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20 Tools im Vergleich
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Einzelhandel, Großhandel und weitere Branchen im Mittelstand
Modular aufgebaute Software für Rechnungswesen und Controlling im Mittelstand mit Basis-Finanzbuchhaltung und verschiedenen optionalen Erweiterungen. Die Lösung soll Routinen automatisieren und flexible Integrationsmöglichkeiten bieten.
Buchhaltung für Onlineshops und E-Commerce sowie Mittelstand und Konzerne in verschiedenen Branchen
Webbasierte Buchhaltungssoftware mit Finanzbuchhaltung, Anlagenbuchhaltung und Kostenrechnung. Die Lösung ist speziell für Online-Handel und weitere Branchen wie Logistik, stationärer Handel und Industrie ausgerichtet.
Kleine und mittelständische Unternehmen in den Bereichen Spedition, Logistik und Transport
Modular aufgebaute Speditionssoftware für Logistik, Spedition und Transport, die sich flexibel in verschiedene Organisationsabläufe integrieren lässt. Die Software rationalisiert die Auftragsabwicklung und erhöht die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit.
Kernfunktionen
Sendungserfassung und Gutschriftserfassung
Fakturierung und Beleg-Archivierung
Disposition mit Kalender und Tourenplanung
Lagerverwaltung und Lademittelverwaltung
Bewertung
Noch keine Bewertung
Zu wenig Daten
ab 5 Konten zeigen wir die Zahl
Preis
20% Neukunden-Rabatt auf alle Module bis 31.08.2026; Software kann gekauft, geleast oder gemietet werden
Logistikunternehmen und Speditionen, insbesondere für Buchhaltung, Kostenrechnung und Abrechnung
Das Unternehmen entwickelt und vertreibt spezialisierte Branchenlösungen für Logistik und Spedition sowie Finanzbuchhaltungssoftware. Neben eigenen Lösungen vermittelt es auch marktführende Cloud-ERP-Systeme für den Mittelstand.
Speditionen und Transportunternehmen, insbesondere kleine und mittelständische Betriebe
Branchensoftware für Speditionen und Transportunternehmen aller Größenordnungen. Die Software deckt administrative Aufgaben vom Angebot bis zur Abrechnung ab und lässt sich modular um spezialisierte Funktionen erweitern.
Buchhaltung und E-Rechnung für Gründer, Selbstständige, Freiberufler, Kleinunternehmer und kleine Unternehmen
sevdesk ist eine Buchhaltungssoftware für Gründer und Selbstständige, mit der du unter anderem rechtskonforme E-Rechnungen erstellen und die E-Rechnungspflicht erfüllen kannst.
Kernfunktionen
E-Rechnungen erstellen und E-Rechnungspflicht erfüllen
Rechnungen und Angebote schreiben
Belegerfassung an einem Ort
Banking mit automatischer Verbuchung von Zahlungseingängen
Speditions-, Logistik- und Transportbetriebe, die ihre Prozesse in den Bereichen Disposition, Versand, Warehousing und Administration digitalisieren und automatisieren möchten
Ein kombiniertes Transport- und Dokumenten-Management-System, das Geschäftsprozesse in Spedition, Logistik, Disposition, Versand und Warehousing automatisiert und integriert. Das System besteht aus dem Transportmanagementsystem TDMS translogica und dem Dokumentenmanagementsystem dotiga.
Selbstständige und kleine Unternehmen in Deutschland, die Buchhaltung, Rechnungen und E-Rechnungen erledigen wollen
Lexware Office ist eine Buchhaltungssoftware für Selbstständige, mit der du unter anderem E-Rechnungen erstellen, empfangen und verwalten kannst. Die Software automatisiert zudem Buchhaltung und Belegerfassung.
Kernfunktionen
E-Rechnungen erstellen, empfangen und verwalten
Beleg fotografieren und automatisch verbuchen
Bankkonto verknüpfen und Zahlungen automatisch zuordnen
Du kannst eine cloudbasierte Logistik- und Speditionssoftware mieten, die verschiedene Module wie Transport Management System, Tourenplanung, Lagerverwaltung und Kundenportale umfasst. Die Plattform wird auch als proLogistik NEO mit AI Control Center angeboten.
