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AVEVA entwickelt eine umfangreiche Softwaresuite für die Bergbau-, Metall- und Mineralindustrie. Die Lösungen decken Bereiche wie Betriebssteuerung, Datenmanagement, Anlagenoptimierung und digitale Zwillinge ab.
Bergbaubetriebe zur Automatisierung von Betriebsabläufen, Wartungsverwaltung, Lagerverwaltung und Feldservice
Novacura Flow ist eine Low-Code-Plattform zur Automatisierung von Prozessen und Workflows in der Bergbauindustrie. Die Lösung erweitert bestehende Enterprise-Systeme wie IFS und Infor M3 um mobile Apps und Automatisierungsfunktionen.
Kernfunktionen
Workflow-Automatisierung und Prozessoptimierung
Mobile App-Entwicklung auf Low-Code-Basis
Integration mit IFS Cloud und Infor M3
KI-gestützte Agenten für automatisierte Entscheidungsfindung
Sandvik stellt eine Reihe von Softwarelösungen für Bergbaubetriebe bereit, darunter Automatisierungssysteme für unterirdische und oberirdische Minen sowie digitale Steuerungssysteme. Die Lösungen umfassen Fernüberwachung, Flottenmanagement und Optimierungstools für Bergwerksplanung.
Kernfunktionen
AutoMine Automatisierungssysteme für Laden, Transport und Bohrarbeiten
Fernsteuerung und Teleoperationen (Tele-Remote)
Intelligente Überwachung zur Vorhersage von Ausfallzeiten
Bergbau, Tiefbau, Straßenbau, Deponiebau, Wasserbau, Grubenschließung und Aufbereitungsrückstandsverwaltung
Naue stellt verschiedene Planungs- und Berechnungswerkzeuge bereit, die für Bergbau und Tiefbau eingesetzt werden. Dazu gehören Software zur Berechnung von Böschungsstabilität, Rückhaltebeckenstruktionen, Tragfähigkeit von Straßen und Achslasten sowie zur Erosionsschutzplanung.
Kernfunktionen
Naue Softrock für Planung von Sandbehälterschutz
Naue Erosion-Control für Erosionsschutzmaßnahmen
Naue RetentionPond zur Berechnung von Rückhaltebecken
Bergbau und Metalle, sowie weitere Branchen wie Lieferketten, Fertigung, Transportwesen, Öl & Gas und weitere Industrien
AnyLogic ist eine Simulationssoftware für Geschäftsanwendungen, mit der du komplexe Systeme und Prozesse in verschiedenen Branchen einschließlich Bergbau modellieren und optimieren kannst. Die Software ermöglicht es Analysten, Ingenieuren und Managern, tiefere Einsichten zu gewinnen und intelligentere Entscheidungen zu treffen.
Kernfunktionen
Simulationsmodellierung für komplexe Prozesse
AnyLogic Cloud für webbasierte Modellausführung und Zusammenarbeit
E*STAR ist eine digitale Softwarelösung für Bergbaubetriebe mit verschiedenen Varianten für unterschiedliche Einsatzbereiche. Die Software unterstützt Sprengplanung und -verwaltung im Bergbau.
Bergbau, Forstwirtschaft und verwandte Bereiche der natürlichen Ressourcen
Eine Sammlung von Softwarewerkzeugen für robuste Computing-Geräte, bestehend aus Kontroll-, App- und Utility-Komponenten. Die Suite unterstützt Überwachung, Verwaltung und verschiedene Feldanwendungen für industrielle und Bergbaubetriebe.
IMAT ist eine spezialisierte Software für umfassende Analysen und Modellierungen im Bergbau. Sie vereinfacht die Einrichtung komplexer Modelle, integriert Daten von Mikroseismik-Überwachungssystemen und unterstützt mittlerweile auch Tagebauplanungen.
Wenn wir von Bergbausoftware reden, meinen wir keine einzelne Anwendung, sondern eine ganze Kategorie von Werkzeugen, die entlang der Wertschöpfungskette im Bergbau ansetzen. Das reicht von der geologischen Modellierung über die Minenplanung und die Betriebssteuerung bis hin zur Flottenverwaltung und der Berichterstattung an Behörden. Bevor du überhaupt Anbieter vergleichst, musst du wissen, welchen Teil dieser Kette du eigentlich abdecken willst.
