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B2B-Vertrieb, Ersatzteilservice, Kundenportale und E-Commerce in Industrie- und Großhandelsbetrieben
Eine für B2B spezialisierte E-Commerce-Plattform für Industrie und Großhandel, die Vertriebs-, Service- und After-Sales-Prozesse direkt aus dem ERP heraus digitalisiert. Sie ist modular aufgebaut und bietet umfassende B2B-Funktionen sowie integrierte KI-Funktionen.
Kernfunktionen
B2B-Shop mit kundenspezifischen Konditionen
Kundenservice-Portal für Belege und Rechnungen
KI-gestützter Service-Bot für 24/7-Kundensupport
OCI- und cXML-PunchOut für automatisierte Bestellprozesse
Unit M bietet digitale Plattformen für B2B-Vertrieb und Kundenservice an, die Routineaufgaben automatisieren und Vertriebsprozesse effizienter gestalten. Die Lösungen unterstützen insbesondere Industrie, Maschinenbau und technischen Großhandel.
Kernfunktionen
B2B Onlineshops für Geschäftskunden
Ersatzteilshops mit schneller Produktidentifikation
Mittelständische bis große Betriebe in Branchen wie Automotive, Großhandel, Einzelhandel, Konsumgüter und Industrie, die B2B- und B2C-E-Commerce betreiben
Eine Commerce-Plattform für B2B- und B2C-Geschäfte mit integrierten Features wie CMS, SEO, Analytics und KI-gestützter Intelligenz. Die Software ermöglicht es Betrieben, flexible und skalierbare Online-Shops aufzubauen.
B2B-Onlinehandel, Beschaffungsplattformen, Werbeartikel-Shops, OCI-Shops, Textilausstattungssysteme, Hersteller- und Händler-Shops, Whitelabel-Lösungen
Eigenentwickelte Shopsoftware für anspruchsvolle B2B-E-Commerce-Projekte, die modular aufgebaut und skalierbar in der Cloud bereitgestellt wird. Die Lösung wird seit 1997 angeboten und ermöglicht individuelle Anpassungen für verschiedene Branchen und Geschäftsmodelle.
Kernfunktionen
Modulare Architektur mit dutzenden Modulen und Schnittstellen
OCI Punchout und xCBL Integration für Lieferantenbindung
Eine B2B-E-Commerce-Plattform, die Herstellern und Distributoren ermöglicht, Online-Shops zu betreiben, die Echtzeit-Daten aus dem ERP-System synchronisieren. Die Lösung unterstützt komplexe Geschäftsanforderungen wie verhandelte Preise, große Produktkataloge und mehrstandort-Bestände.
Kernfunktionen
Echtzeit-Synchronisation von Bestandsdaten und Preisen aus dem ERP
Produktinformationsverwaltung (PIM)
Bestellmanagementsystem (OMS)
Self-Service-Kundenportal mit personalisierten Erfahrungen
Betriebe im Einzelhandel, Großhandel, Fertigung, Genossenschaften sowie verschiedene Branchen wie Automobil, Energie, Konsumgüter, Banken, Versicherungen, Telekommunikation, Tourismus, Energiesektor und öffentlicher Sektor
Ein Shop-System für B2B- und B2C-Handel, das zusammen mit PIM-System und Marketplace-Integration aus einer Hand angeboten wird. Die Plattform ermöglicht schnellere Markteinführung, zuverlässige Prozesse und optimale Produktpräsentation im Omnichannel-Handel.
Betriebe aller Größen, die online und stationär verkaufen möchten, sowie Unternehmen, die ihre Produkte über mehrere Kanäle vertreiben.
Eine All-in-One-Commerce-Plattform, mit der du Online-Shops aufbauen, verwalten und über mehrere Kanäle verkaufen kannst. Sie verbindet Website-Erstellung, Zahlungsabwicklung, Bestandsverwaltung und internationale Verkaufsfunktionen.
Kernfunktionen
Website Builder mit KI-gestütztem Design
Multichannel-Integration für Verkauf über verschiedene Plattformen
Point-of-Sale-System für stationäre Geschäfte
Sidekick KI-Assistent für Wachstumserkennung und Automatisierung
Herstellerunternehmen, Großhandel, Einzelhandel, Holding-Gesellschaften und Verbände, die komplexe B2B-Verkäufe digital abwickeln
Die Plattform ermöglicht es Herstellern, Händlern und Großhändlern, komplexe B2B-Geschäfte über mehrere Verkaufskanäle hinweg zu verwalten. Sie bietet Funktionen für Produktentdeckung, Kundenportale und Auftragsmanagement mit integrierter KI-Unterstützung.
