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Finanzindustrie, E-Commerce, produzierende Industrie, Tourismus, Verlage, HR, Bildung, Energie und Stadtwerke
Eine Plattform für automatisierte Kundenkommunikation, die KI-Chatbots, AI-Agents und generative KI einsetzt. Sie ermöglicht Unternehmen, Kundeninteraktionen im Marketing, Sales und Service rund um die Uhr zu automatisieren.
Kernfunktionen
KI-Chatbot mit automatisierter Kundenbetreuung
AI-Agents für definierte Geschäftsprozesse
Knowledge Base für intelligentes Wissensmanagement
Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, IT-Betrieb, Fertigungslogistik sowie allgemeine Geschäftsprozessautomatisierung
Eine Enterprise-Plattform zur Orchestrierung von autonomen KI-Agenten über Teams, Systeme und Prozesse hinweg. Sie nutzt eine eigene Process Reasoning Engine, um geschäftskritische Prozesse eigenständig auszuführen.
Softwareentwicklung und QA-Teams in Unternehmen verschiedener Branchen wie Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, E-Commerce, Versicherungen und Reisebranche
Eine KI-gestützte Testplattform, die automatisiert Tests für Webanwendungen, Mobile-Apps und APIs erstellt, ausführt und wartet. Sie nutzt generative KI, um eigenständig Testfälle zu generieren und bei Änderungen der Anwendung automatisch anzupassen.
Qualitätssicherung und automatisierte Softwaretests in Unternehmen
KI-gestützte Testautomationssoftware, mit der du Testfälle in natürlichem Englisch schreibst statt Code. Das System übersetzt diese Anweisungen automatisch in konkrete Testschritte um.
E-Commerce, Hospitality, Freizeit, Reisen, Finanzdienstleistungen, Bildung, Automobil und andere Branchen
Trengo ist eine Omnichannel-Kommunikationsplattform mit integrierten KI-Agenten, die automatisch bis zu 80% der Kundenanfragen über mehrere Kanäle hinweg bearbeitet. Die Software vereint WhatsApp, E-Mail, Chat, Social Media und Sprachanrufe in einer gemeinsamen Inbox und ermöglicht Automatisierung ohne Programmierkenntnisse.
Kernfunktionen
KI-Agenten zur automatischen Abwicklung von Kundenanfragen
Omnichannel-Inbox für WhatsApp, E-Mail, Instagram, Facebook und Voice
Softwareentwicklung mit KI-Agenten, automatisierte Qualitätssicherung
TestSprite ist eine Testautomatisierungsplattform für KI-native Teams, die automatisch End-to-End-Tests durchführt, indem sie Anwendungen wie ein echter Nutzer bedient. Die Software ermöglicht es KI-Agenten, ihre eigenen Tests zu überprüfen und Fehler selbstständig zu beheben, bevor diese in Produktion gehen.
Kernfunktionen
Automatische Exploration und Prüfung von Live-URLs ohne Installation
End-to-End-, API- und visuelles Regressionstesting
Maschinenlesbare Fehlerberichte mit Behebungsvorschlägen für Agenten
CLI und API-Integration in Entwicklungsumgebungen (IDE, Terminal, CI)
Datengestützte Entscheidungsfindung in Unternehmen verschiedener Branchen (Finanzdienstleistungen, Einzelhandel, Healthcare, Technologie, Supply Chain)
Eine Analytics-Plattform mit eingebauten KI-Agenten, die automatisiert Datenanalysen durchführen und Geschäftsentscheidungen unterstützen. Die Lösung bietet verschiedene spezialisierte Agenten für unterschiedliche Analyse-Aufgaben und lässt sich in bestehende Workflows integrieren.
Qualitätssicherung für mobile Apps, Web-Apps und APIs mit Schwerpunkt auf automatisiertes Testen in skalierbaren Umgebungen
Cloud-Plattform für App- und Browser-Tests mit integrierten KI-Agenten. Die Lösung ermöglicht automatisiertes Testen auf über 5.000 echten mobilen Geräten und 3.000 Browser-Kombinationen.
