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Zone · Organisch
8 Tools im Vergleich
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Das epaSYSTEM ist ein Ökosystem für digitale Pflegeprozessdokumentation mit spezialisierten Bewertungssystemen für verschiedene Versorgungsbereiche. epaSOLUTIONS ist eine modulare Softwarelösung zur Analyse und grafischen Aufbereitung von Pflegedaten für Transparenz und Entscheidungsunterstützung.
Kernfunktionen
Spezialisierte Basis-Assessments für verschiedene Versorgungsbereiche (Akutstationär, Pädiatrie, Psychiatrie, Langzeitversorgung)
epaSCORING zur Darstellung des aktuellen Gesundheitszustands und Risikenerkennung
KIS-Integration als Standardmodul in etablierten Krankenhausinformationssystemen
epaSOLUTIONS für Datenanalyse und grafische Aufbereitung von Routinedaten
ePaad ist eine elektronische Patientenverwaltungssoftware für Arztpraxen, die Dokumentation, Terminverwaltung und Leistungserfassung ermöglicht. Das System integriert eine KI-Lösung zur automatisierten Dokumentation von Sprechstunden.
Kernfunktionen
Elektronische Patientenverwaltung und Dokumentation
KI-gestützte automatische Dokumentation von Sprechstunden
Browserbasierte Praxissoftware für medizinische Betriebe, die Terminplanung, Dokumentation, Abrechnung und Patientenkommunikation in einem System vereint. Die Software läuft vollständig im Browser ohne lokale Installation und wird über dedizierte Server im Schweizer Rechenzentrum bereitgestellt.
Arztpraxen, Allgemeinmediziner, Fachärzte, Psychotherapeuten und Therapeuten in der Schweiz
Cloudbasierte Praxissoftware für Ärzte und Therapeuten in der Schweiz zur Verwaltung von Patienten, Terminen, Abrechnung und Praxisorganisation. Die Software unterstützt verschiedene Fachrichtungen mit spezialisierten Funktionen.
Akutspitäler, Kliniken, Einrichtungen der Langzeitpflege, Anbieter von ambulanten Pflegeleistungen
LEP ist eine Softwarelösung zur einheitlichen digitalen Erfassung, Dokumentation und Verwaltung von Pflegeleistungen in Gesundheitsbetrieben. Die Software ermöglicht durchgängige Behandlungsprozesse und sichere Datenverwaltung über die gesamte Versorgungskette hinweg.
Kernfunktionen
Digitale Pflegedokumentation für Kliniken, Langzeitpflege und ambulante Pflege
Integration in bestehende Klinik-Informationssysteme (KIS)
Leistungsdokumentation und Datenauswertung
Unterstützung von Spracheingabe für Pflegedokumentation
Krankenversicherungen, Arztpraxen, Krankenhäuser, IT-Dienstleister, Primärsystemhersteller, Gesundheitsämter und DiGA-Hersteller
Eine Lösung für elektronische Patientenakten, die als zentrale Datendrehscheibe im Gesundheitswesen fungiert. Das System ermöglicht sichere und effiziente Vernetzung aller Akteure im Gesundheitswesen über die Telematikinfrastruktur.
Kernfunktionen
ePA-Verwaltung und Datenverwaltung
Integration in verschiedene Primärsysteme
Sichere Vernetzung über die Telematikinfrastruktur
Die ePA ist eine von BITMARCK entwickelte Lösung zur digitalen Verwaltung von Patientendaten. Sie ist Teil des Produktportfolios des Unternehmens im Bereich Digitalisierung und Vernetzung im Gesundheitswesen.
Was eine Elektronische Patientenakte Software (ePA) wirklich leistet
Die Elektronische Patientenakte Software (ePA) verwaltet Patientendaten digital: Diagnosen, Befunde, Medikationspläne, Laborwerte, Arztbriefe. Was früher in Papierakten und lokalen Karteikartenprogrammen lag, wird strukturiert und übergreifend nutzbar. Wichtig ist die Unterscheidung, die in der Praxis oft durcheinandergeht: Die staatliche ePA in der Telematikinfrastruktur (TI) ist etwas anderes als die interne Patientenverwaltung in deiner Praxissoftware. Die eine gehört dem Versicherten und liegt bei der Krankenkasse, die andere ist dein internes Werkzeug.