Mittelständische Betriebe, die einen leistungsstarken Online-Shop für B2B-Geschäfte betreiben möchten
Cloud-basiertes Shopsystem für mittelständische Unternehmen mit Schwerpunkt auf B2B-Geschäftsprozesse. Die Lösung wird in Deutschland gehostet und bietet umfassende E-Commerce-Funktionalität mit technischem Support.
Mittelständische Betriebe und Organisationen der öffentlichen Hand, die B2B-E-Commerce-Prozesse digital abbilden möchten
Eine Softwarelösung für die B2B-E-Commerce-Abwicklung auf Basis von Shopware 6. Sie ermöglicht Betrieben die Verwaltung von B2B-Onlineshops mit integrierten Schnittstellen zu ERP-Systemen und weiteren Plattformen.
Kleine bis mittlere Fertigungsbetriebe und Hersteller, die ihre Produktion, Lagerhaltung und Geschäftsprozesse integriert verwalten müssen
Eine cloudgestützte Manufacturing-Software mit integrierten ERP- und MRP-Funktionen für kleine Hersteller mit 10 bis 200 Mitarbeitern. Das System verbindet Produktionsplanung, Lagerverwaltung, Vertrieb, Beschaffung und Buchhaltung in einer Anwendung.
Kernfunktionen
Produktionsplanung und Kapazitätsabstimmung
Echtzeitlagerbestände und Bestandsverfolgung nach Los und Seriennummern
Verkaufsmanagement mit Kostenberechnung und Lieferzeitermittlung
Beschaffungsverwaltung und automatisierte Bestellungen
Onlineshop-Betrieb für Einzelhändler und Unternehmen vom Start-up bis zum etablierten Betrieb
Gambio ist eine Cloud-basierte E-Commerce-Plattform, mit der Händler ohne Programmierkenntnisse professionelle Onlineshops aufbauen und betreiben können. Die Software bietet umfassende Funktionen für den sicheren Verkauf mit verschiedenen Zahlungsoptionen und Multichannel-Vertrieb.
Kernfunktionen
Shop-Erstellung ohne Programmierkenntnisse in kurzer Zeit
Kostenlose Design-Vorlagen
Zahlungsabwicklung mit PayPal und weiteren Anbietern
Hersteller, die ihren Händlern und Partnern ein selbstbedienungs-basiertes Bestellsystem bereitstellen möchten
OrderCentral ist eine B2B-E-Commerce-Plattform, die es Herstellern ermöglicht, ihren Händlern und Partnern ein zentrales Portal für Bestellungen bereitzustellen. Die Software synchronisiert Vertrieb und Backoffice-Systeme und verwaltet Preise, Sortiment und Bestellvorgänge automatisiert.
Kernfunktionen
B2B-Webshop mit kundenspezifischen Assortimenten und Preisen
ERP-Integration zur automatischen Datensynchronisation
Integrierte Zahlungslösungen und Bestellverwaltung
Mittelstand, Konzerne und öffentliche Hand für Beschaffungsprozesse und Einkaufsmanagement
KI-gestützte Einkaufsplattform für die Beschaffung und das Lieferantenmanagement von Betrieben. Die Software verbindet über 850 Lieferanten und ermöglicht zentrales Einkaufsmanagement mit automatisierten Prozessen.
Für verschiedene Unternehmenstypen wie Einzelhandel, Dropshipping, Gastronomie und B2B-Betriebe
Ein cloudbasiertes Shopsystem, mit dem Betriebe ihren eigenen Onlineshop erstellen und verwalten können. Die Lösung enthält Design-Tools, Zahlungsintegration und Marketing-Funktionen.
Kernfunktionen
Designvorlagen zur Personalisierung
Verwaltung von Bestellungen und Verkaufsabwicklung
Mittelständische Betriebe, die ihre Geschäfte online ausbauen und verwalten möchten
Shopware ist eine E-Commerce-Lösung, mit der Betriebe ihre Online-Geschäfte aufbauen und skalieren können. Die Software wird von eEvolution als Lösung für B2B-Shops angeboten.
