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Metadaten-Management, Data Governance, IT-Projektmanagement, Datenqualitätsverbesserung und Stammdatenverwaltung in Unternehmen
Eine Metadaten-Management-Software, mit der Unternehmen Metadaten umfassend verwalten und organisationsweit verfügbar machen können. Die Lösung kombiniert technische, fachliche und organisatorische Perspektiven auf Daten und bettet diese in Unternehmensprozesse ein.
Kernfunktionen
Umfassende Verwaltung von technischen und fachlichen Metadaten
Kontextbezogene Informationen über Daten für Anwender bereitstellen
Automatisierte Code-Generierung für Datenimplementierung (Data as Code)
Integration in IT-Projekte und Requirements Engineering
Mittelständische und große Unternehmen, die ihre Datenbestände für KI-Anwendungen aufbereiten und kontextualisieren möchten
Atlan ist eine Kontextebene für KI-getriebene Datenverwaltung, die Geschäftssysteme verbindet und Datenbestände in einen zusammenhängenden Graphen überführt. Die Plattform macht Daten AI-ready und stellt Unternehmen Werkzeuge zur Dokumentation von Geschäftslogik und institutionellem Wissen bereit.
Kernfunktionen
Enterprise Data Graph mit Konnektoren zu verschiedenen Systemen
Data Lineage zur Nachverfolgung von Datenflüssen
Data Marketplace für Datenbewirtschaftung
Semantik und Ontologie zur Abbildung von Geschäftsbeziehungen
Unternehmen, die ihre Datenqualität verbessern, Datengovernance aufbauen und Stammdaten zentral verwalten möchten.
Eine Produktsuite für Datenmanagement und Data Governance mit drei Hauptkomponenten: Guide als Data Governance Tool, Core als Multidomain Datenmanagement-Software und Shuttle zur Prüfung von Lieferantendaten.
Datengetriebene Unternehmen, die ihre Datenbestände katalogisieren, verwalten und für KI-Initiativen vorbereiten möchten
Ein Datenkatalog-Tool, das Datenmodellierung, Metadaten-Management und Datenqualität in einer integrierten Lösung vereint. Es unterstützt Betriebe dabei, vertrauenswürdige Datengrundlagen für KI-Projekte aufzubauen.
Unternehmen in Finanzdienstleistungen, Fertigung, Einzelhandel und Pharmazie, die ihre Datenbestände organisieren und datenge Geschäftsinitiativen beschleunigen möchten
Cloud-native SaaS-Plattform, die Unternehmen hilft, Metadaten zentral zu verwalten und Datenzugriff zu demokratisieren. Die Lösung kombiniert einen Datenkatalog mit einem Enterprise Data Marketplace zum Veröffentlichen und Teilen von Datenprodukten.
Kernfunktionen
Datenkatalog mit zentralisierter Metadatenverwaltung
Datenverwaltung, Daten-Governance, Cloud-Modernisierung, Analytics und Business Intelligence
Eine KI-gestützte Lösung zum Entdecken, Verstehen und Vertrauenswürdignmachen von Daten in Unternehmen. Die Software ermöglicht es Betrieben, ihre Datenvermögenswerte zu katalogisieren und zu verwalten.
Unternehmen, die Datenverwaltung, Datenerkennung und Datenqualität verbessern möchten, insbesondere in Branchen wie Finanzen, Energie, Fertigung und Logistik
Eine Plattform, die Datenkataloge, Metadatenverwaltung und Datenherkunftsverfolgung vereinigt. Sie ermöglicht es Unternehmen, Datenzugriff zu demokratisieren und datengesteuerte Initiativen zu beschleunigen.
Unternehmen, die KI-Agenten, Datenanalysen und KI-Anwendungen in Produktionsumgebungen aufbauen und verwalten möchten.
Eine einheitliche Plattform, auf der Nutzer Daten, Analytics und KI-Anwendungen sowie Agenten entwickeln und betreiben können. Sie verbindet eine Transaktionsschicht mit Daten, KI und Governance.
