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21 Tools im Vergleich
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Cloudbasierte Plattform für Datenintegration, Datensicherung und Verwaltung. Ermöglicht es, Daten aus verschiedenen Quellen zu integrieren, zu synchronisieren und zu automatisieren ohne Programmieraufwand.
Kernfunktionen
Automatisierte Daten-Pipelines mit ETL und Reverse ETL
Echtzeit-Datensynchronisation mit Change Data Capture
Datentransformation mit SQL
Direkte Anbindung zu Excel, Google Sheets und Looker Studio
Datenerfassung und Datenextraktion für Unternehmen, einschließlich Produktdatensammlung, Firmendatengewinnung und Lead-Generierung
No-Code-Plattform zum Web Scraping und zur Datenextraktion, mit der du Webseiten in strukturierte Daten umwandeln kannst. Die Software ermöglicht automatisierte Datenerfassung ohne Programmierkenntnisse und funktioniert sowohl lokal als auch in der Cloud.
Kernfunktionen
KI-gestützte automatische Workflow-Erkennung mit Drag-and-Drop-Anpassung
Scraping von dynamischen und komplexen Websites mit JavaScript und AJAX
Cloud-Skalierung mit gleichzeitigen Scrapern und automatischer IP-Rotation
Integration mit Datenbanken, Cloud-Diensten und Business-Anwendungen
Datenintegration, Analytics, operationale Prozesse und künstliche Intelligenz in Betrieben verschiedener Branchen wie Einzelhandel, Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen und Fertigung
Fivetran ist eine Plattform für automatisierte Datenbewegung, die es Betrieben ermöglicht, Daten zuverlässig aus verschiedenen Quellen in Data Warehouses, Data Lakes und Business-Anwendungen zu verschieben. Die Plattform kombiniert Datentransport, Transformation und Aktivierung in einem einheitlichen System.
Kernfunktionen
Automatisierte Datenbewegung von über 900 Quellen und Zielen
SQL-basierte Transformationen direkt im Ziel-System
Verwalteter Data-Lake-Service mit offenen Tabellenformaten wie Iceberg und Delta Lake
Datenaktivierung von Warehouse-Daten zu Business-Tools
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Preis
Nutzungsbasierte Preisgestaltung, kostenlos bis 500.000 monatliche aktive Zeilen für Verbindungen
Datengestützte Entscheidungsfindung in Unternehmen verschiedener Branchen (Finanzdienstleistungen, Einzelhandel, Healthcare, Technologie, Supply Chain)
Eine Analytics-Plattform mit eingebauten KI-Agenten, die automatisiert Datenanalysen durchführen und Geschäftsentscheidungen unterstützen. Die Lösung bietet verschiedene spezialisierte Agenten für unterschiedliche Analyse-Aufgaben und lässt sich in bestehende Workflows integrieren.
Webanalyse- und Optimierungssoftware, die Heatmaps, Session-Replays und Funnel-Analysen kombiniert, um Besucherverhalten zu verstehen und Conversion-Raten zu verbessern. Die Plattform verbindet Daten von Verkehrsquellen direkt mit Usability-Problemen.
Betriebe, die große Datenmengen analysieren, verarbeiten und für Business-Intelligence-Zwecke nutzen möchten
Azure ist eine Cloud-Plattform von Microsoft, die verschiedene Tools und Dienste für Big-Data-Analysen bereitstellt. Du kannst damit große Datenmengen verarbeiten, analysieren und mit Hilfe von KI-Modellen auswerten.
Eine Plattform zur Verwaltung von Daten- und KI-Workloads in hybriden Cloud-Umgebungen. Du erhältst umfassende Funktionen für Datenüberwachung, Datenqualität, Orchestrierung von Datenpipelines und Governance.
