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Kategorie · Gesundheit & PflegeZuletzt aktualisiert 12.9.2026

Elektronische Patientenakten für Geburtshilfe/Gynäkologie

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Zone · Organisch

10 Tools im Vergleich

Serverseitig sortiert nach Vollständigkeit und verifizierten Bewertungen. Nicht käuflich.

#01
inSuite
Doc Cirrus
Arztpraxen, medizinische Versorgungszentren und fachübergreifende Einrichtungen, mit Unterstützung für verschiedene Fachbereiche wie Allgemeinmedizin, Dermatologie, Gynäkologie und Orthopädie

inSuite ist ein browserbasieres Praxisverwaltungssystem für Arztpraxen und medizinische Versorgungszentren. Die modulare Software unterstützt Patientenakten, Terminplanung, Abrechnung nach EBM und GOÄ sowie digitale Dokumentation in einer integrierten Oberfläche.

Kernfunktionen
  • Patientenverwaltung und digitale Dokumentation
  • Termin- und Ressourcenplanung
  • Abrechnung nach EBM, GOÄ und HzV
  • KI-gestützte Dokumentationsassistenz
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#02
Pabau
Pabau
Chiropraktik, Osteopathie, Physiotherapie, Sportmedizin, Psychotherapie, medizinische Ästhetik und weitere medizinische Fachbereiche

Pabau ist eine Praxisverwaltungs- und klinische Softwarelösung für medizinische Betriebe, die verschiedene Module für Patientenverwaltung, Terminplanung, Abrechnung und Marketing integriert. Das System richtet sich an unterschiedliche medizinische Fachrichtungen, einschließlich Chiropraktik.

Kernfunktionen
  • Elektronische Patientenakten (EMR) mit Formularen und Charting
  • Online-Terminbuchung und Kalenderführung
  • Telehealth-Funktionen
  • Abrechnungs- und Bezahlungsverwaltung
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#03
vitomed
Vitodata AG
Einzelpraxen, Gemeinschaftspraxen, Gruppenpraxen und Tageskliniken; einsetzbar für Hausärzte, Fachärzte und Belegärzte aller medizinischen Fachrichtungen

Praxissoftware für Arztpraxen in der Schweiz und Liechtenstein. Die Software unterstützt verschiedene Fachrichtungen und Organisationsformen und kann individuell konfiguriert werden.

Kernfunktionen
  • Patientenmanagement
  • Praxismanagement
  • Geräteanbindungen
  • Digitale Arztpraxis und eHealth-Anbindungen
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#04
tomedo
tomedo (Unternehmen)
Arbeitsmedizinische Praxen und weitere medizinische Fachrichtungen

Arztsoftware für Mac, iPad und iPhone, die Praxen aller Fachrichtungen einschließlich Arbeitsmedizin bei der Verwaltung und Organisation unterstützt. Die Software bietet Funktionen wie Patientenverwaltung, Terminkalender, digitale Formulare und Dokumentation.

Kernfunktionen
  • Digitale Patientenformulare
  • Terminkalender und Anmeldung
  • Patientendokumentation und Behandlungsplanung
  • KI-gestützte Schreibassistenz für Befunde und Anamnesen
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#05
medatixx
medatixx
Arztpraxen und psychotherapeutische Praxen

Praxissoftware für Arztpraxen mit automatischen Updates, Terminplaner und mobiler Datenzugriff. Das System unterstützt die tägliche Praxisorganisation und ist auf die Anforderungen von Arztpraxen ausgerichtet.

Kernfunktionen
  • Automatische Selbst-Updates
  • Mobiler Datenzugriff
  • Terminplaner
  • Online-Terminmanagement
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#06
Latido
Latido
Ordinationen von Wahlärztinnen, Ärzten und Therapeuten in Österreich

Webbasierte All-in-One-Praxissoftware für Ärzte und Therapeuten mit Funktionen für Patientenverwaltung, Terminplanung, Finanzverwaltung und Arzt-Patienten-Kommunikation. Die Software läuft plattformunabhängig im Browser und ist von jedem Gerät erreichbar.

