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Finde in 6 Fragen die passende Abwesenheitsmanagement-Software
Kostenlos, unverbindlich und in unter zwei Minuten. Wir stellen dir echte Fragen zur Software, filtern aus 13 Tools die passenden heraus und begründen jede Empfehlung. Für diese Kategorie haben wir die Fachfragen noch nicht geschrieben, deshalb fragen wir vorerst nur das Grundsätzliche.
Zone · Organisch
13 Tools im Vergleich
Serverseitig sortiert nach Vollständigkeit und verifizierten Bewertungen. Nicht käuflich.
Allgemeine Betriebsverwaltung mit Fokus auf Projektmanagement, Vertrieb und interne Zusammenarbeit
Bitrix24 ist eine Cloud-basierte Arbeitsplattform mit CRM, Aufgabenmanagement, Projektmanagement und Zusammenarbeitsfunktionen für Unternehmen. Die Software bietet Module zur Überwachung von Mitarbeiterleistung und Arbeitsmanagement.
Kernfunktionen
Aufgabenmanagement mit Kanban, Gantt und Scrum
Mitarbeiterleistungsberichte und Arbeitsmanagement
Personalabteilungen und Betriebsmanagement in Schweizer KMU
NovaWage ist eine HR-Softwarelösung für Schweizer KMU, die Abwesenheitsverwaltung, Urlaubsanträge und Genehmigungen auf einer Plattform vereinfacht. Die Software ersetzt manuelle Prozesse durch ein benutzerfreundliches System mit Selbstbedienungsfunktionen für Mitarbeitende.
Kernfunktionen
Abwesenheitsverfolgung und Antragsbearbeitung
Mitarbeitende-Selbstservice für Urlaubsanfragen
Überschneidungserkennung bei Ferien
Abwesenheitskalender für Teams
Bewertung
Noch keine Bewertung
Zu wenig Daten
ab 5 Konten zeigen wir die Zahl
Preis
ab 7,50 CHF pro Mitarbeiter pro Monat plus 1,50 CHF Einrichtungsgebühr
Mittlere bis große Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern, die ihre HR-Prozesse digitalisieren möchten
HR-Plattform zur Verwaltung von Abwesenheiten, Zeiterfassung und Personalverwaltung. Das System ermöglicht Unternehmen, Urlaube, Dienstreisen und Krankheitstage zentral zu beantragen, zu genehmigen und zu überwachen.
Kernfunktionen
Urlaubsanträge und Genehmigungsprozesse
Teamkalender mit Echtzeit-Übersicht der Abwesenheiten
Resturlaubsverwaltung und Tracking
Zeiterfassungssystem mit digitaler Stoppuhr und Stempeluhr-Terminal
Betriebe mit Schichtbetrieb wie Restaurants, Krankenhäuser und andere Unternehmen mit flexiblen Personalplanungsanforderungen
Personalsoftware mit integriertem Abwesenheitsmanagement, die es Betrieben ermöglicht, Abwesenheiten zu planen und Verfügbarkeiten von Mitarbeitenden einzuholen. Das System ist Teil einer umfassenden Lösung für Schichtplanung und Zeiterfassung.
Modulare ERP-Geschäftssoftware mit integrierten Funktionen für Zeiterfassung, Urlaubsplanung und Personalverwaltung. Die Lösung richtet sich an verschiedene Branchen und bietet sowohl webbasierte als auch mobile Anwendungen.
Alle Branchen und Unternehmensgrößen, insbesondere Einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie, Logistik, Pflege, Produktion, Sicherheitsdienste und Bildungseinrichtungen
Aplano ist eine webbasierte Lösung für Dienstplanung und Arbeitszeiterfassung mit integriertem Abwesenheitsmanagement. Die Software ermöglicht Unternehmen, Schichtpläne zu erstellen, Arbeitszeiten zu erfassen und Urlaube sowie Abwesenheiten zentral zu verwalten.