Kernfunktionen
Datenverwaltung und ETL-Orchestrierung
Erstellung und Bereitstellung von ML- und GenAI-Anwendungen
Datenerfassung und Datenextraktion für Unternehmen, einschließlich Produktdatensammlung, Firmendatengewinnung und Lead-Generierung
No-Code-Plattform zum Web Scraping und zur Datenextraktion, mit der du Webseiten in strukturierte Daten umwandeln kannst. Die Software ermöglicht automatisierte Datenerfassung ohne Programmierkenntnisse und funktioniert sowohl lokal als auch in der Cloud.
Kernfunktionen
KI-gestützte automatische Workflow-Erkennung mit Drag-and-Drop-Anpassung
Scraping von dynamischen und komplexen Websites mit JavaScript und AJAX
Cloud-Skalierung mit gleichzeitigen Scrapern und automatischer IP-Rotation
Integration mit Datenbanken, Cloud-Diensten und Business-Anwendungen
Einsatz in verschiedenen Abteilungen wie Analytics, Finance, Sales & Marketing und Supply Chain sowie in Branchen wie Einzelhandel, Finanzdienstleistungen und Versicherungen.
Eine Plattform zur Vereinheitlichung von Datenverarbeitung, Analytik und KI-Workflows. Mit ihr lassen sich Kundenmuster erkennen, Outcomes vorhersagen und Abläufe automatisieren.
Datenmanagement und Data Governance in größeren Unternehmen, insbesondere in Branchen wie Banken, Versicherungen, Logistik und Industrie
D-QUANTUM ist ein konfigurierbarer Datenkatalog für Datenmanagement und Data Governance, der Nutzer dabei unterstützt, Daten schnell zu finden und zu verstehen. Das Tool bietet eine offene Architektur ohne Vendor Lock-in und wird mit deutschem Support angeboten.
Kernfunktionen
Flexible Konfigurierbarkeit von Modellen, Benutzeroberfläche und Prozessen
Offene API und zahlreiche Connectoren für nahtlose Integration
Unternehmen, die ihre Datenlandschaft zentral verwalten, regulatorische Anforderungen erfüllen und KI-gestützte Systeme kontrolliert einsetzen möchten
Eine Plattform zur Verwaltung und Katalogisierung von Unternehmensdaten mit Funktionen für Datengovernance, Qualitätskontrolle und KI-Governance. Die Lösung hilft Teams, Daten zu entdecken, zu verstehen und kontrolliert zu nutzen.
Kernfunktionen
Data Catalog zum Erfassen und Organisieren von Datenbeständen
Data Governance zur Sicherung und Transparenzförderung
Data Lineage zur Verfolgung von Datenflüssen und Transformationen
Data Quality & Observability für Datenqualitätsüberwachung
Unternehmen aller Größen aus verschiedenen Branchen (Finanzen, Gesundheitswesen, Versicherungen, Fertigung, öffentlicher Sektor, Versorgungsbetriebe, Einzelhandel)
MyDataCatalogue ist eine Datenkatalog-Software, die Unternehmen dabei hilft, ihre Datenbestände zu verwalten und den Überblick über ihre Daten zu behalten. Das Tool integriert sich in eine umfassendere Plattform für Datenverwaltung, Prozessautomation und KI-Readiness.
Datenverwaltung und Datengovernance in Unternehmen für Datenleiter, Datenengineers, Governance-Fachleute und Analysten
Eine cloudbasierte Datenkatalog-Plattform, die Unternehmen bei der Datenentdeckung, Governance und DataOps unterstützt. Sie nutzt einen Knowledge Graph und KI-Funktionen, um Datenbestände durchsuchbar und verwaltbar zu machen.
Kernfunktionen
Enterprise-Suchfunktion mit technischem und geschäftlichem Kontextverständnis
Daten- und Business-Lineage-Verfolgung
Automatisierte Governance mit intelligenten Workflows
Datenmarktplatz zum Teilen von Daten und KI-Modellen
Unternehmen, die ihre Datenqualität für Analytics, KI-Modelle und Geschäftsprozesse sicherstellen müssen
DataBuck ist eine KI-gestützte Datenkwalitätslösung, die automatisiert Fehler in Daten erkennt, behebt und überwacht. Die Software nutzt agentenbasierte KI, um geschäftsspezifische Validierungsregeln zu entdecken und Datenprobleme an der Quelle zu eliminieren.