Kernfunktionen
  • Kalender mit Online-Terminbuchung
  • Patientenverwaltung und Krankengeschichte
  • Finanzverwaltung und Registrierkasse
  • Honorarnoten-Einreichung (WAHonline)
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99 EUR pro Monat
Listenpreis, unverifiziert · Stand 22.08.2026
#07
NEXUS Klinikinformationssystem (KISNG) mit Fachanwendungen für Gynäkologie
NEXUS Schweiz AG
Spitäler, Reha-Kliniken und spezialisierte medizinische Fachabteilungen im Gesundheitswesen

Integrierte Softwarelösung für Spitäler und Kliniken mit spezialisierten Fachanwendungen für verschiedene medizinische Bereiche einschliesslich Gynäkologie. Das System unterstützt klinische Arbeitsabläufe und ermöglicht die Integration hochspezialisierter Fachanwendungen über Abteilungsgrenzen hinweg.

Kernfunktionen
  • Klinikinformationssystem KISNG als zentrale Plattform
  • Speziallösungen für medizinische Fachabteilungen wie Gynäkologie
  • Tiefenintegration von eHealth-Lösungen einschliesslich EPD
  • Mobile Funktionalität
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#08
Eterno Cloud
Eterno
Arztpraxen verschiedener Fachbereiche (Allgemeinmedizin, Dermatologie, Gynäkologie, Kardiologie, Orthopädie, Psychotherapie und weitere)

Cloudbasierte Praxissoftware für Arztpraxen mit digitaler Patientenakte, Online-Terminbuchung und KI-gestützten Automatisierungsfunktionen. Die Lösung ist DSGVO-konform, ISO 27001-zertifiziert und wird in Deutschland gehostet.

Kernfunktionen
  • Digitale Patientenakte mit One-Klick-Dokumentation
  • Online-Buchung für 24/7 Terminvergabe
  • Digitale Formulare mit rechtssicherer Signatur
  • KI-gestützte Praxisautomatisierung
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Auf Anfrage
Listenpreis, unverifiziert · Stand 22.08.2026
#09
MediCloud Med
Arztpraxen, Allgemeinmediziner, Fachärzte, Psychotherapeuten und Therapeuten in der Schweiz

Cloudbasierte Praxissoftware für Ärzte und Therapeuten in der Schweiz zur Verwaltung von Patienten, Terminen, Abrechnung und Praxisorganisation. Die Software unterstützt verschiedene Fachrichtungen mit spezialisierten Funktionen.

Kernfunktionen
  • Terminplanung und Patientenverwaltung
  • Abrechnung mit Krankenkassenintegration
  • Behandlung klonen und anpassen
  • Triage-Funktion für Notfallpraxen
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#10
medatixx für Frauenarztpraxen
tbs Computer-Systeme
Frauenarztpraxen, Gynäkologie-Praxen

Praxisverwaltungssoftware für Frauenarztpraxen, die Patientenverwaltung, Abrechnungsprozesse und digitale Zusatzfunktionen integriert. Die Lösung wird von tbs als spezialisiertem IT-Dienstleister für das Gesundheitswesen betrieben und unterstützt.

Kernfunktionen
  • Praxisverwaltung und Patientenverwaltung
  • Abrechnungsunterstützung
  • Online-Terminvergabe (x.webtermin)
  • Videosprechstunde (x.onvid)
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Preis
444,00 EUR monatlich zzgl. Mehrwertsteuer
Listenpreis, unverifiziert · Stand 12.09.2026
Grundverständnis

Was eine Elektronische Patientenakten für Geburtshilfe/Gynäkologie wirklich leistet

Eine elektronische Patientenakte für Geburtshilfe und Gynäkologie ist mehr als eine digitale Karteikarte. Sie bildet einen Behandlungsverlauf ab, der sich über Monate zieht (bei einer Schwangerschaft von der Erstvorstellung bis zum Wochenbett) und der viele verschiedene Datentypen verbindet: Anamnese, Zyklusdaten, Laborwerte, Ultraschallbefunde, CTG-Aufzeichnungen, Impfstatus und die Dokumentation der Geburt selbst.