Der häufigste Denkfehler beginnt schon hier: Betriebe suchen "eine Software für den Bergbau", als gäbe es ein Programm, das alles kann. Das gibt es nicht, jedenfalls nicht gut. In der Realität hast du entweder ein spezialisiertes Werkzeug für einen klaren Zweck (etwa Lagerstättenmodellierung) oder eine Plattform, die mehrere Module bündelt, dabei aber in keinem Bereich die Tiefe eines Spezialisten erreicht.
Die typischen Funktionsbereiche
Grob lassen sich diese Blöcke unterscheiden:
Geologische Datenverwaltung und Modellierung (Bohrdaten, Blockmodelle, Ressourcenschätzung)
Betrieb und Produktion (Schichtplanung, Förderleistung, Materialfluss)
Flotten und Maschinen (Telemetrie, Wartung, Auslastung)
Vermessung und Volumenberechnung (auch mit Drohnendaten)
Sicherheit, Umwelt und Compliance (Dokumentation, Grenzwerte, Nachweise)
Auswertung und Reporting (Kennzahlen, Behördenberichte)
Eine gute Software nimmt dir nicht Entscheidungen ab, sie gibt dir eine verlässliche Datengrundlage. Wenn du im Betrieb heute noch mit Excel-Tabellen arbeitest, die niemand mehr versteht, liegt der Wert einer solchen Lösung oft weniger in neuen Funktionen als darin, dass Daten überhaupt an einem Ort liegen und nachvollziehbar sind.
Feature-Deep-Dive
Diese Funktionen zählen im Alltag
Viele Funktionslisten lesen sich beeindruckend und sagen im Betrieb wenig aus. Ich gehe deshalb nach der Frage vor: Was passiert damit an einem normalen Arbeitstag?
Datenimport und Schnittstellen
Das unterschätzte Kernthema. Deine Bohrdaten, Vermessungsdaten und Maschinendaten liegen in unterschiedlichen Formaten vor. Wenn die Software diese nicht sauber einliest, verbringst du deine Zeit mit manueller Nacharbeit. Frag konkret: Welche Dateiformate werden nativ unterstützt? Gibt es eine offene Schnittstelle (API), über die du Daten aus anderen Systemen ziehen kannst? Kann die Software Daten wieder exportieren, ohne dass du in einem geschlossenen Format gefangen bist?
Modellierung und Berechnung
Bei der Ressourcen- und Reservenschätzung kommt es auf die Nachvollziehbarkeit an. Kannst du sehen, welche Parameter zu einem Ergebnis geführt haben? Lassen sich Szenarien vergleichen, ohne dass du das ganze Modell neu aufbaust? Eine Software, die nur ein Ergebnis ausspuckt, ohne den Rechenweg offenzulegen, ist im Zweifel gegenüber einer Prüfung schwer zu verteidigen.
Planung und Sequenzierung
Hier zeigt sich, ob eine Software für deinen Betriebstyp gemacht ist. Tagebau und Untertagebetrieb haben unterschiedliche Anforderungen. Prüfe, ob die Abbauplanung mit deiner realen Geometrie zurechtkommt und ob Änderungen an einem Punkt sich sinnvoll auf die Folgeplanung auswirken.
Reporting und Dashboards
Gute Auswertung heißt nicht möglichst viele Diagramme. Es heißt: Die Kennzahlen, die dein Betriebsleiter täglich braucht, sind mit zwei Klicks da. Lass dir in der Demo einen Bericht bauen, den du wirklich brauchst, nicht den Musterbericht des Anbieters.
Mehrbenutzerbetrieb und Rechte
Sobald mehr als eine Person arbeitet, brauchst du ein Rollen- und Rechtekonzept. Wer darf Modelle ändern, wer darf nur lesen? Was passiert, wenn zwei Personen dieselbe Datei bearbeiten? Kläre, ob die Software echte gleichzeitige Bearbeitung erlaubt oder ob es zu Konflikten kommt.
Entscheidungshilfe
Worauf du bei der Auswahl achten solltest
Lass die richtigen Leute testen
Der wichtigste Rat vorweg: Lass die Software in der Demo von der Person bedienen, die später täglich damit arbeitet, nicht vom Chef und nicht vom Vertriebler. Der Geologe, der Vermesser, der Schichtleiter merken innerhalb von zwanzig Minuten, ob ein Werkzeug für ihren Ablauf taugt. Der Geschäftsführer sieht das nicht, weil er es nicht bedient.
Bilde deine echten Abläufe ab
Bereite für jede Demo zwei oder drei konkrete Aufgaben aus deinem Betrieb vor. Nicht "zeigt mir mal die Planung", sondern "hier sind unsere Bohrdaten aus dem letzten Quartal, baut damit ein Modell und zeigt mir die geschätzte Reserve". So siehst du, was mit deinen Daten passiert, nicht mit den geschönten Demodaten des Anbieters.