Kernfunktionen
Test-Generierung aus User-Flows durch KI
Autonome Test-Ausführung und Wartung
Selbstheilende Tests mit automatischer Reparatur fehlerhafter Locators
E-Commerce und Online-Handel, insbesondere zur Kundenbindung, Kundenservice-Automatisierung und WhatsApp-Marketing
Eine Customer-Experience-Plattform, die KI-gestützte Agenten zur Automatisierung von Kundenservice und WhatsApp-Marketing für E-Commerce-Betriebe einsetzt. Die KI-Agenten bearbeiten Kundenchats automatisiert und bieten rund um die Uhr Support.
Kernfunktionen
KI-Agenten für automatisierte Chat-Bearbeitung
KI-Telefonassistent für 24/7-Support
WhatsApp-Chatbot mit automatisierten Antworten
Workflow Builder zur Automatisierung von Support-Prozessen
Unternehmen, die KI-Agenten, Datenanalysen und KI-Anwendungen in Produktionsumgebungen aufbauen und verwalten möchten.
Eine einheitliche Plattform, auf der Nutzer Daten, Analytics und KI-Anwendungen sowie Agenten entwickeln und betreiben können. Sie verbindet eine Transaktionsschicht mit Daten, KI und Governance.
Kernfunktionen
Datenverwaltung und ETL-Orchestrierung
Erstellung und Bereitstellung von ML- und GenAI-Anwendungen
Der Begriff Agentic AI wird gerade sehr weit gedehnt, deshalb fangen wir bei der Abgrenzung an. Ein klassischer Chatbot antwortet auf eine Frage und wartet dann auf die nächste. Eine Agentic AI bekommt ein Ziel und arbeitet mehrere Schritte selbstständig ab, um dorthin zu kommen. Sie plant, ruft dabei Werkzeuge auf (etwa eine Datenbank, eine Suche, ein E-Mail-Postfach oder eine Schnittstelle zu deiner Warenwirtschaft), prüft das Zwischenergebnis und entscheidet, was als Nächstes passiert.
Der Unterschied klingt akademisch, ist im Betrieb aber entscheidend. Ein Assistent, der dir einen Textentwurf schreibt, spart dir ein paar Minuten. Ein Agent, der eine eingehende Bestellung liest, die Verfügbarkeit prüft, eine Auftragsbestätigung erzeugt und den Kollegen im Lager benachrichtigt, greift in einen echten Ablauf ein. Genau da liegt der Nutzen und genau da liegt auch das Risiko.
Was du realistisch erwarten kannst
Eine Agentic AI ist gut darin, klar umrissene, wiederkehrende Aufgaben mit vielen kleinen Schritten zu übernehmen. Sie ist schlecht darin, Aufgaben zu erledigen, die du selbst nicht sauber beschreiben kannst. Wenn ein Ablauf in deinem Kopf existiert, aber nirgends dokumentiert ist, wird der Agent raten, und raten führt zu Fehlern, die du erst spät bemerkst.
Denk in Aufgaben, nicht in Wundern. Ein guter erster Kandidat ist ein Prozess, den heute ein Mensch macht, den du in fünf Sätzen erklären könntest und bei dem ein Fehler nicht sofort teuer wird. Alles, was direkt beim Kunden landet oder Geld bewegt, gehört an den Anfang mit einer Freigabe durch einen Menschen.
Feature-Deep-Dive
Diese Funktionen zählen im Alltag
Werkzeugzugriff und Anbindung
Ein Agent ist nur so nützlich wie die Systeme, an die er andocken darf. Prüf konkret, ob die Software an deine vorhandene Umgebung angebunden werden kann: E-Mail, Kalender, CRM, Warenwirtschaft, Buchhaltung. Frag nicht, ob es "Integrationen" gibt, sondern ob genau deine Systeme dabei sind und wie die Anbindung läuft. Eine fertige Verbindung ist etwas anderes als "kann man über die Schnittstelle selbst bauen".