Speditionen und Logistikbetriebe für Stückguttransporte, Ladungsverkehr, Handelsketten, Intralogistik, KEP-Dienste und Spezialtransporte
Logistiksoftware für verschiedene Speditions- und Logistikanwendungen wie Stückguttransporte, Ladungsverkehr und KEP-Dienste. Das System lässt sich nach Kundenbedarf anpassen und wird von zahlreichen Logistikunternehmen eingesetzt.
Kernfunktionen
Auftragsmanagement
Telematiklösung
Anpassbare Lösungen für unterschiedliche Logistikanwendungen
Die Software wird von Betrieben unterschiedlichster Branchen und Größen genutzt, besonders geeignet für Händler, Dienstleister und Unternehmen mit Warenwirtschaft.
bizSoft ist eine Geschäftssoftware, die Unternehmen bei der Verwaltung von Rechnungen, Angeboten, Lagerverwaltung, Buchhaltung und vielen weiteren Aufgaben unterstützt. Die Software ist als Online-Variante oder lokale Installation verfügbar.
Kernfunktionen
Rechnungs- und Angebotserstellung
Lagerverwaltung und Artikelverwaltung
Registrierkasse für Handel und Dienstleister
Buchhaltung mit DATEV und BMD Schnittstellen
Bewertung
Noch keine Bewertung
Zu wenig Daten
ab 5 Konten zeigen wir die Zahl
Preis
bizSoft Online und bizSoft Miete sowie Kauflizenz werden angeboten; eine 30-Tage-Testversion ist kostenlos verfügbar.
Straßengüterverkehr und Transportunternehmen mit LKW-Flotten
Cloud-basierte Plattform für Transportunternehmen mit integrierter KI zur Verwaltung von Aufträgen, Tourenplanung und Disposition. Die Software ermöglicht es, Transportprozesse zu optimieren und manuelle Arbeit zu reduzieren.
WinFuhr® ist eine Speditionssoftware für Transportbetriebe und Speditionen. Sie unterstützt die geschäftlichen Abläufe in Transport- und Logistikunternehmen.
Die Software deckt Transportprozesse für Speditionen und Paketdienste ab. Sie umfasst Funktionen wie Verlade- und Ablieferscannung, Paketmanagement, Sendungsverfolgung, Lademittelverwaltung und innerbetriebliche Transportabwicklung.
Anwaltskanzleien, E-Commerce, Vereine, IT-Services, Arztpraxen und weitere Branchen
Online-Buchhaltungssoftware mit KI-gestützter Automatisierung für Anwaltskanzleien und andere Unternehmen. Die cloudbasierte Lösung automatisiert Belegerfassung, Zahlungsmanagement und Buchhaltungsprozesse mit hohem Automatisierungsgrad.
Kernfunktionen
KI-gestützte Belegerkennung und automatisches Zuordnen von Belegen und Zahlungen
Echtzeit-Reports und Dashboard
Bankkontenanbindung und Zahlungsstromverwaltung
Export zu DATEV und Finanzbehörden
Bewertung
Noch keine Bewertung
Zu wenig Daten
ab 5 Konten zeigen wir die Zahl
Preis
50 Prozent Rabatt auf den ersten Monat wird erwähnt, kostenlose Testversion verfügbar
Webbasierte Cloud-Software für Speditions- und Logistikbetriebe zur Automatisierung von Transportaufträgen, Lagerverwaltung und Disposition. Die Lösung arbeitet browserbasiert und ermöglicht mobiles Arbeiten sowie KI-gestützte Prozessautomatisierung.
Kurierdienste, Verteilverkehr, Frachtlogistik, Güterumschlag, Transportunternehmen aller Größen
Cloud-basierte Transportmanagementsoftware für kleine und mittlere Speditionen. Die Lösung ermöglicht Routenplanung, Auftragsmanagement, Flottenüberwachung und Kostenkontrolle in einer zentralen Plattform.
Speditionen, Logistikunternehmen, Versanddienstleister, Automobillogistik, KEP-Dienste, Sammelgut-Verkehre, Teil- und Komplettladungstransporte, Intermodal-Verkehr
Transport-Management-System für Speditionen und Logistikunternehmen mit automatisierter Auftragserfassung, Disposition und Abrechnung. Die Software integriert alle relevanten Informationen der Transportkette in einer zentralen Datenverwaltung.