Eine gute Software macht beides zusammen bedienbar. Sie hält deine internen Behandlungsdaten und bindet die Anbindung an die TI so ein, dass du Dokumente in die ePA des Patienten einstellen und daraus lesen kannst, ohne dafür ein zweites System zu öffnen. Der Alltagsnutzen entsteht nicht durch die Datenspeicherung an sich, sondern durch die Übergabepunkte: Wie kommt ein Laborbefund vom Labor in die Akte, wie landet ein Arztbrief beim Facharzt, wie sieht der Vertreter am Wochenende die relevante Historie.
Was die Kategorie von einfacher Dokumentenablage unterscheidet
Eine Dateiablage kann jeder. Der Unterschied liegt in der Strukturierung: Medikamente als Datensatz statt als PDF, Diagnosen mit ICD-Codes, Termine und Behandlungsverläufe verknüpft. Erst diese Struktur erlaubt spätere Auswertungen, Wechselwirkungsprüfungen und die saubere Übergabe an andere Systeme. Wenn du nur PDFs stapelst, hast du eine digitale Schublade, keine Akte.
Feature-Deep-Dive
Diese Funktionen zählen im Alltag
TI-Anbindung und Konnektor
Ohne funktionierende Anbindung an die Telematikinfrastruktur ist die Software für die staatliche ePA wertlos. Prüfe, ob die Anbindung nativ integriert ist oder ob du zusätzliche Middleware brauchst. Frage konkret, welche TI-Anwendungen unterstützt werden: ePA, elektronischer Medikationsplan, elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, KIM für den sicheren Nachrichtenversand. Ein System, das nur einen Teil abdeckt, zwingt dich später zu Nebenlösungen.
Medikationsmanagement und Wechselwirkungsprüfung
Ein gepflegter Medikationsplan, der bei jeder Verordnung auf Wechselwirkungen und Doppelverordnungen prüft, spart im Ernstfall mehr als die gesamte Softwarelizenz kostet. Achte darauf, ob die Prüfung automatisch beim Verordnen läuft oder ob man sie manuell anstoßen muss. Manuell heißt in der Praxis: läuft nie.
Dokumentenimport und Strukturierung
Befunde kommen als PDF, als Fax, als eingescanntes Papier. Die Software sollte diese Dokumente den richtigen Patienten und Behandlungen zuordnen können, idealerweise mit Vorschlag statt reiner Handarbeit. Frag in der Demo, wie ein eingehendes Labor-PDF konkret in die Akte kommt: Wie viele Klicks, wie viel Tippen.
Such- und Filterfunktion
Wenn du in einer Akte mit Jahren an Historie den letzten relevanten Befund suchst, entscheidet die Suche über deine Arbeitszeit. Volltextsuche über Dokumente, Filter nach Datum, Behandler, Dokumententyp: das ist kein Luxus, das ist Alltag mehrmals täglich.
Rechte- und Rollenverwaltung
Die Medizinische Fachangestellte am Empfang braucht andere Sichten als die behandelnde Ärztin. Ein sauberes Rollenkonzept schützt Daten und macht die Oberfläche für jede Rolle übersichtlicher. Prüfe, ob du Rechte granular vergeben kannst oder ob es nur Vollzugriff und kein Zugriff gibt.
Schnittstellen zu Labor, Abrechnung und Fachanwendungen
Eine ePA-Software steht nie allein. Sie muss mit dem Laborsystem reden, mit der Abrechnung, oft mit Geräten in der Praxis. Frag nach standardisierten Schnittstellen (etwa HL7 oder FHIR) statt proprietärer Speziallösungen, die nur der Hersteller pflegt.
Entscheidungshilfe
Worauf du bei der Auswahl achten solltest
Lass die Person testen, die damit arbeitet
Der häufigste Fehler bei der Demo: Der Praxisinhaber schaut zu, wie der Vertriebler klickt, und findet alles gut. Setz stattdessen die MFA an den Rechner, die täglich Termine anlegt und Dokumente einordnet. Gib ihr eine echte Aufgabe: neuen Patienten anlegen, Befund importieren, Medikationsplan aktualisieren. Wenn sie dabei stockt oder rückfragen muss, hast du dein Ergebnis.
Migration deiner Altdaten
Du hast Jahre an Patientendaten im bestehenden System. Frag vor Vertragsunterschrift genau: Was wird migriert, in welcher Struktur, was geht verloren. Manche Anbieter übernehmen nur Stammdaten und lassen die Behandlungshistorie als PDF-Archiv liegen. Das kann akzeptabel sein, muss aber vorher klar sein, nicht am Umstellungstag.