Kernfunktionen
Kontextbewusste Datenkvalitätsprüfung mit KI-Agenten
Automatisierte Anomalieerkennung und Drift-Detection
Datenabstimmung und Rekonciliation
Automatisierte Datenbereinigung mit Human-in-the-Loop-Genehmigung
Mittlere Organisationen, die ihre Datengovernance-Reise beginnen, sowie Unternehmen in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, öffentliche Verwaltung und Bildung.
Eine Plattform für Datenverwaltung, die ein zentrales Datenkatalog-System mit Funktionen zur Datenqualität, Datenherkunftsverfolgung und Daten-Governance bietet. Die Software unterstützt die Dokumentation und Organisation von Datenquellen sowie die Verwaltung von Metadaten in Organisationen.
Kernfunktionen
Zentraler Datenkatalog mit Metadaten-Repository
Datenherkunftsvisualisierung auf Objekt- und Spalten-Ebene
Über 90 vordefinierte Datenqualitätsregeln
Über 50 native Konnektoren für verschiedene Datenquellen
Eine Datenkatalog-Software ist im Kern ein Inventar deiner Daten. Sie beantwortet drei Fragen, an denen in vielen Betrieben täglich Zeit verloren geht: Welche Daten haben wir überhaupt, wo liegen sie, und wem gehören sie? Klingt banal, ist es nicht. Sobald ein Betrieb über mehr als eine Handvoll Datenquellen verfügt (ein ERP, ein CRM, ein paar Excel-Ablagen, eine Datenbank im Vertrieb), weiß meistens niemand mehr vollständig, was existiert.
Der Katalog sammelt sogenannte Metadaten, also Daten über Daten. Nicht der Kundenumsatz selbst steht im Katalog, sondern die Information: Es gibt eine Tabelle namens Umsatz, sie kommt aus dem ERP, sie wird nachts aktualisiert, verantwortlich ist die Buchhaltung, und diese drei Berichte greifen darauf zu. Der Katalog ist also eine Landkarte, keine Datenbank.
Wofür Betriebe das konkret brauchen
In der Praxis entsteht der Bedarf oft aus Frust. Eine neue Kollegin im Controlling soll einen Bericht bauen und fragt sich drei Tage lang, welche der vier Umsatztabellen die richtige ist. Oder zwei Abteilungen melden unterschiedliche Zahlen an die Geschäftsführung, weil beide eine andere Quelle benutzt haben. Ein Datenkatalog macht diese Doppeldeutigkeiten sichtbar und schafft eine gemeinsame Sprache.
Wichtig zur Abgrenzung: Ein Datenkatalog speichert und verarbeitet die eigentlichen Daten nicht. Er ersetzt kein Data Warehouse und keine Analyseplattform. Er legt sich darüber und beschreibt, was vorhanden ist. Wer das verwechselt, kauft das falsche Werkzeug.
Feature-Deep-Dive
Diese Funktionen zählen im Alltag
Automatische Erfassung (Discovery)
Die Grundfrage: Findet die Software deine Datenquellen selbst, oder musst du alles von Hand eintragen? Handpflege klingt kontrollierbar, führt aber fast immer dazu, dass der Katalog nach drei Monaten veraltet ist. Achte darauf, ob die Software sich mit deinen konkreten Quellen verbinden kann. Prüfe das nicht anhand der Werbeliste, sondern anhand deiner tatsächlichen Systeme.
Datenherkunft (Data Lineage)
Lineage zeigt dir, woher ein Wert kommt und wohin er fließt. Wenn ein Bericht falsche Zahlen zeigt, willst du zurückverfolgen können, aus welcher Quelle das kommt und welche Zwischenschritte es gab. Gute Lineage zeigt das visuell und nicht nur als Textliste. Frag in der Demo, ob die Herkunft automatisch erkannt wird oder ob jemand sie pflegen muss.