Kernfunktionen
Daten- und KI-Observability mit End-to-End-Überwachung
Automatische Datenqualitätsprüfung und Anomalieerkennung
Marketing-Teams und Analytics-Teams in Agenturen und Unternehmen, die zuverlässige Marketing-Daten für KI-basierte Entscheidungen benötigen
Adverity ist eine Plattform zur Verwaltung und Governance von Marketing-Daten mit KI-Unterstützung. Sie verbindet Datenquellen, bereinigt und standardisiert Daten und macht sie für Analyse und künstliche Intelligenz nutzbar.
Kernfunktionen
600+ Konnektoren für Marketing-Datenquellen
Marketing-spezifische Datenbereinigung und Harmonisierung
Retail & E-Commerce, Healthcare, Financial Services, B2B und Revenue Operations
Eine KI-gestützte Automatisierungsplattform für Workflows mit integrierten Funktionen zur Datenverarbeitung, Integration und Transformation. Die Lösung ermöglicht Unternehmen, komplexe Prozesse durch Automatisierung zu optimieren.
Kernfunktionen
Workflow Builder mit Drag-and-Drop Interface
Echtzeit-Datenverarbeitung (Streams)
Datenintegration und Transformation (Pipes)
No-Code Datenbank
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Preis
ab 39 USD pro Monat (monatliche Abrechnung) oder ab 39 USD pro Monat bei jährlicher Abrechnung
AI-Training, Ingenieurwesen, Forschungseinrichtungen, Bundesbehörden, Life Sciences, Wettermodellierung
Cloud-Computing-Plattform mit festen Gebühren für HPC und Speicherressourcen. Die Lösung ermöglicht Kostenkontrolle, Performance-Optimierung und skalierbare Rechenkapazitäten für datenintensive Anwendungen.
Kernfunktionen
Feste Abonnement-Preisgestaltung ohne versteckte Gebühren
Maßgeschneiderte Cloud-Lösungen für individuelle Anforderungen
Dedizierte Recheninstanzen für ununterbrochene Ausführung
Hohe Compliance-Standards (HIPAA, ITAR, FISMA, ISO27001)
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Preis
Abonnement-Modell mit festen Kosten, kostenlose Testversion verfügbar
ML/AI, Data Management, MLOps, Datengouvernance und Compliance in Unternehmen
lakeFS ist eine Kontrollplattform für datengestützte KI-Projekte, die auf einer skalierbaren Datenversionskontroll-Architektur basiert. Die Software verwaltet den Lebenszyklus von Daten, deren Herkunft und den einheitlichen Zugriff für Data-Engineering- und AI-Teams.
Kernfunktionen
Datenversionskontrolle und Lebenszyklusmanagement
Automatische Erfassung von Datenprovenance und Audit-Trail
Isolierte Tests auf Produktionsdaten ohne Datenkopien
Datenqualitätsstandards durchsetzen und Fehler früh erkennen
Qualitätssicherung und automatisierte Softwaretests in Unternehmen
KI-gestützte Testautomationssoftware, mit der du Testfälle in natürlichem Englisch schreibst statt Code. Das System übersetzt diese Anweisungen automatisch in konkrete Testschritte um.
Datenvalidierung, ETL-Testing, Datenmigration, Datenqualitätsprüfung, Compliance und Datenbeobachtung in Enterprise-Umgebungen
Datagaps stellt eine Plattform mit mehreren Modulen bereit, die Datenvalidierung, ETL-Tests, Business Intelligence-Validierung und Datenqualitätsüberwachung mit KI-Unterstützung durchführen. Die Lösung prüft und sichert Daten in Cloud-Umgebungen wie Snowflake und Databricks.
Kernfunktionen
Automatische Datenvalidierung für ETL-Prozesse
BI-Validierung für Power BI, Tableau und Oracle Analytics
Datenoperationen in Unternehmen, ETL-Prozesse, Datenmigration, Data-Warehouse-Aufbau, Datenintegration aus mehreren Quellen
Eine Datenplattform zum Entwerfen, Testen und Bereitstellen von Data Warehouses, Pipelines und Datenmodellen aus strukturierten und unstrukturierten Quellen. Nutzer können mittels natürlicher Sprache Datenoperationen wie Extraktion, Integration, Vorbereitung und Analyse durchführen ohne technisches Hintergrundwissen.