Support und Erreichbarkeit
Wenn die TI-Anbindung morgens um acht nicht läuft und dein Wartezimmer voll ist, brauchst du jemanden am Telefon, nicht ein Ticketsystem mit Antwort in 48 Stunden. Frag nach Support-Zeiten, nach Reaktionszeiten bei kritischen Störungen und ob du mit Menschen sprichst, die das System kennen.
Cloud oder lokal
Beides hat Berechtigung. Cloud entlastet dich bei Wartung und Updates, verlagert aber die Verantwortung für Verfügbarkeit und Datenstandort zum Anbieter. Lokale Installation gibt dir Kontrolle, kostet aber eigene IT-Betreuung. Entscheide anhand deiner Praxisgröße und ob du jemanden hast, der einen Server pflegen kann oder will.
Das sagt unser Experte zu Elektronische Patientenakte Software (ePA)
Markus Laue, Gründer von Toolfolio
Der Fehler, den ich am häufigsten sehe: Die Software wird ausgewählt, bevor jemand den eigenen Arbeitsablauf sauber aufgeschrieben hat. Dann kauft man nach Gefühl und Demo-Charme und merkt erst nach der Umstellung, dass die tägliche Routine plötzlich drei Klicks mehr braucht als vorher. Das kostet über die Jahre mehr Arbeitszeit als jede Lizenzgebühr. Ich sage immer: Erst den Prozess kennen, dann das Werkzeug suchen. Und die Person, die täglich damit arbeitet, muss die Demo bedienen, nicht der Chef.
Total Cost of Ownership
Übliche Preismodelle bei Elektronische Patientenakte Software (ePA)
Der Lizenzpreis ist selten die ganze Rechnung. Ich sehe regelmäßig, dass Betriebe nur auf die Monatsgebühr schauen und die Nebenkosten übersehen. Rechne folgende Posten zusammen, bevor du vergleichst.
Lizenz oder Abo
Einige Anbieter verkaufen Lizenzen einmalig mit laufenden Wartungskosten, andere arbeiten mit monatlichem Abo pro Arbeitsplatz oder pro Behandler. Beim Abo fällt die Anfangsinvestition weg, dafür zahlst du dauerhaft. Rechne beide Modelle auf einen Zeitraum von mehreren Jahren hoch, sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.
Einrichtung und Migration
Die Ersteinrichtung, die Datenübernahme und das Einrichten der Schnittstellen kosten oft separat. Diese Einmalkosten können erheblich sein. Lass sie dir schriftlich beziffern, nicht als Zirka-Angabe am Telefon.
Schulung
Eine Software, die keiner richtig bedienen kann, verbrennt mehr Geld als sie kostet. Frag, ob Schulung im Preis enthalten ist, wie viele Stunden und ob Nachschulung für neue Mitarbeiter etwas kostet. Fluktuation gibt es in jeder Praxis.
Laufende Nebenkosten
Denk an TI-Komponenten (Konnektor, Kartenlesegeräte, Zertifikate), an mögliche Kosten pro Schnittstelle, an Update-Gebühren und an Zusatzmodule. Manche Grundversion sieht günstig aus, bis du merkst, dass die Funktion, die du brauchst, ein kostenpflichtiges Modul ist.
Ausstiegskosten
Selten bedacht, wichtig: Was kostet der Export deiner Daten, wenn du in einigen Jahren wechseln willst. Ein Anbieter, der Datenexport erschwert oder teuer macht, bindet dich stärker als jeder Vertrag. Kläre das Exportformat vor der Unterschrift.
Aus der Praxis
Fehler, die in der Praxis wirklich passieren
Die Software wird gekauft, bevor der Prozess klar ist
Viele suchen erst die Software und überlegen dann, wie sie arbeiten wollen. Das ist rückwärts. Schreib zuerst auf, wie ein Behandlungsvorgang bei dir tatsächlich abläuft, vom Empfang bis zur Abrechnung. Dann suchst du die Software, die zu diesem Ablauf passt, nicht umgekehrt.
Niemand ist für die Datenpflege verantwortlich
Eine ePA-Software ist nur so gut wie die Disziplin bei der Eingabe. Wenn Diagnosen mal als Code, mal als Freitext, mal gar nicht erfasst werden, ist die Struktur wertlos. Leg fest, wer was wie erfasst, bevor die Software live geht.