Umzugslogistik-Betriebe sowie weitere Transportbranchen wie Stückguttransporte, Kurierdienste, Entsorgung, Kanalreinigung und Gemeinde-Transporte
Ein modulares Transportsystem und Dispositionssoftware zur Digitalisierung von Transportprozessen. Die Software unterstützt verschiedene Transportarten, einschließlich Umzugslogistik, von der Auftragserfassung über Planung bis zur Abrechnung.
Speditionssoftware für die Transportabwicklung, die einfache, kreative und flexible Prozessabläufe ermöglicht. Sie wird maßgeschneidert an die Anforderungen des jeweiligen Speditionsbetriebs angepasst.
Was eine Buchhaltungssoftware für Speditionen wirklich leistet
Eine Buchhaltungssoftware ist erstmal ein Werkzeug, das deine Belege erfasst, deine Konten führt und am Ende die Zahlen ausspuckt, die dein Steuerberater und das Finanzamt sehen wollen. So weit gilt das für jeden Betrieb. Bei einer Spedition kommt aber eine Ebene dazu, die viele beim Kauf unterschätzen.
Im Speditionsalltag entstehen Kosten und Erlöse nicht am Schreibtisch, sondern auf der Straße. Eine einzelne Tour zieht Diesel, Maut, Fahrerlohn, Fährkosten, eventuell Standgelder und Zölle nach sich. Auf der anderen Seite steht der Erlös aus dem Frachtauftrag. Eine gute Buchhaltung für Speditionen muss dir erlauben, diese Kosten sauber einer Fahrt, einem Auftrag oder einem Fahrzeug zuzuordnen. Sonst hast du am Jahresende zwar einen Gewinn, weißt aber nicht, welche Relation ihn gemacht hat und welche ihn gefressen hat.
Der zweite Punkt ist die Schnittstelle zur Auftragswelt. Speditionen arbeiten meist mit einem TMS (Transport Management System) oder einer Dispo-Software. Die Frage ist nicht, ob deine Buchhaltung schön aussieht, sondern ob die Auftragsdaten aus der Dispo ohne Abtippen in die Rechnung und in die Buchhaltung fließen. Wo das nicht klappt, sitzt jemand und überträgt Zahlen von Hand, und genau da entstehen Fehler.
Du solltest die Kategorie also nicht als reine Finanzbuchhaltung verstehen. Es geht um die Brücke zwischen dem, was die Fahrzeuge tun, und dem, was am Ende in der Bilanz steht. Manche Anbieter decken nur die Fibu ab, andere bringen Fakturierung und Kostenrechnung mit. Was du brauchst, hängt davon ab, was dein TMS schon kann.
Feature-Deep-Dive
Diese Funktionen zählen im Alltag
Belegerfassung und Digitalisierung
In einer Spedition kommen Belege aus vielen Richtungen: Tankquittungen von unterwegs, Mautabrechnungen, Werkstattrechnungen, Fährtickets. Eine brauchbare Software liest Belege per OCR ein und schlägt Kontierung und Steuersatz vor. Achte darauf, wie gut das mit ausländischen Belegen funktioniert, denn eine französische oder polnische Tankquittung sieht anders aus als eine deutsche.
Auftrags- und kostenstellenbezogene Buchung
Das Herzstück. Du willst Kosten nicht nur auf ein Sachkonto buchen, sondern auf eine Kostenstelle, die einem Fahrzeug, einem Fahrer oder einer Tour entspricht. Frag in der Demo konkret nach: Kann ich eine Mautrechnung auf mehrere Fahrzeuge aufteilen? Kann ich eine Fährkosten einem Auftrag zuordnen? Wenn die Antwort schwammig ist, ist das ein Warnsignal.
Ausgangsrechnungen und Fakturierung
Wenn die Software Rechnungen schreibt, muss sie mit den Besonderheiten der Branche umgehen: verschiedene Zahlungsziele je Kunde, Sammelrechnungen über mehrere Touren, Gutschriftsverfahren (der Kunde erstellt die Abrechnung, nicht du). Gerade das Gutschriftsverfahren ist im Speditionsgeschäft verbreitet und wird von reiner Standardsoftware oft schlecht abgebildet.