Kernfunktionen
Automatische und intuitive Dienstplanung mit flexibler Schichtvergabe
Zeiterfassung per App, Tablet, PC oder Hardware-Terminal mit Geofencing und biometrischen Optionen
Abwesenheitskalender zur Übersicht von Urlauben und Krankheitstagen
Urlaubsverwaltung mit Antragsstellung und automatischer Kontoführung
Mittlere Unternehmen zur Digitalisierung ihrer Personalprozesse und Verwaltungsaufgaben
Integrierte HR-Software für Personalverwaltung, die Routineaufgaben automatisiert und Mitarbeitern sowie Führungskräften Self-Service-Funktionen bietet. Die Lösung verbindet Zeitwirtschaft, Personalmanagement, Bewerberverwaltung und Abwesenheitsmanagement in einem System.
Unternehmen aller Größen und Branchen mit Fokus auf projektbasierte Arbeit und flexible Arbeitszeitmodelle
Webbasierte Software für Projektmanagement, Zeiterfassung und Abwesenheitsmanagement. Das System verwaltet Urlaube, Gleitzeitausgleich, Home-Office-Zeiten und andere Abwesenheitsarten zentral.
Kernfunktionen
Verwaltung von Urlaub, Gleitzeitausgleich und Home-Office-Zeiten
Kleine und mittlere Unternehmen aus verschiedenen Branchen wie Architektur, Handwerk, Gastronomie, Beratung und Einzelhandel
Atlanto ist eine webbasierte Administrations- und Verwaltungssoftware für kleine und mittlere Unternehmen. Sie ermöglicht die einfache Erfassung von Arbeitszeiten und Abwesenheiten sowie die Verwaltung von Aufträgen, Rechnungen und Kontakten.
Kernfunktionen
Zeiterfassung und Abwesenheitsmanagement
Auftrags- und Rechnungsverwaltung
Kontaktmanagement und Adressverwaltung
Mobile App für flexible Arbeitszeiterfassung unterwegs
Betriebe aller Größen und Branchen, die ihre Mitarbeiterzeiten und Abwesenheiten verwalten müssen
Kostenlose Zeiterfassungs- und Abwesenheitsverwaltungssoftware, die Unternehmen bei der Verwaltung von Arbeitszeiten, Anwesenheit und Urlaubsanträgen unterstützt. Die Lösung ermöglicht digitales Ein- und Ausstempeln über verschiedene Kanäle sowie die Automatisierung von Arbeitszeiterfassung und Abrechnung.
Unternehmensweites HR-Management mit Fokus auf Talent-Entwicklung, Performance-Management und Mitarbeiter-Feedback
Leapsome ist eine KI-gestützte HR-Plattform, die verschiedene HR-Funktionen auf einer einheitlichen Datenbasis vereint. Das System umfasst auch Performance Reviews, die 360-Grad-Feedback-Prozesse ermöglichen.
Handel, Retail, Gastronomie, Hotel, Lieferdienste, Fitnessstudios, Pflegedienste, Sicherheitsdienste und weitere Branchen
Digitale Plattform zur Schichtplanung, Abwesenheitsverwaltung und Zeiterfassung für Teams. Das System ermöglicht effiziente Personalplanung mit automatischer Synchronisierung und verhindert Doppelbuchungen sowie Überstunden.
Kernfunktionen
Schichtplanung und Schichttausch
Urlaubsplaner mit Abwesenheitsverwaltung
Digitale Zeiterfassung
Automatische Synchronisierung von Wochenplänen
Bewertung
Noch keine Bewertung
Zu wenig Daten
ab 5 Konten zeigen wir die Zahl
Preis
Kostenlose Testversion verfügbar, genaue Preise nicht auf der Seite angegeben
Kleine und mittlere Unternehmen, Selbstständige und Startups in der Schweiz
Bexio ist eine All-in-One-Geschäftssoftware für Schweizer KMU, Selbstständige und Startups. Die Plattform vereinigt Buchhaltung, Rechnungsstellung, Lohnbuchhaltung, Kontaktverwaltung und weitere Verwaltungsaufgaben in einem cloudgestützten System.
