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ERP-System für Produktionsunternehmen im Maschinen- und Anlagenbau mit umfassenden Funktionen für Produktion, Warenwirtschaft und Projektverwaltung. Die Software soll Abläufe optimieren und Wachstum ermöglichen, ohne dass dabei Ineffizienzen entstehen.
Fertigungsunternehmen im Mittelstand (besonders Gummi- und Kunststoffverarbeitung), idealerweise mit 50 bis 500 Mitarbeitern
Abas ERP ist ein Verwaltungssystem für mittelständische Fertigungsbetriebe, das Material- und Finanzströme steuert und in Cloud- oder On-Premise-Variante erhältlich ist. Das System kombiniert umfangreiche Fertigungsfunktionen mit Flexibilität für individuelle Geschäftsprozesse.
Maschinen- und Anlagenbau, Komponentenbau, Automotive, Elektronik, Medizintechnik, Metallverarbeitung, Großhandel, Aerospace und Defence
Modular aufgebautes ERP-System speziell für mittlere Betriebe im Maschinen- und Anlagenbau. Die Lösung deckt Finanzen, Personal, Beschaffung, Produktion und Kundenbeziehungen ab und wird durch eine integrierte KI-Plattform erweitert.
Kernfunktionen
Financial Management mit Finanzplanung und Kostencontrolling
Human Capital Management für Personalverwaltung
Spend Management für Einkauf und Beschaffung
Digital Shopfloor für Produktion und Qualitätssicherung
Maschinen- und Anlagenbau, Automobilzulieferer, Variantenfertiger, Prozessindustrie
Cloud-basiertes ERP-System für mittelständische Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau. Die Software verbindet unternehmensweite Daten, integriert umfangreiche Module und kann auch auf einem eigenen Server betrieben werden.
Eine ERP-Lösung für Maschinenbau, Anlagenbau und Apparatebau, die alle Unternehmensbereiche integriert und speziell für Losgrößen ab 1 konzipiert ist. Das System automatisiert Prozesse und bietet Transparenz über die gesamte Wertschöpfungskette.
Produktion, Fertigung, Handel, Maschinenbau, Lebensmittelindustrie, Großhandel und Dienstleistungen
Ein cloudbasiertes ERP-System mit umfangreichen Funktionen für Produktion, Fertigung und Handel. Das System unterstützt Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern bei der Steuerung ihrer Geschäftsprozesse.
Mittelständische Unternehmen in Dienstleistung, Handel, Lebensmittel und Pharma
Modular aufgebautes ERP-System mit vorkonfigurierten Funktionen für verschiedene Branchen, das sich ohne hohe Kosten an individuelle Prozesse anpassen lässt. Die Software kombiniert die Vorteile von Standardlösungen und individuellen Systemen.
Maschinenbau, Elektrotechnik, Kunststoffverarbeitung, Druckguss, Gießerei, Handel. Ausgerichtet auf Produktionsbetriebe mit 10 bis 250 Mitarbeitern.
ERP-System für mittelständische Produktions- und Handelsunternehmen, das Warenwirtschaft, Einkauf, Verkauf, Produktion und Lagerverwaltung in einer integrierten Lösung verbindet. Die Software unterstützt durch KI-Funktionen wiederkehrende Aufgaben.
Maschinen- und Anlagenbau, Produktion und Fertigung, Gebäudetechnik, Service und Wartung
Microsoft-zertifizierte Standardlösung für Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau, die Prozesse, Daten und Geschäftsvorgänge zentral vernetzt. Die vollständig integrierte Lösung basiert auf Microsoft Dynamics 365 Business Central und ist speziell für KMU in der Schweiz maßgeschneidert.
Maschinenbau, Anlagenbau, Elektro- und Elektronikindustrie, Projektierung, Service und Vermietung, Medizintechnik, Handel, Automotive
Maßgeschneiderte ERP-Lösung für den Mittelstand, spezialisiert auf Maschinenbau und Anlagenbau. Die Software unterstützt Planung, Konstruktion und Produktion mit flexibler Konfigurierbarkeit für kundenspezifische Anforderungen.