Offene-Posten-Verwaltung und Mahnwesen
Speditionen haben oft dünne Margen und lange Zahlungsziele. Wer seine offenen Forderungen nicht im Blick hat, gerät schnell in Liquiditätsprobleme. Die Software sollte dir jederzeit zeigen, wer wie viel schuldet und seit wann. Ein automatisches, aber steuerbares Mahnwesen gehört dazu.
Umsatzsteuer über Grenzen
Sobald du grenzüberschreitend fährst, wird die Umsatzsteuer kompliziert. Innergemeinschaftliche Leistungen, Reverse Charge, Steuerbefreiungen bei Ausfuhr. Die Software muss die richtigen Steuerschlüssel anbieten und die Zusammenfassende Meldung unterstützen. Prüf das mit einem realen Auslandsfall aus deinem Betrieb, nicht mit einem Musterbeispiel.
Auswertungen und BWA
Du brauchst Auswertungen, die dir die Wirtschaftlichkeit zeigen: pro Fahrzeug, pro Relation, pro Kunde. Eine reine Standard-BWA reicht dafür nicht. Schau, ob du eigene Auswertungen bauen kannst oder ob du auf feste Reports festgenagelt bist.
Schnittstellen
Die wichtigste Schnittstelle ist die zum Steuerberater (DATEV-Format im deutschen Raum) und die zu deinem TMS oder deiner Dispo. Frag nach, ob es eine echte Schnittstelle gibt oder nur einen CSV-Export, den jemand manuell einliest. Das ist ein großer Unterschied im Alltag.
Entscheidungshilfe
Worauf du bei der Auswahl achten solltest
Lass die richtige Person testen
Lass die Software in der Demo von der Person bedienen, die später damit arbeitet, nicht vom Chef und nicht vom Vertriebsmenschen des Anbieters. Wenn deine Buchhalterin nach zehn Minuten genervt ist, weil sie für eine simple Buchung fünf Klicks braucht, dann wirst du dieses Problem jeden Tag haben.
Teste mit deinen eigenen Daten
Nimm einen echten Monat aus deinem Betrieb: eine Mautabrechnung, eine Auslandsrechnung, eine Sammelrechnung an einen Stammkunden, eine Werkstattrechnung. Bild diese Fälle in der Testphase komplett ab. Musterdaten des Anbieters sind immer so gebaut, dass alles glatt läuft.
Prüfe die Integration ins bestehende System
Du hast wahrscheinlich schon ein TMS oder eine Dispo-Lösung. Die Buchhaltung muss dazu passen, nicht umgekehrt. Kläre vor dem Kauf, wie die Daten fließen und wer die Schnittstelle einrichtet. Lass dir zeigen, wie ein Auftrag aus der Dispo als Rechnung und dann als Buchung ankommt.
Beziehe deinen Steuerberater ein
Dein Steuerberater arbeitet am Ende mit den Daten. Frag ihn, in welchem Format er die Buchungen bekommt und ob er mit der Kandidatensoftware Erfahrung hat. Ein Steuerberater, der die Datenstruktur nicht sauber übernehmen kann, kostet dich jeden Monat Zeit und Geld.
Cloud oder lokal
Eine Cloud-Lösung bringt dir ortsunabhängigen Zugriff, was für Fahrer und externe Buchhaltung praktisch ist. Eine lokale Installation gibt dir mehr Kontrolle über die Daten, verlangt aber eigene Backups und Wartung. Entscheide anhand deiner IT-Ressourcen, nicht anhand des Trends.
Das sagt unser Experte zu Buchhaltungssoftware für Speditionen
Markus Laue, Gründer von Toolfolio
Der Fehler, den ich am häufigsten sehe, ist, dass Betriebe die Buchhaltungssoftware isoliert auswählen und die Verbindung zur Dispo erst nach dem Kauf betrachten. Dann sitzt am Ende jemand da und tippt jeden Auftrag von Hand nach, und die Zeitersparnis, die man sich versprochen hat, ist weg. Ich frage in der Beratung immer zuerst: Wie kommen die Auftragsdaten in die Rechnung, ohne dass ein Mensch etwas abschreibt. Wer diese eine Frage vor dem Kauf ehrlich beantwortet, vermeidet den größten Teil des späteren Ärgers.