Kernfunktionen
Konversationsoberfläche zur Pipelineerstellung in natürlicher Sprache
No-Code-Design mit über 200 integrierten Transformationen
Über 100 native Konnektoren für Datenquellen
Modellgesteuerte Automatisierung zur automatischen Generierung mehrerer Pipelines
Aus- und Weiterbildung für Datenanalyse, Data Science, künstliche Intelligenz und Programmierung
Eine Online-Lernplattform für praktische Schulungen in Datenanalyse, künstlicher Intelligenz und Programmierung. Nutzer arbeiten an realen Projekten mit echten Datensätzen und erhalten Unterstützung durch praktizierende Datenexperten.
Kernfunktionen
Praktische projektbasierte Kurse mit echten Datensätzen
Mentoring durch praktizierende Datenwissenschaftler und AI-Ingenieure
Rollenspezifische Lernpfade für unterschiedliche Karriereziele
Interview-Assistent zum Trainieren von technischen Gesprächen
Eine Kontextebene für KI-Agenten, die Verbindungen zu verschiedenen Systemen herstellt und Daten in Echtzeit zur Verfügung stellt. Die Software ermöglicht es Agenten, Beziehungen zwischen unterschiedlichen Datenquellen zu verstehen.
Embedded Reporting und Business Intelligence für Webanwendungen, besonders in den Bereichen Accounting & Finance, HR Analytics und SaaS-Plattformen
Eine einbettbare Reporting- und Dashboard-Software für .NET-Anwendungen, mit der Nutzer ad-hoc-Reports erstellen und Live-Dashboards mit Drag-and-Drop-Funktionalität aufbauen können. Die Lösung ermöglicht Selbstbedienungs-BI und automatisierte Exporte ohne SQL-Kenntnisse.
Kernfunktionen
Drag-and-Drop Report Designer
Live Dashboards mit KPI-Widgets
Self-Service BI für Benutzer
Scheduling und automatisierte Exporte (PDF/Excel)
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Preis
Kostenlose 30-Tage-Testversion und kostenlose Live-Demo verfügbar; transparentes Preismodell erwähnt
Große und mittlere Unternehmen aus Fertigung, Einzelhandel, Finanzen, Pharmazie, Energie, Automobil und anderen Branchen für Datenanalyse, Geschäftsentscheidungen und digitale Transformation.
FanRuan bietet eine Suite von Big Data und BI-Softwarelösungen an. Die Produktpalette umfasst Plattformen für Berichtserstellung, Datenanalyse, Datenintegration und Low-Code-Anwendungsentwicklung.
Kernfunktionen
Report-Entwicklungsplattform für komplexe Berichte
Retail und E-Commerce, Reisen und Gastgewerbe, Finanzen und Investment, Workforce-Technologie, KI und Data Science, Medien und Forschung
Vollständig verwalteter Web-Scraping-Service mit KI-gestützter Datenextraktion und manueller Qualitätsprüfung. Die Lösung benötigt keine eigene Infrastruktur und liefert bereinigte Daten über API, S3 oder FTP.
Kernfunktionen
Vollständig verwaltete Datenextraktion ohne Code
KI-gestützte Qualitätsprüfung mit menschlicher Validierung
Enterprise-Betriebe, die Kundendaten zentral verwalten, analysieren und über Marketing-, Analyse- und CRM-Systeme aktivieren möchten
Eine Customer Data Platform mit KI-gestützten Agenten, die es Unternehmen ermöglicht, Kundendaten zu sammeln, zu vereinheitlichen und in Echtzeit zu aktivieren. Die Plattform unterstützt natürlichsprachliche Workflows für Datenpipeline-Management und bietet Zugang zu über 200 Business-Tools.