B2B-Vertrieb in Industrie und Handel, insbesondere für Unternehmen mit komplexen Produkten, Nischenmärkte und anspruchsvollen Käufern
Eine KI-gestützte Plattform für B2B-Handel mit integrierten Funktionen für E-Commerce, Produktverwaltung und Datenmanagement. Die Lösung automatisiert Vertriebsprozesse und ermöglicht zentrale Verwaltung von Produktdaten, Preisen und Kundenkonditionen.
Betriebe mit Sage 100 Warenwirtschaft, die mehrere Onlineshops oder Marktplätze betreiben und diese zentral verwalten möchten
Eine Integrationssoftware, die Onlineshops und Marktplätze wie Shopify, Shopware und Amazon automatisiert mit der Sage 100 Warenwirtschaft verbindet. Sie ermöglicht zentrale Datenverwaltung ohne manuelle Doppelerfassung.
Kernfunktionen
Automatisierter Bestellimport mit Liefer- und Rechnungsadresse
Echtzeit-Synchronisation von Lagerbeständen und Preisen
B2B-Onlinehandel in Branchen wie Werkzeuggroßhandel, Elektrogroßhandel und Arbeitsschutz
Eine modulare B2B-Commerce-Plattform für Shopware 6, die es Herstellern, Großhändlern und Industrieunternehmen ermöglicht, ihre Einkaufs-, Vertriebs- und Kundenserviceprozesse zu digitalisieren. Die Suite bietet Funktionen für B2B-Shops, Kundenportale und digitale Bestellvorgänge.
Kernfunktionen
Verwaltung von Unternehmenskunden und Mitarbeiterkonten
Betriebe, die einen professionellen Online-Shop mit B2B-Funktionalität benötigen, insbesondere mit Anforderungen für Individualisierung und ERP-Anbindung
insign entwickelt und verkauft B2B-E-Commerce-Lösungen basierend auf Magento Open Source mit Individualisierungsmöglichkeiten. Die Lösungen lassen sich mit ERP-Systemen verbinden und mit KI-Features wie Shop-Chats erweitern.
Kleine bis mittlere Betriebe, Anfänger, Kleinunternehmer und digitale Produktanbieter, die einen eigenen Online-Shop aufbauen und betreiben möchten
Flow ist ein Shopsystem zur Erstellung und Verwaltung von Online-Shops. Die Software zeichnet sich durch effiziente Bedienbarkeit, ressourcenschonende Architektur und gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aus.
Kernfunktionen
Produktverwaltung mit optimierter Eingabe
Warenwirtschaft
Integration von über 50 Zahlungsarten via Payment-Provider
Ein B2B-Shopsystem ist im Kern etwas anderes als ein Onlineshop für Endkunden, auch wenn beide auf den ersten Blick ähnlich aussehen. Im B2B verkaufst du nicht an eine anonyme Menge, sondern an bekannte Geschäftskunden, oft mit individuell verhandelten Konditionen, festen Zahlungszielen und mehreren Personen pro Kundenkonto, die jeweils unterschiedliche Rechte brauchen.
Der eigentliche Zweck: Du bildest deinen Vertrieb digital ab, ohne dass jede Bestellung durch das Telefon oder ein E-Mail-Postfach läuft. Ein Stammkunde soll sich einloggen, seine ausgehandelten Preise sehen, seine Bestellhistorie abrufen und in wenigen Minuten nachbestellen. Das entlastet deinen Innendienst spürbar, weil die Standardbestellungen nicht mehr manuell erfasst werden müssen.
Damit das funktioniert, muss das System tief mit deinen anderen Programmen sprechen. Ein B2B-Shop, der nicht an dein ERP oder deine Warenwirtschaft angebunden ist, ist meistens mehr Ärger als Nutzen. Kundenspezifische Preise, aktuelle Lagerbestände und Auftragsstatus liegen in der Regel im ERP. Der Shop ist die Oberfläche, das ERP bleibt die Wahrheit.
Der Unterschied zu B2C, den viele unterschätzen
Im B2C zählt der schnelle, emotionale Kauf. Im B2B zählt Wiederholbarkeit, Nachvollziehbarkeit und die Abbildung komplexer Beziehungen. Ein Kunde kann mehrere Lieferadressen haben, ein Budget pro Besteller, eine Freigabestufe ab einem bestimmten Betrag und eine eigene Artikelnummer für dasselbe Produkt. Genau diese Dinge entscheiden, ob ein System im Alltag trägt oder ob du nach sechs Monaten wieder telefonisch bestellst.