Betriebsgröße und Zukunft
Ein kleiner Betrieb mit fünf Mitarbeitern braucht keine Plattform, die für einen Konzern mit mehreren Standorten gebaut ist. Umgekehrt wirst du aus einer Insellösung schnell herauswachsen. Frag dich ehrlich, wie dein Betrieb in drei Jahren aussieht, und wähle nicht für den Zustand von gestern.
Cloud oder lokale Installation
Eine grundlegende Weichenstellung. Cloud-Lösungen sind schneller einsatzbereit und du musst dich nicht um Server kümmern. Lokale Installationen geben dir mehr Kontrolle über deine Daten, verlangen aber eigene IT. In manchen Regionen mit schwacher Internetanbindung, gerade bei abgelegenen Betriebsstätten, ist die Netzabhängigkeit einer reinen Cloud-Lösung ein echtes Problem. Kläre, ob offline gearbeitet werden kann.
Support in deiner Sprache und Zeitzone
Wenn dein Modell mitten in der Berechnung abstürzt, willst du keinen Support in einer anderen Zeitzone, der erst in acht Stunden antwortet. Frag nach Reaktionszeiten, nach der Sprache des Supports und danach, ob es echte Menschen gibt oder nur ein Ticketsystem.
Das sagt unser Experte zu Bergbausoftware
Markus Laue, Gründer von Toolfolio
Der Fehler, den ich am häufigsten sehe, ist, dass die Software vom Chef ausgewählt wird und nicht von den Leuten, die täglich damit arbeiten. Der Chef sieht die schöne Präsentation, aber er merkt nicht, dass der Datenimport hakt oder dass ein einfacher Bericht zehn Klicks braucht. Das fällt erst im Betrieb auf, wenn die Lizenz schon läuft. Ich rate deshalb jedem: Setz die Person vor die Demo, die es später bedienen muss, und lass sie eine echte Aufgabe lösen. Das kostet zwanzig Minuten und erspart dir zwei Jahre Ärger.
Total Cost of Ownership
Übliche Preismodelle bei Bergbausoftware
Ich nenne dir hier bewusst keine Zahlen, weil die Spanne enorm ist und jede konkrete Angabe dich in die Irre führen würde. Wichtiger ist, dass du die Modelle verstehst und die versteckten Kosten erkennst.
Die gängigen Modelle
Lizenzkauf (einmalig): Du zahlst einmal und besitzt die Software. Klingt gut, bedeutet aber meist, dass Updates und Support separat kosten. Nach einigen Jahren ist die Version veraltet.
Abonnement (pro Nutzer pro Monat oder Jahr): Planbare laufende Kosten, Updates inklusive. Skaliert mit der Zahl der Nutzer, was bei wachsenden Teams teuer werden kann.
Modulbasiert: Du zahlst pro Funktionsblock. Achtung, hier verstecken sich oft die eigentlichen Kosten, weil die Basisversion günstig wirkt und die Module, die du wirklich brauchst, extra kosten.
Nutzungsbasiert:Abrechnung nach verarbeiteten Daten oder Rechenleistung, vor allem bei Cloud-Lösungen. Schwer zu planen, wenn dein Verbrauch schwankt.
Die Kosten, die im Angebot nicht stehen
Der Lizenzpreis ist selten das Teuerste. Rechne mit:
Einführung und Datenmigration (deine Altdaten müssen ins neue System)
Schulung deiner Mitarbeiter, oft mehrere Tage
Anpassungen an deine Abläufe
Wartung und Updates
Hardware, falls die Software leistungsfähige Rechner braucht
Interne Zeit, in der Leute lernen statt produktiv zu arbeiten
Ein Fehler, den ich oft sehe: Betriebe vergleichen nur den Lizenzpreis und wundern sich, warum das "günstige" Angebot am Ende teurer war. Bitte für jedes Angebot eine Aufstellung über drei Jahre inklusive aller Nebenkosten. Erst dann sind Angebote vergleichbar.
Aus der Praxis
Fehler, die in der Praxis wirklich passieren
Die Software wird gekauft, aber nicht eingeführt
Der Klassiker. Es wird eine Lösung angeschafft, die Lizenz läuft, aber niemand hat Zeit für die Einführung. Ein halbes Jahr später arbeiten alle noch mit den alten Tabellen und die Software liegt brach. Plane die Einführung mit einem festen Verantwortlichen und einem realistischen Zeitrahmen ein, sonst zahlst du für etwas, das keiner nutzt.