Kernfunktionen
Datenerfassung über 16 SDKs von Web, Mobile und Server-Quellen
Echtzeit-Datenrouting zu Data Clouds und Business-Tools
Intelligente Datentransformation und PII-Maskierung
Erstellung von Customer-360-Profilen mit Identitätsgraph
Marketing und Marketing-Management in Unternehmen verschiedener Branchen, insbesondere für CMOs, Marketing-Entscheider und Agenturen zur Messung von Marketing-Effektivität
Eine Plattform zur einheitlichen Marketing-Messung und Attributionsanalyse, die First-Party-Daten integriert und Marketer bei der Nachverfolgung von Kampagnen-ROI über alle Touchpoints hinweg unterstützt. Die Software kombiniert Online- und Offline-Daten sowie KI-gestützte Prognosen für bessere Budget-Allocation.
Kernfunktionen
First-Party-Datenerfassung und Formular-Tracking
Multi-Touch- und Impressions-Attributionsmodelle
Marketing-Mix-Modelling und Umsatz-Analyse
Budget-Szenario-Planner mit Sättigungskurven-Prognosen
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Preis
ab 299 GBP pro Monat (monatliche Abrechnung) oder ab 269 GBP pro Monat (jährliche Abrechnung mit 10% Rabatt)
Big Data Tools sind Werkzeuge, die dann anfangen sinnvoll zu sein, wenn deine normalen Mittel nicht mehr reichen. Solange du deine Daten in einer Tabelle öffnen und mit ein paar Filtern durchsuchen kannst, brauchst du kein Big Data Tool. Der Bedarf entsteht, wenn drei Dinge zusammenkommen: die Datenmenge wird zu groß für einen einzelnen Rechner, die Daten kommen zu schnell rein, um sie manuell zu verarbeiten, und die Formate sind zu unterschiedlich, um sie in ein starres Schema zu pressen.
In der Praxis heißt das: Ein Onlineshop, der pro Tag ein paar hundert Bestellungen hat, braucht das nicht. Ein Sensornetz in einer Produktionshalle, das jede Sekunde Messwerte von tausend Maschinen schickt, schon. Der Unterschied ist nicht die Wichtigkeit der Daten, sondern die Menge und die Geschwindigkeit.
Was diese Tools grundsätzlich tun: Sie verteilen die Arbeit auf viele Rechner, statt alles auf einem zu erledigen. Sie speichern Daten so, dass man sie später auswerten kann, ohne vorher genau zu wissen, welche Frage man stellen wird. Und sie stellen Werkzeuge bereit, mit denen Fachleute Muster suchen, Berichte bauen oder Modelle trainieren.
Wichtig zu verstehen: Ein Big Data Tool erzeugt keine Erkenntnisse von allein. Es liefert dir die Infrastruktur, um große Datenmengen bearbeitbar zu machen. Die Frage, was du damit herausfinden willst, musst du selbst mitbringen. Ich habe Betriebe gesehen, die sich eine große Datenplattform gekauft haben, ohne vorher zu wissen, welche Fragen sie beantworten wollen. Das Ergebnis war ein teures Lager voller Daten, die niemand angeschaut hat.
Feature-Deep-Dive
Diese Funktionen zählen im Alltag
Datenaufnahme und Anbindung
Der erste Punkt, der im Alltag über Erfolg oder Frust entscheidet, ist die Frage, wie die Daten überhaupt reinkommen. Prüfe, welche Quellen das Tool anbinden kann: Datenbanken, Dateiablagen, Schnittstellen von anderen Systemen, Datenströme in Echtzeit. Wenn dein Betrieb Daten aus einem alten Warenwirtschaftssystem ziehen muss, dann ist genau diese Anbindung wichtiger als jede schicke Auswertungsfunktion.