Suche und Glossar
Ein Katalog lebt von der Suche. Tippt jemand Umsatz ein, sollte er nicht 40 kryptische Tabellennamen bekommen, sondern verständliche Treffer mit Beschreibung. Ein Business-Glossar verbindet fachliche Begriffe mit den technischen Tabellen. So versteht auch die Kollegin aus dem Marketing, was hinter einem Feld steckt, ohne einen Entwickler zu fragen.
Zugriffsrechte und Verantwortlichkeiten
Jeder Datensatz braucht einen Verantwortlichen (oft Data Owner genannt). Die Software sollte abbilden können, wer für welche Daten zuständig ist und wer sie sehen darf. Das ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für saubere Prozesse und für den Datenschutz.
Datenqualität
Manche Kataloge zeigen an, wie vollständig oder aktuell ein Datensatz ist. Ob ein Feld zu 90 Prozent gefüllt ist oder ob eine Tabelle seit Wochen nicht aktualisiert wurde, sind Hinweise, die im Alltag viel Ärger ersparen. Prüfe, ob solche Angaben automatisch entstehen oder nur manuell gepflegt werden.
Integration in bestehende Werkzeuge
Ein Katalog, den niemand öffnet, ist wertlos. Achte darauf, ob er sich dort zeigt, wo Leute ohnehin arbeiten, etwa im BI-Werkzeug oder über eine schlichte Weboberfläche. Je mehr Kontextwechsel nötig sind, desto weniger wird das Ding benutzt.
Entscheidungshilfe
Worauf du bei der Auswahl achten solltest
Lass die richtige Person testen
Der häufigste Fehler in Demos: Der Anbieter führt vor, der Chef nickt, gekauft. Lass die Software in der Demo von der Person bedienen, die später täglich damit arbeitet, nicht von der Geschäftsführung. Gib ihr eine echte Aufgabe: Finde heraus, woher der Wert im Quartalsbericht stammt. Wenn das in der Demo hakt, hakt es im Alltag noch mehr.
Passt es zu deinen echten Quellen
Mach eine Liste deiner tatsächlichen Datenquellen, bevor du mit Anbietern sprichst. Nicht die, die du irgendwann haben willst, sondern die, die heute existieren. Dann prüfe für jede einzelne, ob die Software sie anbinden kann. Ein Katalog, der 90 Prozent deiner Systeme nicht erreicht, hilft dir nicht.
Wer pflegt das später
Ein Katalog ist kein Projekt, sondern ein Dauerbetrieb. Kläre vor dem Kauf, wer die Pflege übernimmt und wie viel Zeit das kostet. Wenn niemand die Rolle hat, veraltet der Katalog und wird zur Datenleiche. Frag den Anbieter konkret, wie viel Handarbeit realistisch anfällt.
Größe des Betriebs
Ein kleiner Betrieb mit fünf Datenquellen braucht kein System, das für Konzerne mit hunderten Quellen gebaut ist. Solche Software ist teuer, komplex und überfordert das Team. Umgekehrt sprengt ein zu einfaches Werkzeug schnell seine Grenzen, wenn du wächst. Sei ehrlich, wo du stehst.
Datenhaltung: Cloud oder eigener Server
Kläre früh, ob die Software in der Cloud läuft oder bei dir vor Ort betrieben werden kann. Das hat Folgen für Datenschutz, Kosten und IT-Aufwand. Wenn deine Daten besonders sensibel sind oder Vorgaben eine Speicherung im Betrieb verlangen, schränkt das die Auswahl stark ein.
Das sagt unser Experte zu Datenkatalog-Software
Markus Laue, Gründer von Toolfolio
Der Fehler, den ich am häufigsten sehe, ist der Katalog ohne Pflegeperson. Ein Betrieb kauft die Software, ein Projektteam füllt sie einmal fleißig, und dann läuft das Projekt aus. Ein halbes Jahr später stimmt nichts mehr, weil neue Tabellen dazugekommen und alte verschwunden sind. Niemand vertraut dem Katalog noch, also nutzt ihn keiner, und das Geld ist verbrannt. Ein Datenkatalog ist kein Projekt mit Enddatum, sondern ein Dauerbetrieb, und das muss vor dem Kauf geklärt sein, nicht danach.