Total Cost of Ownership
Übliche Preismodelle bei Buchhaltungssoftware für Speditionen
Der Kaufpreis oder die monatliche Grundgebühr ist selten das, was dich am Ende wirklich kostet. Ich sehe immer wieder Betriebe, die auf die niedrigste Grundgebühr schauen und dann von Zusatzkosten überrascht werden.
Lizenz- und Nutzungsmodelle
Grob gibt es zwei Muster. Entweder zahlst du einmal für eine Lizenz und dann jährlich für Wartung und Updates, oder du zahlst ein laufendes Abo, meist pro Nutzer und Monat. Beim Abo solltest du genau prüfen, ob die Zahl der Nutzer ausreicht oder ob du für jede zusätzliche Person nachzahlst.
Versteckte Posten
Worauf du achten musst, sind Kosten, die nicht in der Grundgebühr stehen: die Einrichtung der Schnittstelle zum TMS, der Import deiner Altdaten, die Schulung deiner Mitarbeiter, zusätzliche Module für Kostenrechnung oder Auslandsumsatzsteuer, und der Support, wenn er nicht im Preis enthalten ist.
Migrationsaufwand
Der Wechsel von einer Software zur nächsten kostet Zeit, und Zeit ist Geld. Die Übernahme von Stammdaten, offenen Posten und Buchungshistorie läuft selten automatisch. Kalkuliere die Arbeitsstunden ein, die dein Team dafür braucht, plus die Fehler, die in der Übergangsphase passieren.
Laufende interne Kosten
Rechne auch die Zeit ein, die deine Leute mit der Software verbringen. Eine Software, die zehn Euro im Monat billiger ist, aber pro Buchung eine Minute mehr kostet, ist bei tausend Buchungen im Monat kein gutes Geschäft. Der teuerste Faktor bei Software ist fast immer die Arbeitszeit, nicht die Lizenz.
Aus der Praxis
Fehler, die in der Praxis wirklich passieren
Alles auf ein Sammelkonto
Ein Klassiker: Diesel, Maut und Reparaturen landen alle auf wenigen großen Sachkonten ohne Fahrzeugbezug. Am Jahresende steht dann eine große Zahl da, und niemand kann sagen, welcher LKW rote Zahlen schreibt. Wer von Anfang an mit Kostenstellen je Fahrzeug arbeitet, spart sich diese Blindheit.
Schnittstelle unterschätzt
Ein Betrieb kauft die Software wegen der schönen Buchhaltung und merkt erst nach dem Kauf, dass die Verbindung zum vorhandenen TMS nur über manuellen CSV-Export geht. Ergebnis: Eine Person tippt jeden Tag Aufträge nach. Das hätte man in der Testphase mit einer einzigen Frage geklärt.
Auslandsfälle erst spät getestet
Die Software läuft für die deutschen Inlandsrechnungen prima, und dann kommt die erste Rechnung nach Österreich mit Reverse Charge, und der richtige Steuerschlüssel fehlt oder wird falsch angewendet. Das fällt oft erst bei der Umsatzsteuervoranmeldung auf, also viel zu spät.
Keine Rechtezuweisung
Jeder darf alles, weil das Anlegen von Nutzerrechten in der Einführung zu mühsam schien. Dann ändert ein Disponent aus Versehen eine bereits verbuchte Rechnung, und die Nachvollziehbarkeit ist dahin. Rollen und Rechte gehören von Anfang an sauber eingerichtet.
Backups nur auf dem Papier
Bei lokalen Installationen sehe ich es immer wieder: Es gibt eine Backup-Routine, aber niemand hat je geprüft, ob sich die Sicherung auch zurückspielen lässt. Ein Backup, das im Ernstfall nicht funktioniert, ist kein Backup.