Speicherung und Struktur
Manche Tools erwarten, dass du deine Daten vorher ordnest, andere nehmen sie roh und du strukturierst später. Beides hat seinen Platz. Für einen Betrieb, der noch nicht genau weiß, was er auswerten will, ist die zweite Variante flexibler. Achte darauf, ob du Daten auch wieder löschen kannst, gezielt und nachvollziehbar. Das klingt banal, wird aber spätestens beim Thema Datenschutz zum Problem, wenn es nicht geht.
Verarbeitung im Stapel und in Echtzeit
Es gibt zwei Grundmuster: Entweder du sammelst Daten und wertest sie später in einem Rutsch aus (Stapelverarbeitung), oder du verarbeitest sie, während sie reinkommen (Echtzeit). Ein Betrieb, der monatliche Berichte braucht, kommt mit Stapelverarbeitung aus. Wer eine Maschine überwachen und bei Störungen sofort reagieren will, braucht Echtzeitverarbeitung. Kläre das früh, denn die Werkzeuge dafür unterscheiden sich deutlich.
Auswertung und Darstellung
Die Daten müssen am Ende bei einem Menschen ankommen, der eine Entscheidung trifft. Prüfe, wie die Ergebnisse aussehen: Kann die Fachabteilung sich selbst Berichte bauen, oder braucht sie für jede neue Frage einen Techniker? Das ist im Alltag ein großer Unterschied. Lass in der Demo die Person eine Auswertung bauen, die später wirklich damit arbeitet.
Rechte und Zugriffe
Wer darf welche Daten sehen? In einem Betrieb mit mehreren Abteilungen ist das keine Nebensache. Die Personalabteilung soll Gehaltsdaten sehen, der Vertrieb nicht. Prüfe, ob sich Zugriffsrechte fein genug einstellen lassen und ob du nachvollziehen kannst, wer wann was abgerufen hat.
Entscheidungshilfe
Worauf du bei der Auswahl achten solltest
Fang nicht mit dem Tool an, sondern mit deiner Frage. Schreib auf, welche drei bis fünf Fragen du mit den Daten beantworten willst. Wenn du das nicht kannst, brauchst du noch kein Tool, sondern erst mal Klarheit.
Prüfe, wer das Ding später bedient. Es gibt Werkzeuge, die setzen echte Entwickler voraus, und es gibt welche, die eine Fachabteilung mit etwas Einarbeitung selbst nutzen kann. Wenn du keine eigene IT hast, die sich damit beschäftigt, dann fällt die erste Kategorie faktisch raus, egal wie leistungsfähig sie ist.
Achte auf die Frage, wie du wieder rauskommst. Kannst du deine Daten exportieren, in einem Format, das auch woanders funktioniert? Ein Tool, das deine Daten in ein eigenes Format sperrt, macht dich abhängig. Das merkst du erst nach zwei Jahren, wenn du wechseln willst und es nicht mehr geht.
Hol die Leute rein, die betroffen sind. Lass die Software in der Demo von der Person bedienen, die später damit arbeitet, nicht vom Anbietervertrieb und nicht vom Chef. Gib ihr eine echte Aufgabe aus dem Alltag und schau zu, wo sie hängen bleibt.
Teste mit deinen eigenen Daten, nicht mit den Musterdaten des Anbieters. Musterdaten sind sauber und passen genau. Deine echten Daten sind unvollständig, haben Tippfehler und kommen in drei verschiedenen Formaten. Ein Tool, das mit den Musterdaten glänzt und bei deinen echten Daten stolpert, hilft dir nicht.
Das sagt unser Experte zu Big Data Tools
Markus Laue, Gründer von Toolfolio
Der Fehler, den ich am häufigsten sehe, ist die Reihenfolge. Die Leute kaufen erst das Tool und überlegen sich danach, was sie damit machen wollen. Dann steht da eine teure Plattform, in die Daten hineinfließen, und keiner schaut sie an, weil niemand weiß, welche Frage er eigentlich beantworten will. Ich sage jedem: Schreib zuerst deine drei wichtigsten Fragen auf, dann suchen wir das Werkzeug. Andersherum wird es teuer und bringt nichts.