Kernfunktionen
Automatisierte Finanzbuchhaltung mit digitaler Belegverarbeitung
Zentrale Auftragsverwaltung vom Angebot bis zur Zahlung
Was eine Abwesenheitsmanagement-Software wirklich leistet
Abwesenheitsmanagement-Software macht im Kern eine einfache Sache: Sie bildet ab, wer wann nicht da ist, und warum. Urlaub, Krankheit, Elternzeit, Fortbildung, unbezahlter Sonderurlaub. Klingt banal, ist es im Betrieb aber selten, sobald mehr als eine Handvoll Leute im Spiel sind.
Das eigentliche Problem, das solche Software löst, ist nicht das Speichern von Urlaubstagen. Das kann jede Tabelle. Das Problem ist die Kombination aus Antrag, Genehmigung, Restanspruch, Vertretungsregelung und Übersicht. Wer hat noch wie viele Tage? Kollidiert der Urlaubswunsch mit drei anderen aus dem gleichen Team? Wurde der Antrag genehmigt oder liegt er seit zwei Wochen im Postfach eines Vorgesetzten, der im Urlaub ist?
Eine gute Abwesenheitsmanagement-Software ist im Grunde ein Workflow-Werkzeug mit einem Kalender obendrauf. Der Mitarbeitende stellt einen Antrag, die Führungskraft bekommt eine Benachrichtigung, genehmigt oder lehnt ab, und alle Beteiligten sehen sofort den aktuellen Stand. Die Restansprüche rechnen sich automatisch fort. Das Ganze ist eine einzige Quelle der Wahrheit, statt drei Excel-Dateien, die niemand mehr synchron hält.
Abgrenzung zu benachbarten Systemen
Wichtig ist die Abgrenzung. Abwesenheitsmanagement ist nicht dasselbe wie Zeiterfassung, auch wenn viele Tools beides können. Zeiterfassung erfasst geleistete Arbeitszeit (Kommen, Gehen, Pausen). Abwesenheitsmanagement erfasst die geplante oder eingetretene Nichtanwesenheit. Und es ist nicht dasselbe wie eine vollständige HR-Suite mit Lohnabrechnung, Recruiting und Personalakte. Viele Betriebe brauchen genau den schmalen Ausschnitt Abwesenheit, und nicht das große Paket. Sei dir klar, welchen Ausschnitt du brauchst, bevor du dir Anbieter ansiehst.
Feature-Deep-Dive
Diese Funktionen zählen im Alltag
In Demos sieht alles gut aus. Im Alltag zählen andere Dinge als die, die in der Verkaufspräsentation vorne stehen.
Kalenderansicht und Teamübersicht
Das ist die Funktion, die täglich benutzt wird. Eine Führungskraft muss auf einen Blick sehen, wer in ihrem Team in den nächsten Wochen fehlt. Achte darauf, ob sich die Ansicht filtern lässt (nach Team, nach Standort, nach Abwesenheitsart) und ob Überschneidungen sichtbar gemacht werden. Ein reiner Listenexport hilft niemandem, der schnell planen muss.
Genehmigungs-Workflows
Hier trennt sich die Spreu. Frag konkret: Kann es mehrstufige Genehmigungen? Bei manchen Betrieben genehmigt erst der Teamleiter, dann die Geschäftsführung. Was passiert, wenn der Genehmiger selbst im Urlaub ist? Gibt es eine Vertreterregelung, damit Anträge nicht liegen bleiben? Kann der Antrag automatisch nach einer Frist eskalieren? Diese Details entscheiden, ob das Tool nach drei Monaten noch benutzt wird oder ob wieder jeder per Mail fragt.
Anspruchsberechnung
Der Urlaubsanspruch ist selten glatt. Teilzeit, unterjähriger Eintritt, unterjährige Vertragsänderung, Schwerbehinderung mit Zusatzurlaub, Übertragung von Resturlaub ins nächste Jahr mit Verfallsfrist. Lass dir in der Demo genau den Fall zeigen, der bei dir kompliziert ist. Wenn du viele Teilzeitkräfte hast, dann ist die korrekte Berechnung anteiliger Ansprüche kein Nice-to-have, sondern die Kernfunktion.