Der Unterschied zu einer allgemeinen Praxissoftware liegt im Fachkontext. Eine gynäkologische Akte muss mit Schwangerschaftswochen rechnen, den errechneten Geburtstermin führen, den Mutterpass abbilden und Vorsorgeintervalle nach den Mutterschaftsrichtlinien vorschlagen. Wer eine allgemeine Akte nimmt und das alles per Freitext nachbaut, verliert genau die Struktur, die später Auswertungen und Sicherheit bringt.

Wichtig ist zu verstehen, was das Werkzeug leistet und was nicht. Es dokumentiert, es strukturiert, es erinnert an Fristen und es verbindet Geräte mit der Akte. Es trifft keine medizinischen Entscheidungen und ersetzt keine ärztliche Beurteilung. Wenn ein Anbieter in der Demo den Eindruck erweckt, die Software "warnt automatisch bei Risiken", solltest du genau nachfragen, worauf diese Warnung basiert und wer haftet.

Wo die Akte im Betriebsablauf sitzt

In der Praxis läuft die Akte selten allein. Sie hängt am Terminkalender, an der Abrechnung, am Laboranbindungs-System und oft an der Geräteanbindung (Ultraschall, CTG). Je nachdem, ob du eine reine Praxis, ein MVZ oder eine Klinikabteilung betreibst, verschiebt sich der Schwerpunkt. In der Klinik zählt die Anbindung an das übergeordnete Krankenhausinformationssystem, in der Praxis eher die Anbindung an die Kassenabrechnung und die Telematikinfrastruktur.

Feature-Deep-Dive

Diese Funktionen zählen im Alltag

Mutterpass und Schwangerschaftsverlauf

Die zentrale Funktion für die Geburtshilfe ist die strukturierte Abbildung des Schwangerschaftsverlaufs. Achte darauf, dass die Software den errechneten Termin sauber berechnet und bei jedem Termin die aktuelle Schwangerschaftswoche automatisch zeigt. Prüfe in der Demo, ob sich Werte wie Fundusstand, Blutdruck, Gewicht und Ödeme über den Verlauf hinweg als Kurve darstellen lassen. Eine Tabelle mit 40 Zeilen liest niemand, eine Verlaufskurve erkennt die Ärztin in zwei Sekunden.

Geräteanbindung

Ultraschallbilder und CTG-Kurven gehören in die Akte, nicht in einen separaten Ordner auf dem Ultraschallrechner. Frag konkret, welche Geräte über welchen Standard angebunden werden (oft DICOM für Bilder, GDT für Messwerte). Lass dir zeigen, wie ein Bild vom Gerät in der Akte landet. Wenn dabei ein USB-Stick oder ein manueller Export vorkommt, ist das im Alltag eine Fehlerquelle.

Zyklus- und Kinderwunschdokumentation

Im gynäkologischen Teil zählt die Zyklusdokumentation, die Verhütungsberatung und, wo relevant, die Kinderwunschbehandlung mit ihren vielen Terminen und Medikationsschritten. Diese Verläufe sind engmaschig und fehleranfällig. Prüfe, ob sich Behandlungsprotokolle als wiederkehrende Vorlagen anlegen lassen, statt jeden Schritt neu zu tippen.

Labor und Vorsorge

Laboranbindung spart täglich Zeit. Werte sollten automatisch in die Akte kommen und den richtigen Feldern zugeordnet werden. Bei der Vorsorge hilft eine Erinnerung an fällige Untersuchungen (Zervixabstrich, Untersuchungen nach den Mutterschaftsrichtlinien). Achte darauf, dass diese Erinnerungen abschaltbar und anpassbar sind, sonst gehen echte Hinweise im Rauschen unter.

Dokumentation der Geburt

Wenn du Geburtshilfe anbietest, brauchst du eine strukturierte Geburtsdokumentation: Wehenverlauf, Geburtsmodus, APGAR, Versorgung von Mutter und Kind. Prüfe, ob sich diese Daten später für die Perinatalerhebung nutzen lassen, ohne dass jemand alles doppelt eintippt.