Total Cost of Ownership
Übliche Preismodelle bei Big Data Tools
Der Kaufpreis oder die monatliche Lizenzgebühr ist bei Big Data Tools oft der kleinere Teil der Rechnung. Rechne von Anfang an mit mehr.
Verbreitete Abrechnungsmodelle
Ein verbreitetes Modell ist die Abrechnung nach Verbrauch: Du zahlst für die Menge an Daten, die du speicherst, und für die Rechenleistung, die du beim Auswerten verbrauchst. Das ist am Anfang günstig und skaliert mit dir mit, kann aber unangenehm werden, wenn eine schlecht gebaute Auswertung plötzlich viel Rechenleistung frisst. Andere Anbieter arbeiten mit festen Paketen oder mit einer Lizenz pro Nutzer. Es gibt auch Werkzeuge, deren Software selbst kostenlos ist, bei denen du aber den Betrieb und die Server komplett selbst stemmst.
Die versteckten Kosten
Unterschätze nicht die Einarbeitung. Die Leute, die das Tool bedienen, brauchen Zeit, bis sie produktiv sind. Diese Zeit kostet, auch wenn sie in keiner Rechnung des Anbieters auftaucht. Dazu kommt der laufende Betrieb: Jemand muss sich kümmern, wenn etwas nicht läuft, wenn Daten fehlen, wenn eine Anbindung abbricht.
Rechne die Kosten für die Anbindung deiner bestehenden Systeme mit ein. Die Daten aus deinem alten System herauszuholen und ins neue Tool zu bringen ist oft aufwändiger als gedacht und wird gern vergessen.
Mein Rat: Rechne mit einem Zeithorizont von drei Jahren und trag alles zusammen, Lizenz, Verbrauch, Einarbeitung, Betrieb, Anbindung. Erst diese Summe zeigt dir, was das Tool wirklich kostet.
Aus der Praxis
Fehler, die in der Praxis wirklich passieren
Der erste Fehler, den ich immer wieder sehe: Ein Betrieb kauft die große Lösung, weil die Zukunft ja groß wird. Dann liegt das Werkzeug halb genutzt herum, weil die Datenmengen die Größe gar nicht rechtfertigen. Kauf für das, was du in den nächsten ein bis zwei Jahren brauchst, nicht für eine Fantasie.
Der zweite Fehler: Niemand ist zuständig. Das Tool wird eingeführt, aber es gibt keine Person, die die Verantwortung dafür trägt. Nach ein paar Monaten weiß keiner mehr, warum bestimmte Auswertungen so eingestellt sind, und keiner traut sich, etwas zu ändern.
Der dritte Fehler betrifft die Datenqualität. Die Leute glauben, ein Big Data Tool putzt schlechte Daten von allein sauber. Das tut es nicht. Wenn deine Quelldaten Müll sind, dann bekommst du am Ende Müll in großem Umfang und in schöner Darstellung. Das ist schlimmer als vorher, weil es nach Wahrheit aussieht.
Ein vierter Fehler ist die fehlende Abstimmung mit dem Datenschutz. Ein Betrieb sammelt alles, was er kriegen kann, weil es ja nützlich sein könnte. Später kommt die Frage, ob das überhaupt erlaubt war, und dann wird es teuer und peinlich. Sammle mit Zweck, nicht auf Vorrat.
Und der fünfte: Das Tool wird eingeführt, aber niemand ändert die Arbeitsabläufe. Die schönen neuen Auswertungen landen in einem Ordner, den keiner öffnet. Ein Werkzeug hilft nur, wenn die Ergebnisse auch in Entscheidungen einfließen.