Nachvollziehbarkeit jeder Aktion
Du brauchst ein Protokoll, das zeigt, was der Agent wann getan hat und warum. Ohne dieses Log kannst du im Fehlerfall nicht rekonstruieren, an welcher Stelle es schiefging. Lass dir in der Demo zeigen, wie so ein Protokoll aussieht, und ob du daraus eine einzelne Entscheidung zurückverfolgen kannst.
Freigabestufen und Grenzen
Eine brauchbare Agentic AI lässt dich festlegen, was der Agent allein darf und wann er einen Menschen fragen muss. Beispiel: Er darf Angebote bis 500 Euro selbst verschicken, darüber muss jemand bestätigen. Diese Grenzen sind kein Beiwerk, sie sind die Basis dafür, dass du das Ding überhaupt produktiv einsetzen kannst.
Verhalten bei Unsicherheit
Wichtiger als das, was ein Agent im Normalfall tut, ist sein Verhalten, wenn er sich nicht sicher ist. Bricht er ab und meldet sich? Oder handelt er trotzdem und produziert etwas Falsches? Frag den Anbieter direkt, was passiert, wenn die Aufgabe unklar ist oder ein System nicht antwortet.
Speicher und Kontext
Manche Agenten merken sich Vorgänge über die Zeit, andere starten jedes Mal bei null. Beides kann sinnvoll sein. Für einen Kundenservice ist Gedächtnis über frühere Anfragen praktisch, gleichzeitig musst du dann klären, wie lange diese Daten gespeichert werden und wer sie sehen kann.
Entscheidungshilfe
Worauf du bei der Auswahl achten solltest
Lass die richtige Person testen
Lass die Software in der Demo von der Person bedienen, die später damit arbeitet, nicht vom Chef und nicht vom IT-Leiter. Der Chef sieht die Präsentation, die Fachkraft sieht die Reibung im Alltag. Gib der Person eine echte Aufgabe aus dem letzten Monat und schau zu, wie lange sie braucht und wo sie hängen bleibt.
Prüf den Ernstfall, nicht die Schauaufgabe
Anbieter zeigen gern den Fall, der perfekt läuft. Bring deinen eigenen, unbequemen Fall mit: die Kundenanfrage mit dem unklaren Betreff, die Rechnung mit dem Sonderrabatt, den Auftrag mit der halb ausgefüllten Adresse. Wie der Agent damit umgeht, sagt dir mehr als jede Hochglanzdemo.
Achte auf den Ausstieg
Bevor du dich bindest, klär, wie du wieder rauskommst. Kannst du deine Daten und die konfigurierten Abläufe exportieren? Oder steckst du nach zwei Jahren fest, weil alles im System des Anbieters liegt? Ein Wechsel ist selten, aber wenn er nötig wird, willst du nicht bei null anfangen.
Unterschätz den Betreuungsaufwand nicht
Ein Agent ist kein Gerät, das du einschaltest und vergisst. Jemand muss ihn einrichten, beobachten und nachjustieren, wenn sich Abläufe ändern. Klär vorher, wer diese Rolle intern übernimmt. Wenn es niemanden gibt, wird das Projekt scheitern, egal wie gut das Tool ist.
Das sagt unser Experte zu Agentic AI
Markus Laue, Gründer von Toolfolio
Der Fehler, den ich am häufigsten sehe: Betriebe automatisieren einen Ablauf, den sie selbst nie sauber aufgeschrieben haben. Der Prozess lebt im Kopf von zwei Kollegen, und der Agent soll ihn dann übernehmen. Dabei kommt heraus, dass die eine Kollegin es anders macht als der andere, und der Agent rät sich irgendwas zusammen. Ich sage inzwischen jedem: Erst den Prozess auf ein Blatt Papier, dann über Software reden. Oft löst sich die Hälfte der Probleme schon beim Aufschreiben.