Zusammenarbeit im Team

Gerade Hebammen, Ärztinnen und MFA arbeiten an derselben Akte. Rollen und Rechte müssen sauber trennbar sein. Prüfe, ob mehrere Personen gleichzeitig in einer Akte arbeiten können, ohne sich gegenseitig Einträge zu überschreiben.

Entscheidungshilfe

Worauf du bei der Auswahl achten solltest

Lass die richtige Person testen

Der wichtigste Punkt zuerst: Lass die Software in der Demo von der Person bedienen, die später täglich damit arbeitet, nicht von der Praxisleitung und nicht vom Vertrieb. Gib der MFA eine konkrete Aufgabe, etwa "leg eine neue Schwangere an und dokumentiere den ersten Vorsorgetermin". Wenn sie dafür durch fünf Menüs klickt, wird das den ganzen Tag lang jede Akte kosten.

Datenmigration ehrlich klären

Wenn du aus einem bestehenden System wechselst, ist die Migration oft der teuerste und riskanteste Teil. Frag konkret: Welche Daten kommen strukturiert rüber, welche nur als PDF-Anhang, welche gar nicht? Verlangt der Anbieter dafür einen Festpreis oder rechnet er nach Aufwand? Lass dir eine Testmigration mit echten (anonymisierten) Daten zeigen, bevor du unterschreibst.

Anbindung an bestehende Systeme

Kläre vor dem Kauf, ob die Akte mit deiner Abrechnung, deinem Kalender und deinen Geräten spricht. Ein Tool, das isoliert perfekt ist, aber nichts anbindet, erzeugt Doppelarbeit. Frag nach konkreten Schnittstellen und ob diese im Grundpreis enthalten sind oder extra kosten.

Betriebsmodell

Entscheide früh, ob du eine Server-Installation vor Ort willst oder eine Cloud-Lösung. Beides hat Konsequenzen: Vor Ort brauchst du Wartung und Backups selbst, in der Cloud brauchst du eine stabile Internetverbindung und Vertrauen in den Hosting-Standort. Für Gesundheitsdaten ist der Serverstandort ein echtes Kriterium, nicht nur ein Detail.

Support und Erreichbarkeit

Wenn am Montagmorgen die Akte nicht startet und dein Wartezimmer voll ist, zählt jede Minute. Frag nach den Support-Zeiten, nach der üblichen Reaktionszeit und ob Support auf Deutsch verfügbar ist. Lass dir das schriftlich geben, nicht mündlich versprechen.

Markus Laue
Das sagt unser Experte zu Elektronische Patientenakten für Geburtshilfe/Gynäkologie
Markus Laue, Gründer von Toolfolio

Der Fehler, den ich am häufigsten sehe: Die Praxisleitung entscheidet allein, weil die Demo überzeugt hat, und niemand fragt die Person, die täglich damit arbeitet. Vier Wochen später umgeht das Team die Akte, weil jeder Handgriff zu umständlich ist, und dokumentiert wieder auf Zetteln. Ab dann zahlst du für eine teure Software und hast trotzdem die alten Probleme. Ich sage jedem: Lass die MFA und die Hebamme in der Demo selbst tippen, nicht zusehen. Was da hakt, hakt später jeden einzelnen Tag.

Total Cost of Ownership

Übliche Preismodelle bei Elektronische Patientenakten für Geburtshilfe/Gynäkologie

Der Kaufpreis ist selten der ganze Preis. Bei Praxissoftware siehst du meist eine von zwei Grundformen: eine einmalige Lizenz mit laufender Wartungsgebühr, oder ein Abo-Modell (monatlich oder jährlich, oft pro Arbeitsplatz oder pro Nutzerin). Beide können am Ende ähnlich teuer sein, verteilen die Kosten aber unterschiedlich.