Compliance
Rechtliche Anforderungen in DACH
Sobald du personenbezogene Daten verarbeitest, gilt die Datenschutz-Grundverordnung, in Deutschland ergänzt durch das Bundesdatenschutzgesetz, in Österreich durch das Datenschutzgesetz, in der Schweiz durch das dortige Datenschutzgesetz. Personenbezogene Daten sind alle Daten, über die sich eine Person identifizieren lässt, direkt oder über Umwege.
Zweckbindung und Datensparsamkeit
Du darfst Daten nur für einen festgelegten Zweck erheben und nicht einfach auf Vorrat sammeln. Gerade bei Big Data Tools ist die Versuchung groß, alles zu speichern, weil es technisch geht. Rechtlich ist das ein Problem. Kläre für jede Datenart, warum du sie brauchst und wie lange du sie behalten darfst.
Auftragsverarbeitung
Wenn dein Tool bei einem externen Anbieter läuft, verarbeitet dieser Anbieter deine Daten in deinem Auftrag. Dafür brauchst du einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Prüfe außerdem, wo die Daten physisch liegen. Liegen sie außerhalb der EU, dann brauchst du eine tragfähige rechtliche Grundlage dafür.
Löschung und Auskunft
Betroffene Personen haben das Recht zu erfahren, welche Daten du über sie hast, und das Recht, dass du diese löschst. Dein Tool muss das können. Ein System, aus dem du einzelne Datensätze nicht gezielt löschen kannst, bringt dich in Schwierigkeiten. Frag den Anbieter konkret, wie eine Löschung abläuft.
Dokumentation
Halte fest, welche Daten du verarbeitest, zu welchem Zweck und auf welcher Grundlage. Das gehört ins Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten. Im Zweifel ziehe früh einen Datenschutzbeauftragten oder eine juristische Beratung hinzu. Das hier ist ein Überblick, keine Rechtsberatung.
Playbook
So gehst du die Auswahl konkret an
Schritt eins: Fragen aufschreiben
Setz dich mit den Fachabteilungen zusammen und schreib die konkreten Fragen auf, die beantwortet werden sollen. Nicht "wir wollen Daten besser nutzen", sondern "wir wollen wissen, welche Produkte in welcher Region zu welcher Jahreszeit zurückgeschickt werden".
Schritt zwei: Datenlage klären
Schau, welche Daten du überhaupt hast, wo sie liegen und in welcher Qualität. Oft stellt sich heraus, dass die Daten für die gewünschte Frage gar nicht sauber genug vorliegen. Das zu wissen, bevor du ein Tool kaufst, spart viel Geld.
Schritt drei: Anforderungen festlegen
Leg fest, was das Tool können muss: Datenmengen, Echtzeit oder Stapel, wer es bedient, welche Systeme angebunden werden. Trenne dabei zwischen Muss und Wunsch. Ein kurzer Katalog reicht.
Schritt vier: Test mit echten Daten
Wähle zwei bis drei Kandidaten und teste sie mit deinen eigenen Daten und einer echten Aufgabe. Lass die Fachabteilung das machen, nicht nur die IT. Notiere, wo es hakt.
Schritt fünf: Gesamtkosten rechnen
Stell die Kosten über drei Jahre gegenüber, inklusive Einarbeitung und Betrieb. Frag beim Anbieter nach, was passiert, wenn dein Verbrauch stark steigt.
Schritt sechs: Verantwortung festlegen
Bevor du startest, benenne eine Person, die für das Tool zuständig ist. Ohne eine klare Zuständigkeit verliert sich das Projekt. Erst dann entscheidest du und führst schrittweise ein, mit einem überschaubaren ersten Anwendungsfall statt mit allem auf einmal.
Häufige Fragen
Was Betriebe uns zu Big Data Tools am häufigsten fragen
Ab wann braucht ein Betrieb überhaupt ein Big Data Tool?