Abwesenheitsarten und deren Regeln
Urlaub ist nur eine Art. Krankheit mit und ohne Attest, Kind krank, Fortbildung, Homeoffice (wenn du es abbilden willst), Sonderurlaub bei Umzug oder Hochzeit, unbezahlte Freistellung. Jede Art hat eigene Regeln: Wird sie vom Urlaubskonto abgezogen? Braucht sie eine Genehmigung oder nur eine Meldung? Prüf, ob du eigene Abwesenheitsarten anlegen kannst, statt mit einem festen Katalog leben zu müssen.
Benachrichtigungen und Integrationen
Damit das Tool wirklich benutzt wird, muss es dort auftauchen, wo die Leute ohnehin sind. Kalender-Synchronisation (damit Abwesenheiten im Outlook oder Google Kalender erscheinen), Anbindung an das Kommunikationstool, Export für die Lohnbuchhaltung. Frag nach, wie die Übergabe an die Entgeltabrechnung läuft. Wenn Krankheitstage von Hand abgetippt werden müssen, hast du die Arbeit nur verschoben.
Self-Service und Rechte
Mitarbeitende sollen ihren eigenen Stand sehen können, ohne bei der Personalabteilung nachzufragen. Restanspruch, eingereichte Anträge, Status. Gleichzeitig darf nicht jeder alles sehen. Ein Rollen- und Rechtekonzept, das zwischen Mitarbeitendem, Führungskraft, HR und Administrator unterscheidet, ist Pflicht, sobald du sensible Daten wie Krankheitsgründe im System hast.
Entscheidungshilfe
Worauf du bei der Auswahl achten solltest
Lass die richtige Person die Demo bedienen
Der häufigste Auswahlfehler: Der Chef klickt sich durch die Demo und ist begeistert. Aber der Chef stellt keine Urlaubsanträge und pflegt keine Krankmeldungen. Lass die Software in der Demo von der Person bedienen, die später täglich damit arbeitet, meist jemand aus der Personalabteilung oder das Sekretariat. Die merkt in fünf Minuten, wo es hakt.
Teste mit deinen echten Daten
Standard-Demodaten sind immer sauber. Nimm einen echten komplizierten Fall aus deinem Betrieb (die Teilzeitkraft mit 60 Prozent, die im März eingestiegen ist und Resturlaub aus dem Vorjahr hat) und lass ihn im Testsystem durchrechnen. Stimmt das Ergebnis mit deiner manuellen Rechnung überein, ist das ein gutes Zeichen. Weicht es ab, hast du ein Problem gefunden, bevor es dich Geld kostet.
Skalierung und Struktur
Denk daran, wie dein Betrieb in zwei Jahren aussieht. Mehrere Standorte? Verschiedene Feiertagsregelungen je Bundesland oder Land (relevant in DACH, weil Feiertage sich unterscheiden)? Verschiedene Urlaubsregelungen je Team? Ein Tool, das nur eine flache Struktur kennt, wird eng, sobald du wächst.
Datenexport und Ausstieg
Frag vor dem Kauf, wie du wieder rauskommst. Kannst du deine Daten vollständig exportieren, in einem lesbaren Format? Wer den Ausstieg nicht klärt, sitzt später fest und zahlt jeden Preis, weil der Wechsel zu teuer erscheint.
Das sagt unser Experte zu Abwesenheitsmanagement-Software
Markus Laue, Gründer von Toolfolio
Der Fehler, den ich am häufigsten sehe, ist, dass die falsche Person entscheidet. Die Geschäftsführung sitzt in der Demo, findet die Oberfläche schick und unterschreibt. Wer später täglich Anträge bearbeitet, wird nicht gefragt und stößt dann im Alltag auf jede Hürde, die in der Demo unsichtbar blieb. Ich rate immer: Gib den Testzugang an die Person, die das Ding wirklich bedienen muss, und hör dir an, was sie nach einer Woche sagt. Diese eine Woche spart dir Jahre Ärger mit einem Tool, das keiner nutzen will.
Total Cost of Ownership
Übliche Preismodelle bei Abwesenheitsmanagement-Software
Der Listenpreis ist selten der Gesamtpreis. Achte auf das ganze Bild.