Was zusätzlich zum Grundpreis kommt

Rechne mit diesen Posten, auch wenn sie im ersten Angebot nicht auftauchen:

  • Einrichtung und Ersteinrichtung der Praxisdaten
  • Datenmigration aus dem Altsystem
  • Schulung des Teams (oft pro Person oder pro Tag)
  • Schnittstellen zu Labor, Geräten und Abrechnung
  • Updates und Wartung, wenn nicht im Abo enthalten
  • Support-Pakete über die Grundleistung hinaus
  • Hardware, falls eine Server-Lösung nötig ist

Versteckte Kosten, die später auffallen

Achte auf die Frage, was passiert, wenn du kündigst. Kommst du an deine Daten? In welchem Format? Kostet der Export extra? Ich habe Betriebe gesehen, die beim Wechsel mehr für den Datenexport gezahlt haben als für ein Jahr Lizenz. Kläre das vor dem Vertrag, nicht danach.

Ein zweiter Punkt sind die Kosten pro Arbeitsplatz. Wenn du wächst und eine Kollegin dazukommt, wie teuer wird der zusätzliche Zugang? Bei Abo-Modellen ist das meist klar geregelt, bei Lizenzmodellen manchmal überraschend teuer.

Wie du sauber vergleichst

Rechne nicht den Monatspreis, sondern die Gesamtkosten über drei bis fünf Jahre. Nimm in beide Angebote dieselben Annahmen: gleiche Anzahl Arbeitsplätze, gleiche Schnittstellen, gleicher Support-Umfang. Erst dann vergleichst du Äpfel mit Äpfeln. Ein günstiger Grundpreis mit teuren Schnittstellen kann teurer sein als ein höherer Grundpreis mit allem inklusive.

Aus der Praxis

Fehler, die in der Praxis wirklich passieren

Die Entscheidung ohne das Team

Der häufigste Fehler ist eine Auswahl, die nur die Leitung trifft. Die Software wird gekauft, weil sie in der Vertriebsdemo überzeugt hat, und dann merkt das Team im Alltag, dass jeder Handgriff drei Klicks zu viel hat. Ab dann wird die Akte umgangen: Notizen auf Zetteln, Werte im Kopf, Doppeldokumentation. Das ist teurer als jede Lizenz.

Migration unterschätzt

Ein Betrieb wechselt zum Quartalsbeginn und geht davon aus, dass die alten Daten "schon irgendwie" mitkommen. Am ersten Tag mit dem neuen System fehlen dann Verläufe, Laborwerte hängen im falschen Feld, und die Schwangerschaftswochen stimmen nicht. Plane die Migration Wochen vorher und teste sie mit echten Beispielakten.

Schulung als Nachgedanke

Eine Stunde Schulung für ein System, mit dem täglich gearbeitet wird, reicht nicht. Wenn das Team unsicher ist, entstehen Fehler in genau den sensiblen Bereichen: falsche Zuordnung von Befunden, vergessene Vorsorgen. Plan lieber eine Begleitung über die ersten Wochen ein, nicht nur einen Einführungstag.

Alles ausschalten, was erinnert

Manche Teams schalten nach zwei Wochen alle Erinnerungen ab, weil sie nerven. Dann fehlt die Erinnerung an fällige Untersuchungen genau dann, wenn sie wichtig wäre. Besser ist, die Erinnerungen von Anfang an sinnvoll zu konfigurieren, statt sie komplett zu deaktivieren.

Kein Notfallplan

Was, wenn das System ausfällt? Wer weiß, wie man auf Papier weiterarbeitet und die Daten später nachträgt? Ein Betrieb ohne diesen Plan steht bei jeder Störung still. Das gehört einmal durchgesprochen, bevor der Ernstfall kommt.

Compliance

Rechtliche Anforderungen in DACH

Gesundheitsdaten gehören zu den besonders schützenswerten Daten. In Deutschland gilt die DSGVO zusammen mit dem Bundesdatenschutzgesetz, in Österreich die DSGVO mit dem österreichischen Datenschutzgesetz, in der Schweiz das revidierte Datenschutzgesetz. Die Grundlinie ist überall ähnlich: Du musst nachweisen können, dass die Daten sicher verarbeitet werden und dass nur befugte Personen Zugriff haben.