Total Cost of Ownership
Übliche Preismodelle bei Agentic AI
Die Preisschilder sind bei dieser Kategorie schwerer zu lesen als bei normaler Software, weil ein Teil der Kosten nutzungsabhängig ist. Ich beschreibe hier die Modelle, die dir begegnen, ohne Zahlen zu nennen, weil die je nach Anbieter stark schwanken.
Grundgebühr plus Verbrauch
Häufig zahlst du eine feste monatliche Gebühr und darüber hinaus etwas pro Nutzung. Nutzung kann heißen: pro bearbeiteter Aufgabe, pro Aktion, pro verarbeiteter Datenmenge. Das Tückische ist, dass ein Agent für eine einzige Aufgabe viele einzelne Schritte macht. Eine scheinbar kleine Aufgabe kann intern teuer sein. Lass dir für einen deiner echten Anwendungsfälle eine Beispielrechnung machen.
Preis pro Platz
Manche verlangen pro Nutzer, der den Agenten bedient. Das ist berechenbar, passt aber nicht immer zur Realität, weil ein Agent oft im Hintergrund für viele Leute arbeitet, ohne dass die ihn direkt anfassen.
Versteckte Nebenkosten
Rechne die Posten mit ein, die nicht auf der Preisliste stehen: die Einrichtung, die Anbindung deiner Systeme (oft ein separates Projekt), die Schulung deiner Leute und die laufende Betreuung. Bei mancher Software ist die Lizenz der kleinere Teil und die Einführung der größere. Frag nach den einmaligen Kosten getrennt von den laufenden.
Der Kostenfehler, den ich oft sehe
Betriebe rechnen mit dem Testmonat, in dem drei Leute vorsichtig ein paar Aufgaben durchlaufen lassen. Im Echtbetrieb läuft der Agent dann täglich hundertfach, und die verbrauchsabhängigen Kosten sehen ganz anders aus. Bevor du unterschreibst, hochrechnen auf dein reales Volumen, nicht auf das Testvolumen.
Aus der Praxis
Fehler, die in der Praxis wirklich passieren
Zu großer erster Schritt
Der häufigste Fehler ist, mit dem wichtigsten Prozess anzufangen, weil dort das meiste Geld liegt. Genau dort tut ein Fehler aber am meisten weh und das Vertrauen ist schnell weg. Fang mit einem Ablauf an, bei dem ein Fehler ärgerlich, aber nicht gefährlich ist.
Keine Freigabe eingebaut
Ein Betrieb lässt den Agenten Kundenmails eigenständig beantworten, ohne dass jemand vorher draufschaut. Solange alles glatt läuft, merkt niemand etwas. Der eine Fall, in dem der Agent eine falsche Zusage macht, kostet dann einen Kunden. Baue am Anfang immer eine menschliche Freigabe ein und lockere sie erst, wenn du der Sache vertraust.
Niemand fühlt sich zuständig
Der Agent wird eingeführt, dann kümmert sich niemand. Abläufe ändern sich, der Agent macht weiter wie bisher und produziert schleichend Fehler. Nach einem halben Jahr traut ihm keiner mehr und er wird abgeschaltet. Ohne einen benannten Verantwortlichen passiert genau das.
Blindes Vertrauen ins Ergebnis
Weil die Ausgabe sauber formuliert klingt, wird sie für richtig gehalten. Eine Agentic AI kann sehr überzeugend danebenliegen. Die ersten Wochen brauchst du eine Kontrolle, die nicht nur schaut, ob etwas passiert ist, sondern ob das Richtige passiert ist.