Datenqualität wird unterschätzt
Eine Software kann nur so gut sein wie die Daten, die du hineingibst. Wenn deine Bohrdaten uneinheitlich erfasst sind, wenn Koordinatensysteme durcheinandergehen, dann rechnet auch das beste Werkzeug Unsinn. Investiere vor der Einführung Zeit in die Datenbereinigung.
Abhängigkeit von einer einzigen Person
Oft gibt es einen Mitarbeiter, der die Software beherrscht, und wenn der krank ist oder kündigt, steht der Betrieb. Sorge dafür, dass mindestens zwei Leute mit dem System umgehen können und dass Wissen dokumentiert ist.
Keine Exportmöglichkeit bedacht
Betriebe merken erst beim Wechsel, dass sie ihre Daten nicht sauber aus dem alten System herausbekommen. Kläre schon vor dem Kauf, wie du im Ernstfall wieder herauskommst. Ein Anbieter, der beim Thema Export ausweicht, ist ein Warnsignal.
Zu viel auf einmal
Manche wollen alle Module gleichzeitig einführen und überfordern das Team. Fang mit dem Bereich an, der dir den größten Nutzen bringt, und erweitere schrittweise.
Compliance
Rechtliche Anforderungen in DACH
Im deutschsprachigen Raum bewegst du dich in einem dicht regulierten Umfeld. Ich gebe dir hier keine Rechtsberatung, aber die Punkte, auf die du achten musst.
Bergrecht und Dokumentationspflichten
In Deutschland ist das Bundesberggesetz der Rahmen, dazu kommen Regelungen der Bergbehörden der Länder. In Österreich gilt das Mineralrohstoffgesetz, in der Schweiz sind die Regelungen kantonal geprägt. Für dich heißt das: Deine Software muss die Daten so vorhalten und ausgeben können, dass du deinen Nachweis- und Dokumentationspflichten gegenüber der zuständigen Behörde nachkommst. Kläre, ob die Berichtsformate zu dem passen, was deine Behörde verlangt.
Arbeitssicherheit
Sicherheitsdokumentation, Gefährdungsbeurteilungen und Nachweise gehören zum Betrieb. Wenn deine Software diesen Bereich abdeckt, prüfe, ob sie den Anforderungen deiner Aufsicht entspricht und ob Änderungen nachvollziehbar protokolliert werden.
Umwelt und Grenzwerte
Je nach Rohstoff und Standort gelten Auflagen zu Emissionen, Wasser, Lärm oder Rekultivierung. Eine Software, die diese Werte erfasst, muss sie revisionssicher speichern.
Datenschutz und Datenhaltung
Sobald personenbezogene Daten verarbeitet werden (Schichtpläne, Maschinenzuordnung zu Personen), greift die Datenschutz-Grundverordnung. Bei Cloud-Lösungen ist entscheidend, wo die Server stehen. Frag den Anbieter konkret nach dem Serverstandort und nach einem Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
Aufbewahrungsfristen
Betriebliche und geologische Daten unterliegen Aufbewahrungsfristen, die über Jahre gehen können. Deine Lösung muss Daten so lange verfügbar und lesbar halten, auch wenn du das System wechselst.
Playbook
So gehst du die Auswahl konkret an
Schritt 1: Bedarf schriftlich festhalten
Setz dich mit den Leuten zusammen, die betroffen sind, und schreib auf, welche Aufgaben die Software lösen soll. Trenne dabei zwischen Muss und Kann. Ohne diese Liste vergleichst du Äpfel mit Birnen.
Schritt 2: Markt grob eingrenzen
Schau dir die Kategorie an und filtere nach deinen Kernkriterien: Betriebstyp, Cloud oder lokal, Sprache des Supports, Modulumfang. Bring die Auswahl auf drei bis fünf Kandidaten herunter.
Schritt 3: Demos mit echten Daten
Gib jedem Kandidaten dieselben zwei oder drei Aufgaben aus deinem Betrieb. Lass die spätere Nutzerin bedienen. Notiere nach jeder Demo sofort, was gut und was schlecht lief.
Schritt 4: Referenzen einholen
Bitte jeden Anbieter um Kontakt zu einem Betrieb ähnlicher Größe und ähnlichen Typs. Ruf dort an und frag nach der Einführung, dem Support und den versteckten Kosten. Was Kunden sagen, ist ehrlicher als jede Broschüre.