Verbreitete Abrechnungsmodelle
Das gängigste Modell ist pro aktivem Nutzer pro Monat. Klingt einfach, hat aber Tücken: Zählt jeder Mitarbeitende, auch der, der nur einmal im Jahr Urlaub einträgt? Manche Anbieter rechnen nach der Zahl der angelegten Personen, andere nach tatsächlich aktiven. Bei saisonalen Betrieben mit vielen Aushilfen macht das einen erheblichen Unterschied.
Daneben gibt es Modelle mit Nutzerstaffeln (Preis pro Paket von zum Beispiel zehn oder fünfzig Personen) und selten eine Pauschale unabhängig von der Nutzerzahl. Achte auf die Mindestabnahme. Ein niedriger Preis pro Nutzer bringt nichts, wenn du mindestens zwanzig Lizenzen kaufen musst, aber nur acht Leute hast.
Versteckte Kosten
Worauf du achten musst, weil es gern unter den Tisch fällt:
Einrichtungs- und Onboarding-Gebühren, teils einmalig, teils happig.
Aufpreise für einzelne Funktionen wie Kalender-Integration oder API-Zugang, die im Basispaket fehlen.
Kosten für zusätzliche Administratoren oder für den Support jenseits von E-Mail.
Aufschläge bei jährlicher gegenüber monatlicher Zahlung, oder umgekehrt Rabatte, die dich in einen langen Vertrag binden.
Der Aufwand, der kein Rechnungsposten ist
Die eigentlichen Kosten stecken oft nicht in der Rechnung. Die Zeit für die Ersteinrichtung, das Anlegen aller Mitarbeitenden mit korrekten Ansprüchen, die Schulung, die interne Betreuung. Rechne das mit. Ein Tool, das minimal günstiger ist, aber doppelt so lange zum Einrichten braucht, ist unterm Strich teurer.
Aus der Praxis
Fehler, die in der Praxis wirklich passieren
Das Tool wird gekauft, aber nicht eingeführt
Der klassische Verlauf: Software wird lizenziert, ein paar Testpersonen angelegt, dann kommt das Tagesgeschäft dazwischen. Ein halbes Jahr später zahlt der Betrieb monatlich für ein System, das keiner nutzt, während weiter per Mail Urlaub beantragt wird. Ohne einen festen Einführungstermin und eine verantwortliche Person passiert genau das.
Die Altdaten stimmen nicht
Beim Umstieg werden die Resturlaubsstände aus der alten Tabelle übernommen. Wenn die Tabelle Fehler hatte, wandern die Fehler mit ins neue System und wirken dort auf einmal offiziell und korrekt. Nimm den Umstieg als Anlass, die Stände einmal sauber zu prüfen, bevor du sie überträgst.
Krankheitsgründe landen im Klartext im System
Jemand trägt bei der Krankmeldung die Diagnose ein, weil ein Freitextfeld da ist. Gesundheitsdaten gehören zu den besonders geschützten Daten. Ein Freitextfeld, das jeder Teamleiter sieht, ist ein Datenschutzproblem, das lange schläft und dann unangenehm aufwacht.
Kein Vertreter für den Genehmiger
Die Führungskraft, die alle Urlaubsanträge genehmigt, geht selbst zwei Wochen in Urlaub. In der Zeit bleiben alle Anträge liegen, weil niemand sonst genehmigen darf. Kläre die Vertreterregelung vor dem Livegang, nicht danach.
Zu viele Sonderregeln gleich am Anfang
Mancher will beim Start jede historisch gewachsene Ausnahme abbilden. Das lähmt die Einführung. Starte mit dem Standardfall, der für 90 Prozent gilt, und ergänze die Sonderfälle danach. Sonst wird das Projekt nie fertig.
