrechnungssoftware für eine Kanzlei?

Das hängt stark vom Modell ab: Es gibt Kauflizenzen mit jährlicher Wartung und Abos pro Nutzer oder Arbeitsplatz. Zu den sichtbaren Kosten kommen Einrichtung, Migration der Altdaten, Schulung und teils einzelne Zusatzmodule. Rechne die Gesamtkosten immer über drei Jahre, damit die Angebote vergleichbar werden.

Brauche ich eine reine Abrechnungssoftware oder eine komplette Kanzleisoftware?

Eine reine Abrechnungslösung deckt nur Leistungen, Rechnungen und offene Posten ab und setzt voraus, dass du Akten woanders pflegst. Eine Gesamtsoftware verbindet Aktenführung, Fristen und Abrechnung, sodass Daten nicht doppelt eingegeben werden. Für kleine Kanzleien mit klarem Fokus reicht oft die schlanke Lösung, größere Einheiten profitieren vom verbundenen System.

Kann eine Software die gesetzlichen Anwaltsgebühren automatisch berechnen?

Ja, gute Programme haben die gesetzlichen Vergütungstabellen hinterlegt und schlagen die passenden Gebühren nach Gegenstandswert vor. Wichtig ist, dass die Tabellen bei Gesetzesänderungen aktualisiert werden und du das nicht selbst nachpflegen musst. Prüfe das in der Demo mit einem echten Fall aus deiner Kanzlei.

Ist eine Cloudlösung für Kanzleidaten datenschutzrechtlich zulässig?

Grundsätzlich ja, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Du brauchst in der Regel einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit dem Anbieter und solltest den Serverstandort kennen, wobei ein Standort in der EU meist einfacher zu rechtfertigen ist. Der Anbieter muss zudem die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht berücksichtigen und technische Schutzmaßnahmen belegen können.

Wie wichtig ist die Schnittstelle zum Steuerberater?

Sehr wichtig, weil die Zahlen am Ende in der Buchhaltung landen. Eine Exportfunktion im gängigen Buchhaltungsstandard spart Handarbeit und Fehler. Kläre vor dem Kauf mit deinem Steuerberater, ob er das Exportformat ohne Nacharbeit einlesen kann.

Was muss ich bei der Migration von einem alten System beachten?

Frag früh, wie Bestandsakten, Kontakte und offene Posten übernommen werden, denn manche Anbieter bieten eine geführte Migration und andere nicht. Das ist ein realer Kosten- und Zeitfaktor. Kläre außerdem, in welchem Format du deine Daten später wieder herausbekommst, falls du erneut wechseln willst.

Wie wird Fremdgeld in einer Abrechnungssoftware behandelt?

Fremdgeld gehört nicht der Kanzlei und muss getrennt vom eigenen Vermögen geführt werden. Eine geeignete Software unterscheidet durchlaufende Gelder klar von Kanzleigeld und vermischt sie nicht. Kläre diese Trennung vor dem ersten Fall, weil sie berufsrechtlich heikel ist.

Wer sollte die Software in der Testphase bedienen?

Die Person, die später täglich damit abrechnet, nicht der Chef und nicht der Anbieter. Wer regelmäßig Rechnungen und Kostennoten erstellt, merkt schnell, ob der Weg zum fertigen Dokument flüssig ist oder hakt. Ihr Urteil ist im Alltag mehr wert als jede Funktionsliste.

Käuflich ist ausschließlich die Sichtbarkeit in der gesponserten Zone, immer gekennzeichnet. Die organische Reihenfolge, die Bewertungen und die verifizierten Daten sind nie käuflich und werden serverseitig unabhängig berechnet. Preisangaben tragen Stand und Quelle.