Feature-Deep-Dive
Diese Funktionen zählen im Alltag
Kundenspezifische Preise und Preislisten
Das ist der Kern. Jeder Geschäftskunde muss nach dem Login genau die Preise sehen, die für ihn gelten, inklusive Staffelpreisen und Rabattgruppen. Prüfe in der Demo, ob diese Preise live aus dem ERP kommen oder ob sie im Shop gepflegt werden müssen. Doppelte Pflege ist eine der häufigsten Fehlerquellen.
Mehrere Nutzer pro Kundenkonto mit Rollen
In einem Betrieb bestellt selten nur eine Person. Es gibt den Einkäufer, den technischen Mitarbeiter, der Artikel auswählt, und oft eine Person, die freigibt. Das System sollte pro Firmenkonto mehrere Logins mit unterschiedlichen Rechten zulassen, etwa Bestellwertgrenzen und Freigabeworkflows.
Schnellerfassung und Nachbestellung
B2B-Kunden kaufen oft dieselben Artikel wieder. Eine Funktion, mit der man per Artikelnummer oder hochgeladener Liste (zum Beispiel CSV) einen ganzen Warenkorb füllt, spart enorm Zeit. Ebenso Bestelllisten oder Merklisten, die ein Kunde für wiederkehrende Einkäufe anlegt.
Angebotsfunktion und individuelle Konditionen
Viele B2B-Geschäfte laufen über Angebote. Ein Kunde legt einen Warenkorb an und fordert ein Angebot an, dein Vertrieb passt es an und schickt es zurück. Prüfe, ob dieser Weg im System sauber abgebildet ist, statt ihn per E-Mail nebenher laufen zu lassen.
ERP- und Schnittstellenanbindung
Ohne saubere Schnittstelle bleibt jedes andere Feature Theorie. Achte darauf, welche Anbindungen es zu deinem konkreten ERP gibt, ob per Standardconnector oder per API, und wer die Schnittstelle pflegt, wenn dein ERP ein Update bekommt.
Zahlungsarten für Geschäftskunden
Im B2B ist der Kauf auf Rechnung mit Zahlungsziel oft die wichtigste Zahlungsart, nicht die Kreditkarte. Prüfe, ob das System Rechnungskauf, Zahlungsziele und gegebenenfalls Lastschrift für geprüfte Bestandskunden abbildet.
Entscheidungshilfe
Worauf du bei der Auswahl achten solltest
Lass die Person testen, die später damit arbeitet
Der häufigste Auswahlfehler ist, dass der Chef die Demo sieht und begeistert ist, während die Innendienstmitarbeiterin, die täglich Bestellungen erfasst, nie einen Blick darauf geworfen hat. Lass in der Demo genau die Aufgaben durchspielen, die im Alltag hundertmal am Tag anfallen: Kunde anlegen, Sonderpreis hinterlegen, Bestellung nachträglich ändern.
Prüfe die Anbindung an dein bestehendes System zuerst
Bevor du dich in Design und Funktionsumfang verliebst, klär die Frage, ob und wie das System an dein ERP andockt. Ein Shop mit tollen Funktionen, der nicht mit deiner Warenwirtschaft spricht, kostet dich mehr, als er einbringt. Frag konkret nach Referenzkunden mit demselben ERP.
Denk an deine tatsächliche Kundenstruktur
Wenn du zwanzig Großkunden mit jeweils komplexen Konditionen hast, brauchst du andere Funktionen als bei tausend kleinen Kunden mit Standardpreisen. Mach dir vorher klar, wie viele Nutzer pro Konto, wie viele Preislisten und welche Freigabestufen du wirklich brauchst.
Wachstum realistisch einschätzen
Überleg, wo du in drei Jahren stehst. Ein System, das heute passt, aber bei mehr Artikeln oder mehr Sprachen an Grenzen stößt, zwingt dich zu einem teuren Wechsel. Umgekehrt musst du nicht die größte Lösung kaufen, wenn du sie nie ausreizt.
Das sagt unser Experte zu B2B-Shopsysteme
Markus Laue, Gründer von Toolfolio
Der Fehler, den ich am häufigsten sehe, ist immer derselbe: Es wird entschieden, ohne die Leute zu fragen, die täglich damit arbeiten. Der Chef sieht eine schicke Demo, unterschreibt, und ein halbes Jahr später bestellen die Stammkunden weiter per Telefon, weil im Shop die Preise nicht stimmen. Das liegt fast nie am System selbst, sondern daran, dass die Daten beim Start nicht sauber waren und niemand die Abläufe vorher durchdacht hat. Ich rate deshalb jedem, erst den eigenen Bestellprozess aufzuschreiben und dann erst Software anzuschauen. Wer das überspringt, kauft eine Lösung für ein Problem, das er nicht genau kennt.