Auftragsverarbeitung

Wenn dein Anbieter Daten für dich hostet oder verarbeitet, brauchst du einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Das ist keine Formalie, das ist Pflicht. Frag beim Anbieter aktiv danach und lies, wo die Daten liegen und wer Zugriff hat. Ein Serverstandort außerhalb der EU wirft zusätzliche Fragen auf, die du vor dem Vertrag klären solltest.

Zugriffsrechte und Protokollierung

Die Software sollte nachvollziehbar machen, wer wann welche Akte geöffnet und geändert hat. Diese Protokollierung ist nicht nur Datenschutz, sie schützt auch dein Team, wenn später Fragen zur Dokumentation aufkommen. Prüfe in der Demo, ob sich Zugriffe nachvollziehen lassen.

Aufbewahrung

Medizinische Dokumentation unterliegt Aufbewahrungsfristen, die je nach Behandlungsart unterschiedlich lang sind. Für geburtshilfliche Unterlagen gelten teils lange Fristen. Die Software muss Daten so lange sicher vorhalten und darf sie nicht vorzeitig löschen. Kläre, wie das System mit dem Ende von Fristen umgeht.

Telematikinfrastruktur

In Deutschland ist die Anbindung an die Telematikinfrastruktur für viele Praxen relevant, ebenso die elektronische Patientenakte im Sinne der gesetzlichen Regelung. Prüfe, ob und wie die Software das unterstützt. Die Anforderungen ändern sich, deshalb ist wichtig, dass der Anbieter hier aktiv nachzieht und dich informiert.

Diese Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung. Bei Unsicherheit ziehst du eine Fachperson für Datenschutz im Gesundheitswesen hinzu, gerade bei der Vertragsprüfung.

Playbook

So gehst du die Auswahl konkret an

Schritt 1: Anforderungen aufschreiben

Setz dich mit dem Team zusammen und schreib auf, was die Akte können muss. Trenne dabei Pflicht von Wunsch. Pflicht ist zum Beispiel die Geräteanbindung an deinen Ultraschall, Wunsch ist vielleicht eine App für Patientinnen. Ohne diese Liste vergleichst du später Bauchgefühle statt Fakten.

Schritt 2: Vorauswahl treffen

Such drei bis vier Anbieter, die zu deinem Betriebstyp passen (Praxis, MVZ, Klinikabteilung). Schau dir dazu die Vergleichsübersicht oben auf dieser Seite an. Sortier grob nach Betriebsmodell und Preisform, damit du nur passende Kandidaten einlädst.

Schritt 3: Demo mit echten Aufgaben

Gib jedem Anbieter dieselben zwei oder drei konkreten Aufgaben aus deinem Alltag. Lass die spätere Nutzerin bedienen. Miss grob, wie lange ein typischer Vorgang dauert. Notiere, wo es hakt. So werden die Unterschiede sichtbar, die im Verkaufsgespräch untergehen.

Schritt 4: Referenzen einholen

Frag den Anbieter nach zwei bis drei Praxen ähnlicher Größe, die das System nutzen. Ruf dort an und frag konkret: Wie lief die Umstellung? Wie ist der Support? Was würdet ihr heute anders machen? Diese Gespräche sind ehrlicher als jede Broschüre.

Schritt 5: Gesamtkosten rechnen

Hol dir für die zwei besten Kandidaten ein vollständiges Angebot mit allen Posten (Einrichtung, Migration, Schulung, Schnittstellen, Support). Rechne die Gesamtkosten über drei bis fünf Jahre mit identischen Annahmen.

Schritt 6: Vertrag und Ausstieg prüfen

Bevor du unterschreibst, lies die Ausstiegsbedingungen. Kläre den Datenexport, die Kündigungsfrist und den Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Ein Anbieter, der beim Thema Datenexport ausweicht, ist ein Warnsignal.

Schritt 7: Umstellung planen

Leg einen Termin fest, an dem wenig los ist, nicht mitten in der Hochsaison. Plan eine Testmigration, eine Schulung und eine Begleitphase ein. Halt das Altsystem eine Zeit lang lesend verfügbar, falls Daten fehlen. So bleibt der Betrieb auch am ersten Tag mit dem neuen System handlungsfähig.