Kernfunktionen
Kundenspezifische Konfiguration für Produktionsumfelder
Just-in-Time-Bestellung mit schneller Reaktion auf Umplanungen
Produktionsunternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus mit Service- und Wartungsleistungen
ERP-Software für Produktionsbetriebe im Maschinen- und Anlagenbau, die Fertigungsprozesse digital abbildet und Service- sowie Wartungsleistungen organisiert. Die Lösung bietet Transparenz über alle Produktionsschritte hinweg und unterstützt eine kostenoptimierte Fertigung.
Maschinen- und Anlagenbau, Metallverarbeitung, Apparate- und Gerätebau, Medizintechnik, Hightech und Elektronik, industrielle Produktion
Modular aufgebautes ERP-System für kleine und mittlere Unternehmen mit komplexer Fertigung und Logistik. Das System deckt Auftragsbearbeitung, automatisierte Lagerverwaltung und Maschinenanbindung ab und läuft wahlweise in der Cloud oder vor Ort.
Kunststoffverarbeitende Betriebe sowie weitere produzierende Unternehmen und Dienstleister im Mittelstand
APplus ist eine ERP-Software für mittelständische Betriebe aus dem produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich. Das System eignet sich speziell für die Kunststoffverarbeitung und bietet umfassende Funktionen zur Prozessoptimierung.
Kernfunktionen
Leistungsstarke ERP-Funktionalität
Branchenspezifische Anpassung für Kunststoffverarbeitung
Online-Handel und Handelsunternehmen, die über mehrere Vertriebskanäle verkaufen
Cloud-basiertes ERP-System, das Verkauf, Lagerbestandsverwaltung und Buchhaltung in einer Plattform vereinigt. Das System automatisiert Prozesse über mehrere Vertriebskanäle hinweg und nutzt KI-Agenten zur Unterstützung von Routineaufgaben.
Kernfunktionen
Automatische Bestandssynchronisation über mehrere Kanäle (Amazon, Shopify, OTTO)
Kleine und mittlere Unternehmen sowie Großunternehmen verschiedener Branchen, die ihre Geschäftsprozesse inklusive E-Rechnung zentral steuern wollen.
weclapp ist eine cloudbasierte ERP-Software mit CRM, Warenwirtschaft und Buchhaltung, die auch die Erstellung und Verarbeitung von E-Rechnungen ermöglicht. Sie richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen für gemeinsames Arbeiten an Geschäftsprozessen.
Was eine ERP für Maschinen- und Anlagenbau wirklich leistet
ERP steht für Enterprise Resource Planning, also die Planung deiner betrieblichen Ressourcen: Material, Maschinen, Menschen, Geld. Im Maschinen- und Anlagenbau bedeutet das etwas anderes als in einem Handelsbetrieb, der immer wieder dieselben Artikel ein- und ausbucht. Bei dir geht es um Einzelfertigung, Kleinserien und Projekte, die über Monate laufen und bei denen sich die Konstruktion noch ändert, während die Fertigung schon anläuft.
Eine ERP für den Maschinen- und Anlagenbau muss deshalb den kompletten Weg abbilden: vom Angebot über die Kalkulation, den Auftrag, die Stückliste, die Fertigung, die Montage bis zur Auslieferung und dem After-Sales-Service. Das Kernstück ist meistens die Verbindung von kaufmännischer Seite (Angebot, Auftrag, Rechnung) mit der technischen Seite (Stücklisten, Arbeitspläne, Fertigungsaufträge).
Was eine ERP nicht ist: ein Ersatz für dein CAD, für deine Buchhaltung oder für deine Maschinensteuerung. Sie ist die Klammer, die diese Systeme mit Daten versorgt und aus ihnen Informationen zieht. Wenn dir jemand erzählt, ein System könne alles, dann kläre genau, wie tief die einzelnen Bereiche wirklich reichen. Oft ist die Fertigungssteuerung dünn, wenn die Buchhaltung stark ist, und umgekehrt.
Warum Standard-ERP oft nicht reicht
Viele Betriebe starten mit einer allgemeinen ERP und merken erst später, dass typische Anforderungen aus dem Anlagenbau fehlen. Ein Beispiel: die mehrstufige Stückliste, die sich während des Projekts ändert, und die Frage, ob bereits bestellte Teile davon betroffen sind. Oder die Projektkalkulation, bei der du geplante Stunden gegen tatsächlich gebuchte Stunden stellst und siehst, ob ein Auftrag noch im Budget liegt. Diese Dinge sind im Maschinenbau Alltag und in Standardsoftware oft nur mit Umwegen abbildbar.