Prozess war nie sauber definiert
Wer einen chaotischen Ablauf automatisiert, bekommt einen schnelleren chaotischen Ablauf. Bevor du automatisierst, schreib den Prozess einmal von Hand auf. Oft merkst du dabei, dass die Hälfte der Probleme gar nichts mit Technik zu tun hatte.
Compliance
Rechtliche Anforderungen in DACH
Ich bin kein Anwalt, und das hier ersetzt keine Rechtsberatung. Aber es gibt Punkte, die du kennen musst, bevor du startest.
Datenschutz
Sobald der Agent personenbezogene Daten verarbeitet (Kundennamen, Adressen, E-Mails), gilt die DSGVO. Du brauchst mit dem Anbieter einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Klär, wo die Daten verarbeitet werden. Liegt die Verarbeitung außerhalb der EU, brauchst du eine tragfähige Rechtsgrundlage dafür. Frag konkret, in welchem Land die Systeme stehen und ob Unterauftragnehmer beteiligt sind.
Transparenz gegenüber Betroffenen
Wenn ein Agent selbstständig mit Kunden kommuniziert, solltest du klären, ob und wie du darauf hinweist, dass hier eine Maschine antwortet. Der Trend in der Regulierung geht klar in Richtung Kennzeichnung. Es ist auch schlicht fair.
Der EU AI Act
Die europäische KI-Verordnung stuft Systeme nach Risiko ein und knüpft daran Pflichten. Für viele einfache Anwendungsfälle sind die Anforderungen überschaubar, für sensible Bereiche (etwa Personalentscheidungen) deutlich strenger. Kläre für deinen konkreten Einsatz, in welche Kategorie er fällt, statt pauschal anzunehmen, es sei unkritisch.
Verantwortung bleibt bei dir
Wichtig: Die rechtliche Verantwortung für das, was der Agent tut, liegt bei dir, nicht beim Anbieter. Wenn der Agent eine falsche Rechnung stellt oder eine unzulässige Aussage macht, stehst du gerade. Genau deshalb sind Protokoll und Freigabestufen keine Kür.
Mitbestimmung
Wenn du einen Betriebsrat hast und der Agent Arbeit von Mitarbeitenden übernimmt oder deren Leistung berührt, ist das oft mitbestimmungspflichtig. Hol den Betriebsrat früh dazu, nicht erst nach der Kaufentscheidung.
Playbook
So gehst du die Auswahl konkret an
Schritt 1: Einen Prozess auswählen
Such genau einen Ablauf, der wiederkehrend ist, klar beschreibbar und bei dem ein Fehler nicht sofort teuer wird. Schreib ihn Schritt für Schritt auf, so wie ihn heute ein Mensch macht.
Schritt 2: Erfolg vorher definieren
Leg fest, woran du in acht Wochen erkennst, ob es funktioniert hat. Zum Beispiel: Wie viele Vorgänge liefen ohne Korrektur durch, wie viel Zeit hat es gespart. Ohne diese Messlatte redest du hinterher über Gefühle.
Schritt 3: Zwei bis drei Anbieter mit deinem Fall testen
Gib jedem denselben echten Fall und dieselbe Erfolgsdefinition. Lass die Fachkraft testen, die später arbeitet. Bring den unbequemen Sonderfall mit.
Schritt 4: Kosten hochrechnen
Nimm dein reales Monatsvolumen und lass dir dafür eine Kostenschätzung geben, inklusive Einrichtung, Anbindung und Betreuung. Nicht das Testvolumen.
Schritt 5: Compliance klären
Hol Vertrag zur Auftragsverarbeitung, kläre den Speicherort der Daten und, falls nötig, den Betriebsrat, bevor du unterschreibst.
Schritt 6: Klein starten mit Freigabe
Geh mit einem Prozess und eingebauter menschlicher Freigabe live. Beobachte, korrigiere, und lockere die Kontrolle erst, wenn die Ergebnisse über Wochen stabil sind. Danach nimmst du dir den nächsten Prozess vor. Diese Reihenfolge ist langsamer und deutlich seltener ein Reinfall.