Total Cost of Ownership
Übliche Preismodelle bei Datenkatalog-Software
Beim Preis gilt: Der Lizenzpreis ist selten die ganze Rechnung. Ich nenne dir bewusst keine Zahlen, weil sie je nach Anbieter und Betriebsgröße stark schwanken. Wichtiger ist, dass du die Kostentreiber verstehst.
Übliche Abrechnungsmodelle
Häufig zahlst du pro Nutzer und Monat. Das ist überschaubar, solange nur wenige Leute den Katalog aktiv pflegen. Es wird teuer, wenn plötzlich der ganze Betrieb Zugriff bekommen soll. Andere Anbieter rechnen nach Menge der angebundenen Datenquellen oder nach dem Volumen der verwalteten Metadaten. Prüfe, welches Modell zu deiner Nutzung passt, und rechne den Fall durch, dass du wächst.
Versteckte Kosten
Die eigentlichen Überraschungen liegen selten im Lizenzpreis. Achte auf diese Posten:
Einrichtung und Anbindung der Quellen, oft ein Beratungsaufwand, der separat berechnet wird
Schulung des Teams, denn ein ungenutztes Werkzeug kostet trotzdem
laufende Pflege durch eine interne Rolle, das ist Arbeitszeit, die real anfällt
Kosten für zusätzliche Konnektoren oder Module, die im Grundpaket fehlen
Aufwand bei einem späteren Wechsel, wenn deine gepflegten Metadaten nicht exportierbar sind
Frag nach dem Ausstieg
Bevor du unterschreibst, frag, wie du wieder herauskommst. Bekommst du deine Metadaten, dein Glossar und deine Verantwortlichkeiten in einem brauchbaren Format zurück? Wenn die Antwort schwammig ist, ist das ein Warnsignal. Ein Anbieter, der den Ausstieg erschwert, plant deine Abhängigkeit ein.
Aus der Praxis
Fehler, die in der Praxis wirklich passieren
Der Katalog ohne Pflegeperson
Der Klassiker: Ein Betrieb kauft die Software, ein Projektteam füllt sie einmal, dann läuft das Projekt aus. Sechs Monate später stimmt nichts mehr, weil neue Tabellen dazugekommen sind und alte verschwunden. Der Katalog wird unzuverlässig, die Leute nutzen ihn nicht mehr, das Geld ist weg. Ein Katalog braucht einen dauerhaften Verantwortlichen, nicht ein Projekt mit Enddatum.
Zu groß eingekauft
Ein mittelständischer Betrieb lässt sich von einem System für Großkonzerne überzeugen. Die Software kann alles, aber niemand im Team bedient sie ohne Anleitung. Das Ergebnis ist ein teures Werkzeug, das im Alltag brachliegt, weil es für den vorhandenen Bedarf überdimensioniert ist.
Alles auf einmal katalogisieren
Manche wollen zum Start jede Datenquelle im Betrieb erfassen. Das dauert Monate, keiner sieht ein Ergebnis, und die Begeisterung stirbt. Besser ist, mit dem Bereich zu beginnen, der am meisten Schmerz macht, etwa dem Reporting für die Geschäftsführung. Erst einen sichtbaren Nutzen schaffen, dann ausweiten.
Die IT baut, die Fachabteilung nutzt nicht
Oft treibt die IT das Projekt, weil sie den Nutzen technisch versteht. Die Fachabteilungen werden aber nicht eingebunden. Dann steht ein technisch sauberer Katalog, in dem die fachlichen Begriffe fehlen, und niemand aus dem Vertrieb findet sich zurecht. Beide Seiten müssen von Anfang an mitreden.