Feature-Deep-Dive
Diese Funktionen zählen im Alltag
Stücklisten und Arbeitspläne
Die Stückliste ist das Herz. Achte darauf, dass das System mehrstufige Stücklisten kann, Varianten verwaltet und Änderungen nachvollziehbar macht. Wichtig ist der Änderungsstand: Wenn ein Konstrukteur eine Position tauscht, muss klar sein, welche Aufträge und welche laufenden Fertigungsschritte betroffen sind. Frag in der Demo konkret nach, was passiert, wenn du in einem laufenden Auftrag ein Bauteil ersetzt.
Projektsteuerung und Nachkalkulation
Im Anlagenbau ist fast jeder Auftrag ein Projekt. Du brauchst eine Sicht, die Angebot, Auftrag, gebuchte Stunden, Materialkosten und Fremdleistungen an einem Ort zeigt. Entscheidend ist die Nachkalkulation: Erst wenn du siehst, dass ein Auftragstyp regelmäßig defizitär läuft, kannst du beim nächsten Angebot gegensteuern. Ohne diese Rückmeldung kalkulierst du im Blindflug.
Materialwirtschaft und Beschaffung
Schau dir an, wie das System mit langen Lieferzeiten umgeht. Im Anlagenbau bestellst du Teile oft, bevor die Konstruktion final ist. Das System sollte Vormerkungen, Bestellvorschläge aus dem Bedarf und Teillieferungen sauber verwalten. Ein häufiger Schwachpunkt: Seriennummern und Chargen, die du für die Rückverfolgbarkeit brauchst.
Zeiterfassung in der Fertigung
Die Rückmeldung aus der Werkstatt entscheidet über die Datenqualität. Wenn die Leute an der Maschine keine bequeme Möglichkeit haben, Zeiten und Mengen zu buchen, bekommst du keine belastbaren Zahlen. Achte auf Terminals oder Tablets, die auch mit öligen Händen bedienbar sind, und auf einfache Barcodes statt langer Tippwege.
Service und Ersatzteile
Nach der Auslieferung fängt das Geld oft erst an zu fließen. Ein gutes System führt eine Anlagenakte pro ausgelieferter Maschine, mit verbauten Komponenten, Seriennummern und Wartungshistorie. Wenn ein Kunde anruft, weil Pumpe X ausgefallen ist, willst du in Sekunden sehen, welche Variante verbaut wurde und welches Ersatzteil passt.
Schnittstellen
Eine ERP steht nie allein. Prüfe die Anbindung an dein CAD (für den Stücklistenimport), an DATEV oder deine Buchhaltung, an Betriebsdatenerfassung und gegebenenfalls an ein Dokumentenmanagement. Frag nicht, ob eine Schnittstelle existiert, sondern wie sie funktioniert: automatisch, per Knopfdruck oder als manueller Export.
Entscheidungshilfe
Worauf du bei der Auswahl achten solltest
Lass die richtigen Leute testen
Lass die Software in der Demo von der Person bedienen, die später damit arbeitet, nicht vom Chef und nicht vom Vertriebler des Anbieters. Setz den Meister aus der Fertigung an die Zeiterfassung, den Einkäufer an die Bestellvorschläge, die Sachbearbeiterin an die Auftragserfassung. Wenn diese Leute nach zehn Minuten genervt sind, wird es im Alltag nicht besser.
Teste mit deinen eigenen Daten
Eine Standarddemo mit den Musterdaten des Anbieters läuft immer glatt. Gib dem Anbieter eine echte, komplexe Stückliste von dir und lass ihn davor einen realen Auftrag durchspielen, inklusive einer Konstruktionsänderung mittendrin. Da zeigt sich, ob das System deine Realität abbildet oder nur die Broschüre.
Cloud oder eigener Server
Kläre früh, ob du eine Cloud-Lösung willst oder eine, die bei dir im Haus läuft. Beides hat Konsequenzen: Cloud bedeutet laufende Kosten und Abhängigkeit von deiner Internetverbindung, ein eigener Server bedeutet Aufwand für Wartung, Backup und Updates. Es gibt kein pauschal richtiges Modell, es hängt von deiner IT und deinen Anforderungen ab.