Total Cost of Ownership
Übliche Preismodelle bei B2B-Shopsysteme
Die Lizenzgebühr ist selten der größte Posten. Die Gesamtkosten setzen sich aus mehreren Blöcken zusammen, und der teuerste ist oft unsichtbar, bis das Projekt läuft.
Die verbreiteten Modelle
Du triffst meistens auf drei Grundmodelle. Erstens Open-Source-Systeme, bei denen die Software selbst frei ist, du aber für Hosting, Anpassung und Wartung bezahlst. Zweitens Miet- oder SaaS-Modelle mit monatlichen Gebühren, oft gestaffelt nach Umsatz, Bestellvolumen oder Funktionsumfang. Drittens Lizenzmodelle mit einmaliger oder jährlicher Gebühr plus Wartungsvertrag.
Welches günstiger ist, hängt von deinem Fall ab und lässt sich nicht pauschal sagen. Ein SaaS-Modell hat niedrige Einstiegskosten, kann aber bei wachsendem Volumen teuer werden. Ein Open-Source-System wirkt günstig, verschiebt die Kosten aber auf Entwicklung und Betrieb.
Die Posten, die im Angebot oft fehlen
Achte auf diese Positionen, die gern erst später auftauchen: die Einrichtung und Konfiguration, die Anbindung an dein ERP (häufig der größte Einzelposten), die Datenübernahme aus dem Altsystem, Schulung deiner Mitarbeiter, laufende Wartung und Updates sowie die Kosten für Anpassungen, wenn ein Standardfeature nicht ganz passt.
Frag bei jedem Angebot konkret nach, was passiert, wenn dein ERP ein Update bekommt und die Schnittstelle nachgezogen werden muss. Diese Folgekosten stehen selten im ersten Angebot, treffen dich aber jedes Jahr.
Rechne über mehrere Jahre
Vergleiche nicht die monatliche Rate, sondern die Gesamtkosten über drei bis fünf Jahre inklusive Einrichtung und Betrieb. Ein System mit höherer Einrichtung, aber niedrigen laufenden Kosten kann über die Laufzeit günstiger sein als ein billiger Einstieg mit hohen Monatsgebühren.
Aus der Praxis
Fehler, die in der Praxis wirklich passieren
Der Shop läuft parallel zum Telefon weiter
Ein klassisches Muster: Der Shop ist live, aber die Stammkunden rufen weiter an, weil sie es gewohnt sind und weil im Shop irgendetwas nicht stimmt (falscher Preis, fehlender Artikel). Das Ergebnis ist doppelte Arbeit statt Entlastung. Der Fehler liegt fast immer davor: Die Daten waren beim Start nicht sauber, oder die Kunden wurden nicht mitgenommen.
Preise werden doppelt gepflegt
Wenn kundenspezifische Preise sowohl im ERP als auch im Shop gepflegt werden müssen, entstehen zwangsläufig Abweichungen. Ein Kunde sieht im Shop einen anderen Preis als auf der Rechnung, und schon ist das Vertrauen weg. Kläre vor dem Kauf, dass es genau eine Datenquelle für Preise gibt.
Zu große Lösung für zu kleinen Bedarf
Betriebe kaufen manchmal ein System, das für den zehnfachen Umsatz gebaut ist, weil es auf dem Papier beeindruckt. Die Folge sind hohe Kosten, lange Einführung und eine Oberfläche, in der sich niemand zurechtfindet. Kauf für deinen realen Bedarf plus etwas Puffer, nicht für ein Wunschszenario.
Migration unterschätzt
Die Übernahme von Artikeldaten, Kundendaten und Bestellhistorie ist regelmäßig aufwendiger als geplant. Alte Daten sind oft unvollständig oder uneinheitlich gepflegt. Plane Zeit ein, um die Daten vor der Migration aufzuräumen, sonst nimmst du das Chaos ins neue System mit.