Umstellung am vollen Behandlungstag
Ich habe erlebt, dass Praxen mitten in der laufenden Woche umgestellt haben und dann mit halb funktionierendem System Patienten behandeln mussten. Plan die Umstellung in eine ruhige Phase, mit Puffer, mit dem alten System als Rückfalloption für die erste Zeit.
Backups werden angenommen, nie geprüft
Jeder glaubt, das Backup läuft. Fast keiner testet die Wiederherstellung. Ein Backup, das sich nicht zurückspielen lässt, ist kein Backup. Mach mindestens einmal einen echten Rücksicherungstest, bevor du dich darauf verlässt.
Schatten-Dokumentation neben dem System
Wenn die Software umständlich ist, führen Mitarbeiter heimlich eigene Notizen in Excel oder auf Papier. Damit hast du zwei Wahrheiten und ein Datenschutzproblem. Wenn das passiert, ist es ein Signal, dass die Software oder die Einarbeitung nicht taugt, nicht dass die Mitarbeiter faul sind.
Compliance
Rechtliche Anforderungen in DACH
Gesundheitsdaten gehören zu den besonders schützenswerten Datenkategorien. Behandle diesen Abschnitt als Orientierung, nicht als Rechtsberatung, und zieh im Zweifel Fachleute hinzu.
Deutschland
Maßgeblich sind die DSGVO und das Bundesdatenschutzgesetz, dazu die ärztliche Schweigepflicht nach Strafgesetzbuch. Für die staatliche ePA und die Anbindung an die Telematikinfrastruktur gelten die Vorgaben aus dem Sozialgesetzbuch und die Spezifikationen der Gematik. Mit deinem Softwareanbieter brauchst du einen Auftragsverarbeitungsvertrag, wenn er Daten für dich verarbeitet.
Österreich
Hier gibt es ELGA als nationales System, das Datenschutzgesetz und die DSGVO. Die Struktur der elektronischen Gesundheitsakte unterscheidet sich von der deutschen ePA, achte also darauf, dass eine Software für den österreichischen Markt auch tatsächlich ELGA-fähig ist, nicht nur für die deutsche TI ausgelegt.
Schweiz
Die Schweiz hat das elektronische Patientendossier und ein eigenes Datenschutzgesetz außerhalb der DSGVO. Für Praxen mit Bezug zur EU kann zusätzlich die DSGVO relevant werden. Prüfe den Datenstandort und ob der Anbieter die schweizerischen Anforderungen kennt.
Was du praktisch klären musst
Unabhängig vom Land: Kläre den Serverstandort, das Verschlüsselungskonzept, die Regelung zu Zugriffsprotokollen und die Löschfristen. Verlang eine Dokumentation der technischen und organisatorischen Maßnahmen. Ein seriöser Anbieter liefert diese Unterlagen ohne Zögern.
Playbook
So gehst du die Auswahl konkret an
Schritt 1: Ist-Prozess aufschreiben
Nimm dir eine Stunde und notiere den kompletten Ablauf eines Patientenkontakts. Wer macht was, an welchem Punkt entstehen welche Daten, wo hakt es heute. Dieses Dokument ist deine Anforderungsliste in Rohform.
Schritt 2: Muss und Kann trennen
Mach zwei Spalten. Muss-Kriterien sind Dinge, ohne die es nicht geht (TI-Anbindung, deine Fachrichtung, deine Schnittstellen). Kann-Kriterien sind nett, aber verzichtbar. Software, die ein Muss-Kriterium reißt, fliegt sofort raus, egal wie schön der Rest ist.
Schritt 3: Zwei bis drei Anbieter in die engere Wahl
Mehr als drei parallele Demos verwirren nur. Lade zwei bis drei ein und gib allen dieselben Testaufgaben, damit du wirklich vergleichst und nicht Äpfel mit Birnen.
Schritt 4: Echte Demo mit echten Aufgaben
Keine Vorführung, bei der der Vertrieb klickt. Deine Leute bedienen das System mit realistischen Fällen. Notiere, wo es hakt, wie viele Klicks eine Standardaufgabe braucht und wie das System sich bei einem Fehler verhält.
Schritt 5: Referenzen anrufen
Bitte um zwei Praxen ähnlicher Größe, die das System nutzen, und ruf dort an. Frag nicht ob sie zufrieden sind, sondern was sie heute anders machen würden und wie der Support im Ernstfall war.