Anbieter und Zukunftssicherheit
Eine ERP begleitet dich zehn Jahre und länger. Schau dir an, wie lange es den Anbieter gibt, wie oft er das Produkt weiterentwickelt und wie der Support erreichbar ist. Frag nach Referenzkunden aus deiner Branche und ruf dort tatsächlich an. Kläre auch, was passiert, wenn du wieder aussteigen willst: Kommst du an deine Daten in einem lesbaren Format?
Das sagt unser Experte zu ERP für Maschinen- und Anlagenbau
Markus Laue, Gründer von Toolfolio
Der Fehler, den ich am häufigsten sehe, ist, dass die Auswahl komplett im Büro getroffen wird und die Fertigung erst beim Go-live davon erfährt. Dann bucht in der Werkstatt keiner die Zeiten sauber, weil die Erfassung umständlich ist, und plötzlich ist die ganze Nachkalkulation wertlos. Ich sage meinen Kunden immer: Holt den Meister und zwei Leute von der Maschine in die Demo, lasst sie selbst buchen und hört zu, wenn sie fluchen. Eine ERP steht und fällt mit der Stelle, an der die Daten entstehen, und das ist nicht das Chefbüro.
Total Cost of Ownership
Übliche Preismodelle bei ERP für Maschinen- und Anlagenbau
Die Lizenzkosten sind selten das teuerste an einer ERP. Der größere Brocken steckt oft in Einführung, Anpassung und laufendem Betrieb. Ich kann dir hier keine Zahlen nennen, weil sie stark von deiner Größe und deinen Anforderungen abhängen, aber ich kann dir zeigen, welche Posten du einplanen musst.
Lizenzmodelle
Grob gibt es zwei Muster: den Kauf einer Lizenz mit einmaliger Zahlung plus jährlicher Wartungsgebühr, oder ein Abo (Miete) mit monatlicher oder jährlicher Zahlung pro Nutzer. Cloud-Lösungen laufen meist als Abo. Achte bei Nutzerlizenzen darauf, ob nach benannten Nutzern oder nach gleichzeitigen Nutzern abgerechnet wird: Das macht bei Schichtbetrieb einen großen Unterschied.
Einführungs- und Anpassungskosten
Das ist der Posten, den Betriebe regelmäßig unterschätzen. Datenmigration, Schulung, das Einrichten von Arbeitsabläufen und individuelle Anpassungen kosten Aufwand, der oft in Beratungstagen abgerechnet wird. Lass dir vorab eine grobe Schätzung geben, wie viele Tage die Einführung braucht, und plane einen Puffer ein, denn diese Schätzungen fallen selten zu hoch aus.
Laufende Kosten
Dazu gehören Wartung, Updates, Support und bei Cloud die Hosting-Gebühr. Bei eigenem Server kommen Serverhardware, Backup und die Arbeitszeit deiner IT dazu. Rechne auch mit Kosten für spätere Erweiterungen: Wenn du in zwei Jahren ein Servicemodul dazubuchst, kostet das erneut Lizenz und Einführung.
Versteckte Posten
Frag konkret nach den Kosten für zusätzliche Schnittstellen, für Anpassungen bei einem Versionswechsel und für zusätzliche Nutzer im Wachstum. Manche Anbieter rechnen Schnittstellen einzeln ab. Kläre auch, ob Schulungen im Preis enthalten sind oder extra kommen.
Aus der Praxis
Fehler, die in der Praxis wirklich passieren
Zu viele Wünsche auf einmal
Betriebe wollen bei der Einführung alle Probleme der letzten zehn Jahre auf einmal lösen. Das führt zu endlosen Anpassungslisten, das Projekt zieht sich, und die Leute verlieren die Geduld. Besser ist ein Start mit den Kernabläufen und ein schrittweiser Ausbau, wenn das System läuft.
Datenübernahme unterschätzt
Die alten Daten sind oft chaotisch: Dubletten bei Artikeln, unvollständige Stücklisten, uneinheitliche Bezeichnungen. Wenn du diesen Wust ungefiltert übernimmst, schleppst du das Chaos ins neue System. Nimm dir vor der Migration Zeit, die Stammdaten aufzuräumen, auch wenn es unbeliebt ist.