+
Ein Big Data Tool wird dann sinnvoll, wenn deine Datenmenge zu groß für einen einzelnen Rechner ist, die Daten sehr schnell reinkommen oder in vielen unterschiedlichen Formaten vorliegen. Solange du deine Daten in einer Tabelle öffnen und filtern kannst, brauchst du kein solches Werkzeug. Der Bedarf entsteht nicht durch die Wichtigkeit der Daten, sondern durch ihre Menge und Geschwindigkeit.
Was kostet ein Big Data Tool wirklich?
+
Der Lizenzpreis ist meist der kleinere Teil. Rechne zusätzlich mit Kosten für die Einarbeitung der Nutzer, den laufenden Betrieb, die Anbindung deiner bestehenden Systeme und je nach Modell für den Verbrauch von Speicher und Rechenleistung. Am aussagekräftigsten ist eine Gesamtrechnung über drei Jahre, in der alle diese Posten enthalten sind.
Macht ein Big Data Tool schlechte Daten automatisch besser?
+
Nein. Ein Big Data Tool verarbeitet die Daten, die du hineingibst, verbessert deren Qualität aber nicht von allein. Wenn deine Quelldaten fehlerhaft oder unvollständig sind, bekommst du am Ende fehlerhafte Ergebnisse in großem Umfang. Die Datenqualität musst du an der Quelle sicherstellen, bevor die Daten ins Tool fließen.
Wer sollte ein Big Data Tool im Betrieb bedienen?
+
Das hängt vom Werkzeug ab. Manche Tools setzen echte Entwickler voraus, andere lassen sich von einer Fachabteilung nach etwas Einarbeitung selbst nutzen. Wenn du keine eigene IT hast, die sich darum kümmert, solltest du bei der Auswahl darauf achten, dass die Fachabteilung das Tool selbst bedienen kann. Teste das in der Demo mit der Person, die später wirklich damit arbeitet.
Was muss ich beim Datenschutz mit Big Data Tools beachten?
+
Sobald du personenbezogene Daten verarbeitest, gilt die Datenschutz-Grundverordnung mit den nationalen Ergänzungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Du darfst Daten nur für einen festgelegten Zweck erheben und nicht auf Vorrat sammeln. Achte außerdem darauf, dass du einzelne Datensätze gezielt löschen kannst und wo die Daten physisch gespeichert werden.
Soll ich das Tool mit den Musterdaten des Anbieters testen?
+
Nein, teste immer mit deinen eigenen echten Daten. Musterdaten der Anbieter sind sauber und passen genau zum Werkzeug. Deine echten Daten sind oft unvollständig und kommen in unterschiedlichen Formaten. Ein Tool, das mit Musterdaten glänzt, aber bei deinen echten Daten stolpert, hilft dir im Alltag nicht.
Was ist der Unterschied zwischen Stapelverarbeitung und Echtzeit?
+
Bei der Stapelverarbeitung sammelst du Daten und wertest sie später in einem Rutsch aus, etwa für einen monatlichen Bericht. Bei der Echtzeitverarbeitung werden Daten sofort bearbeitet, während sie hereinkommen, etwa zur Überwachung von Maschinen. Die Werkzeuge dafür unterscheiden sich deutlich, deshalb solltest du früh klären, welches Muster du brauchst.
Wie vermeide ich, von einem Anbieter abhängig zu werden?
+
Prüfe vor der Entscheidung, ob du deine Daten jederzeit in einem gängigen, weiterverwendbaren Format exportieren kannst. Ein Tool, das deine Daten in ein eigenes, geschlossenes Format sperrt, macht einen späteren Wechsel schwer oder unmöglich. Diese Frage solltest du am Anfang klären, nicht erst nach zwei Jahren, wenn du wechseln willst.
Käuflich ist ausschließlich die Sichtbarkeit in der gesponserten Zone, immer gekennzeichnet. Die organische Reihenfolge, die Bewertungen und die verifizierten Daten sind nie käuflich und werden serverseitig unabhängig berechnet. Preisangaben tragen Stand und Quelle.