Glossar wird ignoriert
Das Business-Glossar ist der Teil, der oft vergessen wird, weil es Arbeit macht, Begriffe sauber zu definieren. Genau dieser Teil bringt aber den größten Nutzen für die Fachabteilungen. Ein Katalog nur mit technischen Tabellennamen ist für die IT nützlich und für alle anderen unbrauchbar.
Compliance
Rechtliche Anforderungen in DACH
Datenkatalog-Software berührt fast immer den Datenschutz, weil in den katalogisierten Quellen personenbezogene Daten stecken (Kundennamen, Mitarbeiterdaten, Kontaktdaten). Damit gilt die DSGVO und in Deutschland ergänzend das Bundesdatenschutzgesetz, in Österreich das Datenschutzgesetz, in der Schweiz das revidierte Datenschutzgesetz.
Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten
Die DSGVO verlangt in vielen Fällen ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten. Ein gut geführter Datenkatalog kann dir dabei helfen, weil er ohnehin dokumentiert, welche Daten wo liegen und wer zuständig ist. Achte darauf, ob die Software Felder für Verarbeitungszweck und Rechtsgrundlage vorsieht. Das ersetzt keine juristische Prüfung, aber es erleichtert die Arbeit.
Auftragsverarbeitung
Wenn die Software in der Cloud läuft und der Anbieter deine Metadaten verarbeitet, brauchst du in der Regel einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Kläre, wo die Server stehen. Bei Anbietern mit Sitz oder Serverstandort außerhalb der EU stellt sich die Frage der Datenübermittlung in Drittländer, was zusätzliche Anforderungen mit sich bringt.
Zugriffskontrolle als Pflicht
Die DSGVO verlangt, dass nur befugte Personen auf personenbezogene Daten zugreifen. Ein Katalog, der Verantwortlichkeiten und Zugriffsrechte sauber abbildet, unterstützt genau das. Prüfe, ob die Software feingranular steuern kann, wer welche Einträge sieht.
Zusammenarbeit mit dem Datenschutzbeauftragten
Hol die Person, die bei euch für Datenschutz zuständig ist, früh dazu, nicht erst nach dem Kauf. Sie kann sagen, welche Anforderungen die Software erfüllen muss und wo Risiken liegen. Ein nachträglich eingeführter Datenschutz kostet mehr als ein von Anfang an mitgedachter. Verlass dich bei rechtlichen Fragen nicht auf diesen Text, sondern auf fachkundige Beratung im konkreten Fall.
Playbook
So gehst du die Auswahl konkret an
Schritt 1: Den Schmerz benennen
Schreib in zwei Sätzen auf, welches konkrete Problem du lösen willst. Doppelte Zahlen im Reporting? Neue Leute finden sich nicht zurecht? Der Datenschutz verlangt Dokumentation? Ohne klaren Anlass kaufst du ins Blaue.
Schritt 2: Quellen inventarisieren
Mach eine ehrliche Liste aller Datenquellen, die heute existieren. Notiere pro Quelle, wer zuständig ist und wie kritisch sie ist. Diese Liste ist die Grundlage für jedes Anbietergespräch.
Schritt 3: Rolle festlegen
Bestimme jetzt, wer den Katalog später pflegt, nicht später. Ohne benannte Person startest du nicht. Kläre, wie viel Zeit diese Person dafür bekommt.
Schritt 4: Zwei bis drei Anbieter mit echter Aufgabe testen
Wähl eine kleine Zahl von Werkzeugen aus und gib jedem dieselbe echte Aufgabe aus deinem Betrieb. Lass die spätere Nutzerin das durchspielen, nicht den Vertrieb. Notiere, wo es hakt.
Schritt 5: Kosten über drei Jahre durchrechnen
Rechne nicht den Monatspreis, sondern die Gesamtkosten über drei Jahre, inklusive Einrichtung, Schulung und Pflegezeit. Nimm das Wachstumsszenario dazu: Was kostet es, wenn doppelt so viele Leute Zugriff brauchen?