Compliance
Rechtliche Anforderungen in DACH
In Deutschland gelten die GoBD, die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form. Für dich bedeutet das im Kern: Buchungen müssen nachvollziehbar, unveränderbar und vollständig sein. Wenn eine Buchung nachträglich geändert wird, muss die Änderung protokolliert werden. Achte darauf, dass die Software ein revisionssicheres Protokoll führt und Belege nicht einfach überschrieben oder gelöscht werden können.
Die Aufbewahrungsfristen für steuerlich relevante Unterlagen sind lang. Prüf, ob und wie die Software die Archivierung über diese Zeiträume sicherstellt und ob du bei einem Anbieterwechsel deine Daten in einem lesbaren Format herausbekommst. Das Thema Datenexport ist entscheidend, damit du bei einer Betriebsprüfung die Daten im geforderten Format bereitstellen kannst.
In Österreich gibt es vergleichbare Anforderungen an ordnungsmäßige Buchführung, ebenso in der Schweiz mit eigenen Regeln zur Aufbewahrung und zur Buchführungspflicht. Wenn du in mehreren Ländern tätig bist, kläre, ob die Software die jeweiligen nationalen Anforderungen abdeckt.
Beim Thema E-Rechnung solltest du dranbleiben, denn strukturierte elektronische Rechnungsformate werden im geschäftlichen Verkehr zunehmend zur Pflicht. Frag den Anbieter konkret, welche Formate unterstützt werden und ob du Rechnungen sowohl empfangen als auch versenden kannst. Für die Umsatzsteuer im grenzüberschreitenden Verkehr brauchst du die korrekte Behandlung von innergemeinschaftlichen Leistungen und die Unterstützung der Zusammenfassenden Meldung.
Dazu kommt der Datenschutz. Du verarbeitest personenbezogene Daten von Fahrern, Kunden und Lieferanten. Bei einer Cloud-Lösung solltest du wissen, wo die Server stehen und ob es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung gibt. Diese Punkte sind kein juristisches Beiwerk, sie schützen dich im Zweifel vor Ärger.
Ein Hinweis in eigener Sache: Ich bin kein Steuerberater und dieser Abschnitt ersetzt keine Rechtsberatung. Kläre die für deinen Betrieb konkreten Pflichten mit deinem Steuerberater ab.
Playbook
So gehst du die Auswahl konkret an
Schritt 1: Ist-Zustand aufnehmen
Schreib auf, welche Systeme du heute nutzt, wo Daten von Hand übertragen werden und welche Auswertungen dir fehlen. Frag die Person, die täglich bucht, was sie nervt. Diese Liste ist deine Anforderungsgrundlage.
Schritt 2: Anforderungen priorisieren
Teile die Anforderungen in muss und wäre schön. Muss ist zum Beispiel die Schnittstelle zum vorhandenen TMS und die korrekte Auslandsumsatzsteuer. Wäre schön ist vielleicht ein besonders schönes Dashboard. Ohne diese Trennung verlierst du dich in Nebensächlichkeiten.
Schritt 3: Kandidaten grob filtern
Nimm zwei bis drei Kandidaten, die deine Muss-Anforderungen erfüllen. Mehr solltest du nicht gleichzeitig ernsthaft testen, sonst verlierst du den Überblick und die Testphasen überschneiden sich.
Schritt 4: Mit echten Daten testen
Bild einen kompletten realen Monat ab, inklusive der schwierigen Fälle: Auslandsrechnung, Sammelrechnung, Mautaufteilung. Lass die spätere Nutzerin testen und notiere jeden Punkt, an dem sie hängen bleibt.
Schritt 5: Steuerberater und IT einbeziehen
Lass deinen Steuerberater den Datenexport prüfen und deine IT die Schnittstelle und die Backup-Frage klären. Diese beiden Gespräche verhindern die teuersten Überraschungen nach dem Kauf.
Schritt 6: Gesamtkosten rechnen
Rechne alle Posten zusammen: Lizenz, Einrichtung, Schulung, Migration und die laufende Arbeitszeit. Vergleiche die Kandidaten auf dieser Gesamtsumme, nicht auf der Grundgebühr.