Die Werkstatt wird übergangen
Ich sehe oft, dass die Auswahl im Büro getroffen wird und die Fertigung erst beim Go-live davon erfährt. Dann bucht keiner die Zeiten, die Daten sind lückenhaft, und die Nachkalkulation ist wertlos. Hol die Leute aus der Werkstatt früh dazu, sonst kippt das System an der Stelle, wo die Daten entstehen.
Kein interner Verantwortlicher
Eine ERP-Einführung ist kein Nebenbei-Projekt. Wenn niemand im Betrieb die Verantwortung trägt und Entscheidungen treffen darf, versandet das Projekt zwischen Tagesgeschäft und Anbieter. Benenne eine Person, die Zeit dafür bekommt und Rückhalt von der Geschäftsführung hat.
Compliance
Rechtliche Anforderungen in DACH
Eine ERP fasst kaufmännische Daten an, also gelten die üblichen Aufbewahrungs- und Nachvollziehbarkeitspflichten. In Deutschland sind das die GoBD, die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern in elektronischer Form. Praktisch heißt das: Buchungen müssen unveränderbar sein, Änderungen müssen protokolliert werden, und die Daten müssen über die gesetzliche Aufbewahrungsfrist lesbar bleiben. Frag den Anbieter, wie das System diese Anforderungen abbildet.
In Österreich und der Schweiz gelten eigene Regeln zur Aufbewahrung und zur Rechnungsstellung. Wenn du grenzüberschreitend lieferst, prüfe, ob das System die jeweiligen steuerlichen Anforderungen und Belegformate unterstützt.
Datenschutz
Sobald du personenbezogene Daten verarbeitest, etwa von Mitarbeitern in der Zeiterfassung oder von Ansprechpartnern beim Kunden, greift die DSGVO. Bei Cloud-Lösungen kläre, wo die Daten liegen und ob es einen Auftragsverarbeitungsvertrag gibt. Server in der EU sind hier die einfachere Variante.
E-Rechnung
Die elektronische Rechnung wird im Geschäftsverkehr zunehmend Pflicht. Achte darauf, dass dein System die gängigen Formate für den Empfang und den Versand strukturierter Rechnungen unterstützt. Kläre das aktiv, weil sich die Vorgaben in den letzten Jahren geändert haben und weiter ändern.
Branchenspezifisches
Je nach dem, was du baust, kommen weitere Pflichten dazu: Rückverfolgbarkeit von Bauteilen, CE-Kennzeichnung und die technische Dokumentation. Die ERP muss das nicht selbst erzeugen, aber sie sollte helfen, die zugehörigen Daten und Dokumente pro Auftrag und pro Anlage zu verwalten.
Playbook
So gehst du die Auswahl konkret an
Schritt 1: Anforderungen sammeln
Setz dich mit den Leuten aus Vertrieb, Konstruktion, Einkauf, Fertigung und Buchhaltung zusammen und sammle, was sie im Alltag brauchen. Trenne dabei streng zwischen Muss und Kann. Ein Blatt mit zwanzig Muss-Anforderungen ist wertvoller als eine Wunschliste mit hundert Punkten.
Schritt 2: Ist-Abläufe aufschreiben
Bevor du nach Software suchst, verstehe deine eigenen Abläufe. Zeichne auf, wie ein Auftrag heute durchs Haus läuft, vom Angebot bis zur Rechnung. Oft findest du dabei schon Brüche, die keine Software löst, sondern die du erst organisatorisch klären musst.
Schritt 3: Longlist erstellen
Such dir Anbieter, die Erfahrung im Maschinen- und Anlagenbau haben, nicht nur allgemeine ERP. Eine Vergleichsseite wie diese hilft beim ersten Überblick. Reduziere auf drei bis fünf Kandidaten, die zu deiner Größe passen.
Schritt 4: Demos mit eigenem Szenario
Gib jedem Anbieter dasselbe realistische Szenario aus deinem Betrieb und lass es vorführen. So werden die Demos vergleichbar. Achte darauf, wer bedient, und lass deine Leute selbst Hand anlegen.
Schritt 5: Referenzen prüfen
Ruf bei Bestandskunden an und frag nach dem Einführungsverlauf, nach dem Support und nach dem, was sie heute anders machen würden. Diese Gespräche sind ehrlicher als jede Broschüre.