Wer diese sieben Schritte diszipliniert durchgeht, kauft keine Software aus dem Bauch heraus, sondern trifft eine Entscheidung, die auch in drei Jahren noch trägt.

Häufige Fragen

Was Betriebe uns zu Elektronische Patientenakten für Geburtshilfe/Gynäkologie am häufigsten fragen

Was kostet eine elektronische Patientenakte für die Gynäkologie?

Feste Preise lassen sich nicht seriös nennen, da sie stark vom Betriebstyp, der Anzahl der Arbeitsplätze und den nötigen Schnittstellen abhängen. Üblich sind entweder eine einmalige Lizenz mit laufender Wartung oder ein Abo pro Nutzerin. Rechne immer die Gesamtkosten über drei bis fünf Jahre und nimm Einrichtung, Migration, Schulung und Support mit in die Rechnung, nicht nur den Grundpreis.

Kann ich meine Daten aus dem alten System mitnehmen?

Das hängt vom Altsystem und vom neuen Anbieter ab. Manche Daten kommen strukturiert rüber, andere nur als PDF-Anhang und manche gar nicht. Frag vor dem Vertrag nach einer Testmigration mit echten, anonymisierten Beispielakten und lass dir zeigen, welche Felder wie zugeordnet werden.

Brauche ich für Gesundheitsdaten einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung?

Ja, wenn der Anbieter deine Daten hostet oder verarbeitet, ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach DSGVO Pflicht. Kläre außerdem, wo die Server stehen und wer Zugriff hat. Bei einem Serverstandort außerhalb der EU solltest du vor dem Vertrag zusätzliche datenschutzrechtliche Fragen prüfen lassen.

Lohnt sich Cloud oder lieber ein Server in der Praxis?

Beides hat Vor- und Nachteile. Bei einer Server-Installation vor Ort verantwortest du Wartung und Backups selbst, bei einer Cloud-Lösung brauchst du eine stabile Internetverbindung und Vertrauen in den Hosting-Standort. Für Gesundheitsdaten ist der Serverstandort ein wichtiges Kriterium, das du früh klären solltest.

Wie lange muss ich geburtshilfliche Unterlagen aufbewahren?

Für medizinische Dokumentation gelten Aufbewahrungsfristen, die je nach Behandlungsart unterschiedlich lang sein können, teils sehr lang. Die Software muss die Daten über die gesamte Frist sicher vorhalten und darf nichts vorzeitig löschen. Die genaue Frist für deinen Fall klärst du am besten mit einer Fachperson, da sie sich unterscheiden kann.

Welche Geräte lassen sich an die Akte anbinden?

Typisch sind Ultraschallgeräte und CTG, oft über Standards wie DICOM für Bilder und GDT für Messwerte. Frag den Anbieter konkret, welche deiner Geräte unterstützt werden, und lass dir in der Demo zeigen, wie ein Bild oder ein Messwert vom Gerät in die Akte gelangt. Wenn dabei ein manueller Export nötig ist, ist das im Alltag eine Fehlerquelle.

Wer sollte die Software vor dem Kauf testen?

Die Person, die später täglich damit arbeitet, also die MFA, die Hebamme oder die behandelnde Ärztin, nicht nur die Praxisleitung. Gib in der Demo konkrete Aufgaben aus dem Alltag vor und lass sie selbst bedienen. So werden Klickwege und Umständlichkeiten sichtbar, die im reinen Vertriebsgespräch untergehen.

Was passiert mit meinen Daten, wenn ich den Anbieter wechsle?

Kläre vor dem Vertrag, ob und in welchem Format du deine Daten beim Ausstieg exportieren kannst und ob das extra kostet. Ein Anbieter, der bei dieser Frage ausweicht, ist ein Warnsignal. Prüfe außerdem die Kündigungsfristen, damit du beim Wechsel nicht in eine teure Falle läufst.

Käuflich ist ausschließlich die Sichtbarkeit in der gesponserten Zone, immer gekennzeichnet. Die organische Reihenfolge, die Bewertungen und die verifizierten Daten sind nie käuflich und werden serverseitig unabhängig berechnet. Preisangaben tragen Stand und Quelle.