Compliance
Rechtliche Anforderungen in DACH
Hier bewege ich mich bewusst vorsichtig, weil Rechtslage kein Bauchgefühl verträgt. Für den Einzelfall gilt: Frag deinen Steuerberater, deine Rechtsberatung oder den Datenschutzbeauftragten. Was du bei der Toolauswahl trotzdem im Blick haben musst:
Datenschutz
Abwesenheitsdaten sind personenbezogene Daten, Krankheitsdaten sogar besonders sensibel. Für Betriebe in Deutschland und der EU gilt die DSGVO, in der Schweiz das dortige Datenschutzgesetz. Achte darauf, wo die Daten gespeichert werden (Serverstandort), ob der Anbieter einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung anbietet und ob das System zwischen normalen und besonders geschützten Daten technisch unterscheiden kann. Ein Rollen- und Rechtekonzept ist hier nicht optional.
Aufbewahrung und Nachweisbarkeit
Urlaubsanträge und deren Genehmigung solltest du nachvollziehbar dokumentieren können. Wer hat wann was genehmigt? Ein System, das eine Historie führt, hilft dir, wenn es später zu Streit über Urlaubstage kommt.
Landesspezifische Unterschiede
DACH ist kein einheitlicher Raum. Feiertage unterscheiden sich zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz und innerhalb Deutschlands sogar zwischen den Bundesländern. Wenn du an mehreren Standorten sitzt, muss das Tool die richtigen Feiertagskalender je Standort zuordnen können, sonst rechnet es Urlaubstage falsch. Auch beim gesetzlichen Mindesturlaub gibt es Unterschiede zwischen den Ländern, die das System korrekt hinterlegen können muss.
Betriebliche Mitbestimmung
In Betrieben mit Betriebsrat kann die Einführung eines solchen Systems mitbestimmungspflichtig sein, gerade weil es Verhalten und Leistung erfassen kann. Bezieh den Betriebsrat früh ein, nicht erst, wenn der Vertrag schon unterschrieben ist. Das erspart dir eine Rolle rückwärts.
Playbook
So gehst du die Auswahl konkret an
Schritt 1: Bedarf aufschreiben, bevor du Anbieter ansiehst
Setz dich mit der Person zusammen, die Abwesenheiten heute verwaltet, und notiere: Wie viele Personen? Welche Abwesenheitsarten braucht ihr wirklich? Welche Genehmigungsstufen gibt es? Welche Sonderfälle (Teilzeit, mehrere Standorte, Betriebsrat)? Diese Liste ist dein Maßstab. Ohne sie lässt du dich von Features blenden, die du nie brauchst.
Schritt 2: Longlist auf drei Kandidaten kürzen
Gleich die Kandidaten aussortieren, die deinen Kernbedarf nicht abdecken. Wenn korrekte Teilzeitberechnung dein wichtigstes Kriterium ist und ein Tool das nur umständlich kann, fliegt es raus, egal wie schön es aussieht.
Schritt 3: Echte Tests, nicht nur Demos
Hol dir Testzugänge für die verbliebenen zwei bis drei Kandidaten. Lass die spätere Hauptnutzerin echte Fälle durchspielen: einen Antrag stellen, genehmigen, einen komplizierten Anspruch prüfen, einen Export erzeugen. Notiere, wo es hakt.
Schritt 4: Gesamtkosten über drei Jahre rechnen
Rechne nicht den Monatspreis, sondern die Summe über drei Jahre inklusive Einrichtung, Support und aller Aufpreise für Funktionen, die du brauchst. Vergleich diese Zahl, nicht den Werbepreis.
Schritt 5: Einführung planen, mit Datum und Verantwortlichem
Bevor du unterschreibst, leg fest: Wer richtet ein? Bis wann? Wann ist der Livegang? Wann werden die Mitarbeitenden informiert und kurz geschult? Ein Tool ohne Einführungsplan ist ein Abo, das du zahlst und nicht nutzt.
Schritt 6: Nach drei Monaten prüfen
Setz dir einen Termin drei Monate nach Livegang. Wird das Tool wirklich benutzt? Kommen noch Urlaubsanträge per Mail? Falls ja, liegt es meist nicht am Tool, sondern an fehlender Konsequenz oder einer Hürde, die du beseitigen kannst. Nachjustieren, solange es noch frisch ist.