Schritt 7: Entscheiden und sauber einführen
Plan die Einführung nicht in die stressigste Zeit des Jahres. Richte Nutzerrechte und Kostenstellen von Anfang an sauber ein und prüf nach dem ersten Monat, ob die Zahlen mit der alten Software zusammenpassen.
Häufige Fragen
Was Betriebe uns zu Buchhaltungssoftware für Speditionen am häufigsten fragen
Was unterscheidet eine Buchhaltungssoftware für Speditionen von normaler Buchhaltung?
+
Der Unterschied liegt in der Zuordnung von Kosten und Erlösen zu Fahrten, Fahrzeugen und Aufträgen. Eine Spedition muss Diesel, Maut und Fährkosten einer Tour oder einem Fahrzeug zurechnen können, um die Wirtschaftlichkeit zu sehen. Außerdem ist die Schnittstelle zur Dispo oder zum TMS wichtiger als bei einem reinen Bürobetrieb.
Brauche ich eine Schnittstelle zwischen Buchhaltung und meinem TMS?
+
In den meisten Fällen ja, sonst überträgt jemand die Auftragsdaten von Hand, was Zeit kostet und Fehler produziert. Kläre vor dem Kauf, ob es eine echte Schnittstelle gibt oder nur einen manuellen CSV-Export. Lass dir in der Demo zeigen, wie ein Auftrag aus der Dispo als Rechnung und dann als Buchung ankommt.
Was kostet eine Buchhaltungssoftware für Speditionen wirklich?
+
Die Grundgebühr ist selten der größte Posten. Rechne zusätzlich mit Kosten für die Einrichtung der Schnittstelle, den Import der Altdaten, Schulungen und eventuell Zusatzmodule. Der teuerste Faktor ist meist die laufende Arbeitszeit, also wie schnell dein Team damit buchen kann.
Cloud oder lokale Installation, was ist besser für eine Spedition?
+
Eine Cloud-Lösung bietet ortsunabhängigen Zugriff, was für externe Buchhaltung und mobile Nutzung praktisch ist. Eine lokale Installation gibt dir mehr Kontrolle über die Daten, verlangt aber eigene Backups und Wartung. Die Entscheidung sollte von deinen IT-Ressourcen abhängen, nicht vom Trend.
Wie behandelt die Software Auslandsfahrten und Umsatzsteuer?
+
Bei grenzüberschreitenden Leistungen brauchst du die korrekten Steuerschlüssel für innergemeinschaftliche Leistungen und Reverse Charge sowie die Unterstützung der Zusammenfassenden Meldung. Prüf das in der Testphase mit einem echten Auslandsfall aus deinem Betrieb. So merkst du früh, ob die Software die Fälle sauber abbildet.
Was bedeutet GoBD-konform bei Buchhaltungssoftware?
+
GoBD-konform heißt, dass Buchungen nachvollziehbar, unveränderbar und vollständig sein müssen. Nachträgliche Änderungen an Buchungen müssen protokolliert werden, und Belege dürfen nicht einfach überschrieben werden. Achte auf ein revisionssicheres Protokoll und einen sauberen Datenexport für den Fall einer Betriebsprüfung.
Wer sollte die Software vor dem Kauf testen?
+
Die Person, die später täglich damit arbeitet, sollte testen, nicht der Chef und nicht der Vertrieb des Anbieters. Nutze dabei echte Daten aus deinem Betrieb, inklusive der schwierigen Fälle wie Auslandsrechnungen und Mautaufteilungen. Beziehe zusätzlich deinen Steuerberater für den Datenexport ein.
Wie vermeide ich Probleme bei der Umstellung auf eine neue Software?
+
Plan die Einführung nicht in die stressigste Zeit des Jahres und kalkuliere Arbeitszeit für die Übernahme von Stammdaten und offenen Posten ein. Richte Nutzerrechte und Kostenstellen von Anfang an sauber ein. Prüf nach dem ersten Monat, ob die Zahlen mit der alten Software zusammenpassen.
Käuflich ist ausschließlich die Sichtbarkeit in der gesponserten Zone, immer gekennzeichnet. Die organische Reihenfolge, die Bewertungen und die verifizierten Daten sind nie käuflich und werden serverseitig unabhängig berechnet. Preisangaben tragen Stand und Quelle.