Schritt 5: Gesamtkosten über drei Jahre rechnen
Hol dir für jedes Angebot eine Aufstellung mit allen Nebenkosten und rechne über drei Jahre. Erst dann entscheidest du.
Schritt 6: Ausstieg mitverhandeln
Kläre vor dem Vertrag, wie du deine Daten wieder herausbekommst und welche Kündigungsfristen gelten. Das gehört in den Vertrag, nicht in ein späteres Bittgespräch.
Schritt 7: Einführung planen
Benenne einen Verantwortlichen, setze einen realistischen Zeitplan und plane Schulung fest ein. Eine gute Software ohne Einführung bringt dir nichts.
Wenn du diese sieben Schritte durchgehst, triffst du keine perfekte, aber eine begründete Entscheidung. Und begründete Entscheidungen halten der Prüfung stand, wenn später jemand fragt, warum ihr genau dieses System gewählt habt.
Häufige Fragen
Was Betriebe uns zu Bergbausoftware am häufigsten fragen
Was ist eine Bergbausoftware?
+
Bergbausoftware ist ein Sammelbegriff für Werkzeuge, die Aufgaben im Bergbau unterstützen, von der geologischen Modellierung über die Minenplanung bis zur Betriebssteuerung und dem Reporting. Es gibt keine einzelne Software, die alles abdeckt, sondern spezialisierte Werkzeuge und Plattformen mit mehreren Modulen. Welche Lösung passt, hängt davon ab, welchen Teil deiner Abläufe du abdecken willst.
Was kostet eine Bergbausoftware?
+
Die Preisspanne ist sehr groß und hängt von Funktionsumfang, Nutzerzahl und Preismodell ab. Übliche Modelle sind einmaliger Lizenzkauf, Abonnement pro Nutzer, modulbasierte Abrechnung oder nutzungsbasierte Modelle in der Cloud. Wichtig ist, dass du neben dem Lizenzpreis auch Einführung, Schulung, Datenmigration und Wartung über mehrere Jahre einrechnest.
Cloud oder lokale Installation, was ist besser?
+
Cloud-Lösungen sind schneller einsatzbereit und du brauchst keine eigenen Server, bist aber vom Internet abhängig. Lokale Installationen geben dir mehr Kontrolle über deine Daten, verlangen aber eigene IT. Bei abgelegenen Betriebsstätten mit schwacher Netzanbindung ist die Frage entscheidend, ob offline gearbeitet werden kann.
Welche rechtlichen Anforderungen gelten im Bergbau in Deutschland?
+
In Deutschland bildet das Bundesberggesetz den Rahmen, ergänzt durch Regelungen der Bergbehörden der Länder. Dazu kommen Pflichten zu Arbeitssicherheit, Umwelt und Datenschutz nach der DSGVO. Deine Software sollte Daten revisionssicher speichern und Berichte in den Formaten ausgeben können, die deine zuständige Behörde verlangt.
Wie finde ich die passende Bergbausoftware für meinen Betrieb?
+
Halte zuerst schriftlich fest, welche Aufgaben die Software lösen soll, und trenne Muss von Kann. Grenze dann den Markt auf wenige Kandidaten ein und teste sie mit echten Daten aus deinem Betrieb. Lass die Person testen, die später damit arbeitet, und rechne die Gesamtkosten über drei Jahre, bevor du entscheidest.
Warum sollte nicht der Chef die Software auswählen?
+
Der Chef sieht in der Präsentation die Oberfläche, aber nicht die täglichen Reibungspunkte wie hakenden Datenimport oder umständliche Berichte. Diese Probleme erkennt nur, wer das Werkzeug täglich bedient. Deshalb sollte die spätere Nutzerin oder der Nutzer in der Demo eine echte Aufgabe lösen.
Was passiert mit meinen Daten, wenn ich die Software wechsle?
+
Das musst du vor dem Kauf klären, denn nicht jede Software erlaubt einen sauberen Export in offene Formate. Wenn ein Anbieter beim Thema Export ausweicht, ist das ein Warnsignal. Nimm die Exportmöglichkeit und die Kündigungsbedingungen mit in den Vertrag auf.
Wie lange dauert die Einführung einer Bergbausoftware?
+
Das hängt vom Umfang der Lösung, der Menge deiner Altdaten und dem Schulungsbedarf ab und lässt sich nicht pauschal beziffern. Wichtig ist, dass du einen Verantwortlichen benennst und Zeit für Datenbereinigung und Schulung fest einplanst. Ohne geplante Einführung bleibt selbst eine gute Software oft ungenutzt.
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