Wer diese sechs Schritte geht, kauft nicht das lauteste Tool, sondern das, das zu seinem Betrieb passt. Und das ist am Ende die einzige Auswahl, die sich rechnet.
Häufige Fragen
Was Betriebe uns zu Abwesenheitsmanagement-Software am häufigsten fragen
Was ist eine Abwesenheitsmanagement-Software?
+
Eine Abwesenheitsmanagement-Software bildet ab, wer wann und warum nicht anwesend ist, also Urlaub, Krankheit, Fortbildung oder Sonderurlaub. Sie kombiniert Antrag, Genehmigung, Anspruchsberechnung und eine Kalenderübersicht in einem System. Damit ersetzt sie mehrere unabgestimmte Tabellen durch eine einzige verlässliche Quelle.
Was kostet eine Abwesenheitsmanagement-Software?
+
Das gängigste Modell ist ein Preis pro Nutzer pro Monat, daneben gibt es Nutzerstaffeln und seltener Pauschalen. Konkrete Zahlen unterscheiden sich stark je nach Anbieter und Funktionsumfang. Achte neben dem Listenpreis auf Einrichtungsgebühren, Aufpreise für einzelne Funktionen und eine mögliche Mindestabnahme, und rechne die Gesamtkosten über drei Jahre.
Ist Abwesenheitsmanagement dasselbe wie Zeiterfassung?
+
Nein. Zeiterfassung erfasst geleistete Arbeitszeit mit Kommen, Gehen und Pausen. Abwesenheitsmanagement erfasst die geplante oder eingetretene Nichtanwesenheit wie Urlaub und Krankheit. Manche Tools können beides, aber es sind zwei verschiedene Aufgaben, und viele Betriebe brauchen nur den Abwesenheitsteil.
Worauf muss ich beim Datenschutz achten?
+
Abwesenheitsdaten sind personenbezogen, Krankheitsdaten sogar besonders geschützt. Achte auf den Serverstandort, einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung und ein Rollen- und Rechtekonzept, das nicht jeden alles sehen lässt. Vermeide Freitextfelder, in die Diagnosen im Klartext eingetragen werden können, und hol im Zweifel den Datenschutzbeauftragten dazu.
Wie berechnet die Software den Urlaubsanspruch bei Teilzeit?
+
Der Anspruch wird anteilig zur Arbeitszeit berechnet, wobei unterjähriger Eintritt und Vertragsänderungen die Rechnung verkomplizieren. Nicht jedes Tool rechnet solche Fälle korrekt. Teste in der Demo genau deinen kompliziertesten realen Fall und vergleich das Ergebnis mit deiner manuellen Rechnung, bevor du dich festlegst.
Muss der Betriebsrat bei der Einführung beteiligt werden?
+
In Betrieben mit Betriebsrat kann die Einführung mitbestimmungspflichtig sein, weil solche Systeme Verhalten und Leistung erfassen können. Beziehe den Betriebsrat deshalb früh ein und nicht erst nach Vertragsabschluss. Für die konkrete rechtliche Einschätzung solltest du dich an deine Rechtsberatung wenden.
Wie stelle ich sicher, dass das Tool auch genutzt wird?
+
Der häufigste Grund für Nichtnutzung ist eine fehlende Einführung. Leg vor dem Kauf einen Verantwortlichen, ein Einführungsdatum und einen Livegang fest und informiere die Mitarbeitenden. Prüfe nach drei Monaten, ob noch Anträge per Mail kommen, und beseitige die Hürden, solange das Projekt frisch ist.
Kann ich meine Daten später wieder aus der Software exportieren?
+
Das solltest du unbedingt vor dem Kauf klären. Frag den Anbieter, ob sich alle Daten vollständig und in einem lesbaren Format exportieren lassen. Wer den Ausstieg nicht regelt, sitzt später fest, weil ein Wechsel zu aufwendig erscheint.
Käuflich ist ausschließlich die Sichtbarkeit in der gesponserten Zone, immer gekennzeichnet. Die organische Reihenfolge, die Bewertungen und die verifizierten Daten sind nie käuflich und werden serverseitig unabhängig berechnet. Preisangaben tragen Stand und Quelle.