Niemand ist verantwortlich
Ein Shop braucht Pflege: neue Artikel, aktualisierte Beschreibungen, gepflegte Kategorien. Wenn nach dem Launch niemand klar dafür zuständig ist, veraltet der Shop und die Kunden merken es. Bestimme vor dem Start eine verantwortliche Person mit Zeitbudget, nicht nur nebenbei.
Compliance
Rechtliche Anforderungen in DACH
Datenschutz
Du verarbeitest personenbezogene Daten deiner Geschäftskunden, also gilt die DSGVO. Achte darauf, wo die Daten gehostet werden und ob der Anbieter einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung anbietet. Wenn Dienstleister außerhalb der EU beteiligt sind, brauchst du eine tragfähige Rechtsgrundlage für den Datentransfer.
Preisangaben und Umsatzsteuer
Im reinen B2B-Geschäft werden Preise üblicherweise netto angezeigt, weil deine Kunden Unternehmen sind. Das musst du aber sauber lösen, inklusive korrekter Umsatzsteuerbehandlung. Bei grenzüberschreitenden Lieferungen innerhalb der EU spielt die Prüfung der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer eine Rolle. Kläre mit deinem Steuerberater, wie das System die USt-ID prüft und dokumentiert.
Barrierefreiheit
Für digitale Angebote gewinnen Anforderungen an die Barrierefreiheit an Bedeutung, insbesondere durch neuere gesetzliche Regelungen im DACH-Raum. Ob und in welchem Umfang dich das betrifft, hängt von deinem konkreten Fall ab. Prüfe das rechtzeitig, weil nachträgliche Anpassungen aufwendig sind.
Rechnungen und Aufbewahrung
Rechnungen müssen den formalen Anforderungen genügen und ordnungsgemäß aufbewahrt werden. Elektronische Rechnungen gewinnen an Bedeutung, und je nach Land und Konstellation gelten unterschiedliche Vorgaben. Prüfe, ob das System die geforderten Rechnungsformate erzeugt und ob die Anbindung an deine Buchhaltung sauber funktioniert.
Ein Hinweis: Ich bin kein Anwalt und das hier ist keine Rechtsberatung. Bei den konkreten Pflichten für deinen Betrieb hol dir eine fachkundige Prüfung, bevor du live gehst.
Playbook
So gehst du die Auswahl konkret an
Schritt 1: Ist-Zustand aufschreiben
Bevor du irgendein System ansiehst, schreib auf, wie eine Bestellung heute wirklich läuft, vom ersten Kontakt bis zur Rechnung. Wer macht was, wo entstehen Fehler, wo geht Zeit verloren. Ohne dieses Bild kaufst du eine Lösung für ein Problem, das du nicht genau kennst.
Schritt 2: Anforderungen priorisieren
Teil deine Anforderungen in drei Gruppen: unverzichtbar, wichtig, nice to have. Kundenspezifische Preise und ERP-Anbindung stehen bei den meisten unter unverzichtbar. Sei ehrlich, was wirklich Pflicht ist, sonst wird die Liste so lang, dass jedes System durchfällt.
Schritt 3: ERP-Frage vorab klären
Sprich mit deinem ERP-Anbieter oder Dienstleister darüber, welche Shopsysteme sich sauber anbinden lassen. Diese Frage grenzt dein Feld oft schon stark ein und spart dir Zeit bei der weiteren Suche.
Schritt 4: Demo mit echten Aufgaben
Gib den Anbietern zwei oder drei konkrete Szenarien aus deinem Alltag und lass sie das in der Demo durchspielen. Lade die Person dazu, die später damit arbeitet. Achte darauf, ob der Anbieter live vorführt oder nur Folien zeigt.
Schritt 5: Gesamtkosten über drei Jahre ausrechnen
Lass dir für jeden Kandidaten alle Kostenblöcke schriftlich geben und rechne sie über drei bis fünf Jahre zusammen: Einrichtung, Anbindung, laufende Gebühren, Wartung, Schulung. Vergleiche diese Summe, nicht die Monatsrate.
Schritt 6: Referenzen mit ähnlichem Profil anrufen
Bitte um zwei Referenzkunden, die deinem Betrieb ähneln, gleiches ERP, ähnliche Größe. Frag dort konkret: Was hat länger gedauert als geplant, was würdet ihr heute anders machen, wie läuft der Support. Diese Gespräche verraten mehr als jede Hochglanzbroschüre.