Schritt 6: Gesamtkosten rechnen
Stell für jeden Kandidaten die Gesamtkosten über fünf Jahre zusammen: Lizenz, Einführung, Schulung, Wartung, Betrieb, Erweiterungen. Erst dann vergleichst du Äpfel mit Äpfeln.
Schritt 7: Pilot und Rollout
Start mit einem klar abgegrenzten Bereich oder einer Musterphase, bevor du alles umstellst. Plane die Umstellung nicht in deine Hochsaison und halte das alte System eine Weile parallel verfügbar, bis das neue stabil läuft.
Häufige Fragen
Was Betriebe uns zu ERP für Maschinen- und Anlagenbau am häufigsten fragen
Was kostet eine ERP für den Maschinenbau?
+
Pauschale Preise lassen sich seriös nicht nennen, weil sie stark von deiner Größe, der Zahl der Nutzer und dem Umfang der Anpassungen abhängen. Plane neben den Lizenzkosten vor allem die Einführung, Schulung und laufende Wartung ein, denn diese Posten übersteigen oft die reine Lizenz. Lass dir für jeden Anbieter die Gesamtkosten über fünf Jahre aufstellen.
Cloud oder eigener Server für die ERP?
+
Beides hat Vor- und Nachteile. Die Cloud bedeutet laufende Kosten und Abhängigkeit von deiner Internetverbindung, spart dir aber Wartung und Backup. Ein eigener Server gibt dir mehr Kontrolle, erfordert aber IT-Aufwand für Updates, Sicherung und Betrieb. Die Wahl hängt von deiner IT und deinen Datenschutzanforderungen ab.
Reicht eine allgemeine ERP oder brauche ich eine für den Anlagenbau?
+
Eine allgemeine ERP stößt im Anlagenbau oft bei mehrstufigen Stücklisten, Projektkalkulation und Konstruktionsänderungen an Grenzen. Wenn du in Einzel- oder Kleinserienfertigung arbeitest, lohnt sich eine Lösung mit Branchenerfahrung. Teste in jedem Fall mit einer echten, komplexen Stückliste aus deinem Betrieb, ob das System deine Realität abbildet.
Wie lange dauert die Einführung einer ERP?
+
Das hängt von der Komplexität und der Zahl der Anpassungen ab und reicht von einigen Monaten bis zu über einem Jahr. Ein wesentlicher Faktor ist die Qualität deiner Altdaten, denn deren Aufräumen und Übernahme kostet oft mehr Zeit als erwartet. Lass dir vorab eine Schätzung in Beratungstagen geben und plane einen Puffer ein.
Welche Funktionen sind im Maschinenbau am wichtigsten?
+
Zentral sind mehrstufige Stücklisten mit Änderungsverwaltung, eine Projektsteuerung mit Nachkalkulation und eine bequeme Zeiterfassung in der Fertigung. Ebenso wichtig sind Materialwirtschaft mit langen Lieferzeiten und eine Anlagenakte für den Service. Prüfe außerdem die Schnittstellen zu CAD und Buchhaltung.
Muss eine ERP GoBD-konform sein?
+
Wenn du damit kaufmännische Daten und Buchungen verwaltest, muss das System die GoBD erfüllen. Das bedeutet unter anderem unveränderbare Buchungen, protokollierte Änderungen und lesbare Daten über die Aufbewahrungsfrist. Frag den Anbieter konkret, wie das System diese Anforderungen abbildet.
Wer sollte die ERP in der Demo testen?
+
Die Personen, die später damit arbeiten, nicht der Chef und nicht der Vertriebler des Anbieters. Setz den Meister an die Zeiterfassung, den Einkäufer an die Bestellvorschläge und die Sachbearbeitung an die Auftragserfassung. Nur so merkst du, ob die Bedienung im Alltag trägt.
Kann ich meine alten Daten in eine neue ERP übernehmen?
+
Grundsätzlich ja, aber die Datenübernahme ist aufwendiger, als viele denken. Alte Stammdaten enthalten oft Dubletten, unvollständige Stücklisten und uneinheitliche Bezeichnungen. Räume die Daten vor der Migration auf, sonst schleppst du das Chaos ins neue System.
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