Schritt 6: Klein starten
Beginne mit dem einen Bereich, der am meisten Schmerz macht. Schaff dort einen sichtbaren Nutzen innerhalb weniger Wochen. Erst wenn das funktioniert, weite den Katalog auf weitere Quellen aus. So behältst du die Kontrolle und die Leute bleiben an Bord.
Schritt 7: Ausstieg klären
Bevor du unterschreibst, lass dir schriftlich geben, wie du deine Metadaten wieder herausbekommst. Das ist deine Versicherung gegen Abhängigkeit.
Häufige Fragen
Was Betriebe uns zu Datenkatalog-Software am häufigsten fragen
Was ist eine Datenkatalog-Software?
+
Eine Datenkatalog-Software ist ein Inventar deiner Daten. Sie sammelt Metadaten, also Informationen darüber, welche Daten in einem Betrieb existieren, wo sie liegen und wer für sie zuständig ist. Die eigentlichen Daten speichert sie nicht, sie beschreibt sie nur, ähnlich einer Landkarte.
Brauche ich einen Datenkatalog schon als kleiner Betrieb?
+
Das hängt von der Zahl deiner Datenquellen ab. Bei nur wenigen Quellen reicht oft eine saubere Dokumentation. Sobald mehrere Systeme im Spiel sind und niemand mehr genau weiß, welche Zahl aus welcher Quelle stammt, wird ein Katalog nützlich. Fang dann klein an und nutz kein System, das für Großkonzerne gebaut ist.
Was kostet eine Datenkatalog-Software?
+
Das lässt sich nicht pauschal sagen, weil die Preise stark nach Anbieter, Betriebsgröße und Abrechnungsmodell schwanken. Üblich sind Modelle pro Nutzer, pro angebundener Datenquelle oder nach Metadatenvolumen. Beim Gesamtaufwand solltest du neben der Lizenz auch Einrichtung, Schulung und die laufende Pflegezeit einrechnen.
Ersetzt ein Datenkatalog ein Data Warehouse?
+
Nein. Ein Data Warehouse speichert und verarbeitet die eigentlichen Daten. Ein Datenkatalog legt sich darüber und beschreibt nur, was vorhanden ist, woher es kommt und wer zuständig ist. Beide erfüllen unterschiedliche Aufgaben und ergänzen sich.
Wer sollte im Betrieb den Datenkatalog pflegen?
+
Es braucht eine dauerhaft benannte Person oder Rolle, oft in Verbindung mit Data Ownern in den Fachabteilungen. Ohne festen Verantwortlichen veraltet der Katalog und wird unbrauchbar. Diese Rolle solltest du vor dem Kauf festlegen, nicht erst danach.
Ist ein Datenkatalog datenschutzrelevant?
+
Ja, in fast allen Fällen, weil in den katalogisierten Quellen personenbezogene Daten stecken. Damit gelten die DSGVO und die nationalen Datenschutzgesetze in DACH. Kläre unter anderem, wo die Server stehen, ob ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nötig ist, und zieh deinen Datenschutzbeauftragten früh hinzu.
Wie starte ich die Einführung am besten?
+
Beginne mit dem Bereich, der aktuell am meisten Schmerz macht, etwa dem Reporting für die Geschäftsführung. Schaff dort innerhalb weniger Wochen einen sichtbaren Nutzen und weite den Katalog erst danach auf weitere Quellen aus. Ein Versuch, alles auf einmal zu erfassen, scheitert meistens.
Worauf muss ich beim Anbieterwechsel achten?
+
Kläre schon vor dem Kauf, wie du deine gepflegten Metadaten, dein Glossar und deine Verantwortlichkeiten wieder exportierst. Wenn ein Anbieter dazu nur schwammige Antworten gibt, ist das ein Warnsignal für eine geplante Abhängigkeit. Lass dir die Exportmöglichkeit möglichst schriftlich bestätigen.
Käuflich ist ausschließlich die Sichtbarkeit in der gesponserten Zone, immer gekennzeichnet. Die organische Reihenfolge, die Bewertungen und die verifizierten Daten sind nie käuflich und werden serverseitig unabhängig berechnet. Preisangaben tragen Stand und Quelle.