Schritt 7: Klein starten, dann ausbauen
Wenn möglich, starte mit einer überschaubaren Kundengruppe oder einem Teilsortiment, statt alles auf einmal umzustellen. So findest du Fehler, solange sie noch klein sind, und deine Mitarbeiter gewöhnen sich schrittweise an das System.
Wenn du diese sieben Schritte gehst, triffst du keine perfekte Entscheidung, aber eine, die du nachvollziehen und verteidigen kannst. Und du vermeidest die teuren Fehler, die entstehen, wenn man sich in eine Demo verliebt, bevor man die eigenen Abläufe verstanden hat.
Häufige Fragen
Was Betriebe uns zu B2B-Shopsysteme am häufigsten fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem B2B- und einem B2C-Shopsystem?
+
Ein B2B-Shop verkauft an bekannte Geschäftskunden mit individuell verhandelten Preisen, Zahlungszielen und mehreren Nutzern pro Konto. Ein B2C-Shop richtet sich an anonyme Endkunden und setzt auf schnelle, einzelne Käufe. Im B2B stehen kundenspezifische Preise, Nachbestellung und die Anbindung an das ERP im Vordergrund.
Brauche ich für ein B2B-Shopsystem unbedingt eine ERP-Anbindung?
+
In den meisten Fällen ja, weil kundenspezifische Preise, Lagerbestände und Auftragsstatus im ERP liegen. Ohne Anbindung müsstest du diese Daten doppelt pflegen, was zu Fehlern und Mehraufwand führt. Kläre die Anbindung an dein konkretes ERP, bevor du dich für ein System entscheidest.
Was kostet ein B2B-Shopsystem?
+
Das lässt sich nicht pauschal sagen, weil es stark von Modell und Umfang abhängt. Neben der Lizenz- oder Mietgebühr fallen Kosten für Einrichtung, ERP-Anbindung, Datenübernahme, Schulung und Wartung an. Rechne die Gesamtkosten über drei bis fünf Jahre, nicht nur die Monatsrate.
Welche Zahlungsarten sind im B2B-Shop wichtig?
+
Im B2B ist der Kauf auf Rechnung mit Zahlungsziel oft die wichtigste Zahlungsart, anders als im B2C. Je nach Kundenstruktur kommen Lastschrift für geprüfte Bestandskunden oder weitere Optionen dazu. Prüfe, ob das System diese Zahlungsarten und individuelle Zahlungsziele abbildet.
Wie lange dauert die Einführung eines B2B-Shopsystems?
+
Das hängt von der Komplexität deiner Kundenstruktur, der ERP-Anbindung und der Datenqualität ab. Die Datenübernahme wird dabei regelmäßig unterschätzt, weil alte Daten oft unvollständig sind. Plane genügend Zeit für das Aufräumen der Daten vor der Migration ein.
Kann ich einen bestehenden B2C-Shop einfach für B2B nutzen?
+
Meistens nicht ohne Weiteres, weil zentrale B2B-Funktionen fehlen. Dazu gehören kundenspezifische Preise, mehrere Nutzer pro Konto mit Rollen und Freigabeworkflows sowie der Kauf auf Rechnung. Prüfe genau, ob dein Wunschsystem diese Funktionen mitbringt oder nur nachrüstet.
Welche rechtlichen Anforderungen muss ein B2B-Shop in DACH erfüllen?
+
Relevant sind unter anderem die DSGVO, die korrekte Umsatzsteuerbehandlung inklusive Prüfung der USt-ID bei EU-Lieferungen und die ordnungsgemäße Rechnungsstellung und Aufbewahrung. Auch Anforderungen an die Barrierefreiheit können je nach Fall greifen. Lass die konkreten Pflichten für deinen Betrieb fachkundig prüfen, bevor du live gehst.
Wie vermeide ich, dass Kunden trotz Shop weiter per Telefon bestellen?
+
Sorge dafür, dass die Daten beim Start sauber sind, vor allem die kundenspezifischen Preise, und nimm deine Stammkunden aktiv mit. Wenn ein Kunde im Shop einen falschen Preis oder fehlende Artikel sieht, greift er zum Telefon zurück. Ein reibungsloser Ersteindruck und klare Verantwortlichkeiten für die Pflege sind entscheidend.
Käuflich ist ausschließlich die Sichtbarkeit in der gesponserten Zone, immer gekennzeichnet. Die organische Reihenfolge, die Bewertungen und die verifizierten Daten sind nie käuflich und werden serverseitig unabhängig berechnet. Preisangaben tragen Stand und Quelle.