Schritt 6: Gesamtkosten über mehrere Jahre rechnen
Stell alle Posten aus dem Kostenabschnitt in eine Tabelle und rechne auf einen realistischen Nutzungszeitraum hoch. Erst dann vergleichst du die tatsächlichen Kosten, nicht die Werbepreise.
Schritt 7: Vertrag prüfen, besonders Ausstieg und Daten
Bevor du unterschreibst, lies die Klauseln zu Kündigung, Datenexport und Preisanpassung. Wenn dir hier etwas unklar ist, lass es dir schriftlich erklären. Was mündlich versprochen wird, hilft dir später nicht.
Schritt 8: Umstellung planen mit Puffer
Leg einen Termin in einer ruhigen Phase fest, plan Schulung vor dem Go-Live und behalte das alte System eine Zeit lang als Rückfalloption. Mach vor der Umstellung einen echten Backup-Rücksicherungstest.
Wenn du diese acht Schritte ehrlich durchgehst, triffst du keine perfekte Entscheidung, aber eine belastbare. Und du vermeidest die teuren Fehler, die entstehen, wenn man sich von einer guten Demo blenden lässt.
Häufige Fragen
Was Betriebe uns zu Elektronische Patientenakte Software (ePA) am häufigsten fragen
Was ist der Unterschied zwischen der staatlichen ePA und meiner Praxissoftware?
+
Die staatliche ePA in der Telematikinfrastruktur gehört dem Versicherten und liegt bei der Krankenkasse. Deine Praxissoftware verwaltet deine internen Behandlungsdaten. Eine gute Software bindet beides zusammen, sodass du Dokumente aus deinem System in die ePA des Patienten einstellen kannst, ohne ein zweites Programm zu öffnen.
Was kostet eine Elektronische Patientenakte Software?
+
Das lässt sich pauschal nicht sagen, weil Lizenzmodell, Praxisgröße und Zusatzmodule stark variieren. Rechne neben der Lizenz oder dem Abo auch Einrichtung, Datenmigration, Schulung, TI-Komponenten und laufende Update-Gebühren zusammen. Vergleiche die Gesamtkosten über mehrere Jahre, nicht nur die Monatsgebühr.
Cloud oder lokale Installation, was ist besser?
+
Beides hat Berechtigung. Die Cloud entlastet dich bei Wartung und Updates, verlagert aber Verfügbarkeit und Datenstandort zum Anbieter. Eine lokale Installation gibt dir mehr Kontrolle, braucht aber eigene IT-Betreuung. Entscheide anhand deiner Praxisgröße und ob jemand einen Server pflegen kann.
Werden meine Altdaten beim Wechsel übernommen?
+
Das hängt vom Anbieter ab und muss vor Vertragsunterschrift geklärt werden. Manche übernehmen nur Stammdaten und legen die Behandlungshistorie als PDF-Archiv ab, andere migrieren strukturiert. Frag konkret, was in welcher Form migriert wird und was verloren geht.
Welche rechtlichen Vorgaben gelten für Patientendaten in Deutschland?
+
Maßgeblich sind die DSGVO, das Bundesdatenschutzgesetz und die ärztliche Schweigepflicht. Für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur gelten zusätzlich die Vorgaben aus dem Sozialgesetzbuch und die Gematik-Spezifikationen. Mit deinem Anbieter brauchst du einen Auftragsverarbeitungsvertrag.
Wie teste ich eine ePA-Software richtig?
+
Lass die Person testen, die später täglich damit arbeitet, nicht den Praxisinhaber und nicht den Vertrieb. Gib ihr echte Aufgaben wie neuen Patienten anlegen, Befund importieren und Medikationsplan aktualisieren. Notiere, wo es hakt und wie viele Klicks Standardaufgaben brauchen.
Was passiert, wenn ich später den Anbieter wechseln will?
+
Kläre die Ausstiegsbedingungen vor der Unterschrift, denn ein erschwerter oder teurer Datenexport bindet dich stärker als jeder Vertrag. Frag nach dem Exportformat und ob es standardisiert ist. Prüfe die Vertragsklauseln zu Kündigung und Datenherausgabe.
Brauche ich für die ePA eine Anbindung an die Telematikinfrastruktur?
+
Für die staatliche ePA ja, ohne funktionierende TI-Anbindung ist sie nicht nutzbar. Prüfe, ob die Anbindung nativ integriert ist oder ob du zusätzliche Middleware und TI-Komponenten wie Konnektor und Kartenlesegeräte brauchst. Frag auch, welche weiteren TI-Anwendungen unterstützt werden.
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