Häufige Fragen
Was Betriebe uns zu Agentic AI am häufigsten fragen
Was ist der Unterschied zwischen Agentic AI und einem Chatbot?
+
Ein Chatbot antwortet auf einzelne Fragen und wartet dann auf die nächste Eingabe. Eine Agentic AI bekommt ein Ziel und arbeitet mehrere Schritte selbstständig ab, ruft dabei Werkzeuge wie Datenbanken oder E-Mail auf und entscheidet, was als Nächstes passiert. Der praktische Unterschied ist, dass ein Agent aktiv in echte Abläufe eingreift, statt nur Text zu liefern.
Für welche Aufgaben lohnt sich Agentic AI im Betrieb?
+
Gut geeignet sind wiederkehrende Aufgaben mit vielen kleinen Schritten, die du in wenigen Sätzen klar beschreiben kannst. Der ideale erste Anwendungsfall ist ein Prozess, bei dem ein Fehler ärgerlich, aber nicht sofort teuer ist. Aufgaben, die direkt beim Kunden landen oder Geld bewegen, gehören zunächst mit menschlicher Freigabe eingerichtet.
Wie viel kostet eine Agentic AI?
+
Die Preise schwanken je nach Anbieter stark, deshalb lässt sich keine allgemeine Zahl nennen. Verbreitet ist eine feste Grundgebühr plus verbrauchsabhängige Kosten pro Aufgabe oder Aktion, teils auch ein Preis pro Nutzer. Rechne zusätzlich mit einmaligen Kosten für Einrichtung, Systemanbindung und Schulung, und lass dir eine Kostenschätzung für dein reales Volumen geben.
Ist der Einsatz von Agentic AI in der EU DSGVO-konform möglich?
+
Ja, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Sobald personenbezogene Daten verarbeitet werden, brauchst du einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit dem Anbieter und musst wissen, wo die Daten verarbeitet werden. Bei Verarbeitung außerhalb der EU brauchst du eine tragfähige Rechtsgrundlage. Die Verantwortung für das Ergebnis bleibt in jedem Fall bei dir.
Was passiert, wenn die Agentic AI einen Fehler macht?
+
Die rechtliche und wirtschaftliche Verantwortung liegt bei deinem Betrieb, nicht beim Anbieter. Deshalb sind ein lückenloses Protokoll aller Aktionen und einstellbare Freigabestufen so wichtig. Damit kannst du nachvollziehen, an welcher Stelle etwas schiefging, und den Agenten so einstellen, dass er kritische Schritte einem Menschen zur Bestätigung vorlegt.
Kann ich meine Daten wieder aus dem System herausbekommen?
+
Das solltest du vor Vertragsabschluss klären, nicht danach. Frag konkret, ob du deine Daten und die konfigurierten Abläufe exportieren kannst und in welchem Format. Wenn ein Export nicht möglich ist, steckst du bei einem späteren Wechsel fest und musst von vorne anfangen.
Wer muss sich im Betrieb um die Agentic AI kümmern?
+
Ein Agent ist keine Software, die man einmal einschaltet und vergisst. Jemand muss ihn einrichten, im Betrieb beobachten und nachjustieren, wenn sich Abläufe ändern. Benenne vor dem Start eine verantwortliche Person, sonst produziert der Agent nach einiger Zeit schleichend Fehler, weil niemand ihn an neue Gegebenheiten anpasst.
Braucht der Betriebsrat bei der Einführung ein Mitspracherecht?
+
Wenn ein Agent Arbeit von Mitarbeitenden übernimmt oder deren Leistung berührt, ist das häufig mitbestimmungspflichtig. Hol den Betriebsrat früh dazu, idealerweise vor der Kaufentscheidung, statt ihn vor vollendete Tatsachen zu stellen. Die genaue Bewertung hängt vom Einzelfall ab und sollte rechtlich geprüft werden.
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